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  • vor 7 Monaten
Von den Kroaten hat Simplex genug. In gestohlener Kleidung flieht er aus dem Lager – dummerweise hat er Frauenkleider erwischt. Diese unfreiwillige Verwandlung macht ihn als Zofe begehrt. Nur schwer kann er sich männlichen Eroberungsversuchen entziehen. Als die Kaiserlichen hinter sein Geheimnis kommen, halten sie ihn für einen Spion. Aber inzwischen hat er selber Geld und schafft es, Soldat zu werden. Als Jäger von Soest macht er von sich reden.

Kategorie

Menschen
Transkript
00:00:00Von 1618 bis 1648 tobte der Große, der 30-jährige Krieg, legte Städte und Dörfer in Asche, Wälder, Felder und Überzeugung.
00:00:16Als Streit der Gewissen hatte er begonnen. Reformation gegen Katholizismus, ständische Freiheit gegen Kaisertum.
00:00:22Bald wusste keiner mehr, worum es ging und der Krieg fraß, um zu fressen.
00:00:26Die stolzen Heere unter Gustav Adolf, Tilli, Wallenstein, verwahrlosten.
00:00:31Plündernd und schändend verheerten sie das Land.
00:00:33Erschlagene, Erhängte, Verhungerte, Erfrorene, zu Tode gefoltert, an der Pest krepiert.
00:00:40Keine Seite hatte mehr Kraft zum entscheidenden Sieg.
00:00:45Als der Krieg endlich erlosch, war Deutschland zur Hälfte entvölkert.
00:00:49Nichts Sinnvolles ließ er zurück.
00:00:51Nur zerbrochene Menschen, eine verwüstete Erde, eine entgötterte Welt.
00:00:56Die Kirche ist in der Nähe der Krieg.
00:01:26Lebenswegesanfang war absonderlich Chaos. Eine tumbe Jugendzeit im bäuerischen Spessart und zwei
00:01:32kurze Lehrjahre bei einem frommen Einsiedel hatten zu nichts anderem gereicht, als aus mir das
00:01:37berühmte Kalb von Hanau zu machen, den Hofnarren des dicken Gouverneurs. In der belagerten Festung
00:01:43freilich wäre ich bald hungerskrepiert und die Flucht zu den Kroaten draußen hatte meine Lage
00:01:49nicht viel erträglicher gemacht. Die Wüstenkerle jagten meinen Freund Herzbruder davon, ermordeten
00:01:54seinen alten Vater und ich selbst bekam dabei eins über den Schädel und lag vier Wochen
00:01:59auf Leben und Tod. Du hast Glück gehabt. Das wundert mich nicht. Das kann einen nicht wundern, weil die Dummen
00:02:08haben es meistens. Wir haben kein Verbandszeug mehr im Lager, darum wenn der kalte Wind dich beißt, dann deckst
00:02:15ihr mir zu. Mit deiner Kalbshaut. Au!
00:02:20Au!
00:02:20Ja, wir spannen schon ein.
00:02:25Pfad, Pfad, Pfad. So eine Belagerung ist furchtbar Pfad. Ab und zu gibt's einen Eingriff und es fallen
00:02:35ein paar Leute, aber sonst überhaupt nichts los. Sie haben doch ihr Kalb von Hanau, Herr Obers. Es ist wieder gesund.
00:02:45Ja?
00:02:46Ja.
00:02:47Hey, du! Komm her!
00:02:49Hörst du schlecht? Läuft so ein Kalb? Das ist Wasser. Sauf's aus!
00:03:06Das geht nicht mehr, Herr Professor.
00:03:11Und warum geht's nicht? Sauf schon!
00:03:14Sie haben diesen Spaß in den letzten zwei Stunden schon sechsmal mit mir gemacht.
00:03:22Dann lasst ihr wenigstens eine lustige Replika einfallen, der Herr Obers langweilt sich.
00:03:27Mein Witz ist in sechs Eimern Wasser ersoffen.
00:03:29Mit Verlaub, Herr Obers, ich find' der Narr verschlampt.
00:03:34Ich bitt mir aus, dass du dich besser anstrengst.
00:03:37Jawohl. Jawohl.
00:03:39Du bist mein Eigentum. Ich leid's nicht, dass jemand sagen darf, mein Sack verschlampt.
00:03:45Na, Birsche, warte nur. Morgen polier' ich dich auf.
00:03:48Ach Gott, wie war ich dieses kroatischen Unlebensleid.
00:04:01Ich sehnte mich nach der frommen Ruhe zurück, die ich bei meinem Knahn und bei meinem Einsiedel genossen hatte.
00:04:07Um aber davon zu kommen, brauchte ich vor allem ein anderes als dieses auffällige, kälberne Kleid.
00:04:13Ich fühle mich um Foto zu machen.
00:04:16Ich nehme die Zuckerworte, meine Ömer in dencularen Schwerer mal wieder.
00:04:19Wenn ich mich zum Beispiel, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte.
00:04:20Ich nehme meistens ein neues Schwerer in den Mähen und Mähen,
00:04:22ich nehme die Kleidung 9 Jahre.
00:04:24Ich lege mich.
00:04:25Ich nehme Foto, warte, warte, warte.
00:04:26Ich nehme ein Dr. 2-350er-Belle.
00:04:28Ich nehme meine Kurios-Musik,
00:04:29wenn ich die Kälber perleche, warte, warte, warte.
00:04:30Ich nehme mich.
00:04:31Ich nehme meine, warte, warte, warte.
00:04:36Ich nehme meine Träume,
00:04:38diese Kälber, warte, warte.
00:04:39Ich nehme jede abeure.
00:04:40Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:10ZDF, 2020
00:05:40ZDF, 2020
00:06:09Hallo?
00:06:22Hallo?
00:06:27Eda?
00:06:35Eda?
00:06:37Eda?
00:06:46Mein Gott, sind denn die alle tot?
00:06:52Dann schlägt man mir den Bummer ein.
00:07:06Soldat!
00:07:14Soldat!
00:07:15Hey!
00:07:27Wohin so schnell!
00:07:29Hey!
00:07:31Hey, bleib stehen!
00:07:34Hallo, Frau Zimmerchen!
00:07:36Na, willst du dich dich ein wenig anschauen lassen?
00:07:40Ja, das ist genau das, was in meine Bettstadt passt!
00:07:44Bleib hier! Wir wollen dir doch nichts Böses tun!
00:07:46Ganz im Gegenteil, mein Schätzchen!
00:07:48Hilfe!
00:07:49Hilfe!
00:07:51Um allerweil bei Ihrer will, Hilfe!
00:07:53Litten Sie mich von diesen geilen Kerlen!
00:07:55Werb dich, sprechst du Bauern-Trampe!
00:07:57Ich du nicht, das ist doch eine Dame von Stand und Schlampe!
00:07:59Witt da, du Luder!
00:08:00Frau Rittmesterin möchte mit dir nicht zu schaffen haben!
00:08:02Ihr täuscht euch, Feldwebel!
00:08:04Dieses Mädchen ist meine Magd!
00:08:06Ist was?
00:08:07Ist eure Magd?
00:08:08Jawohl!
00:08:09Seit wann?
00:08:10Nun, seit diesem Augenblick!
00:08:12Wer sie anrührt, bekommt es mit meinem Mann zu tun!
00:08:14Wie heißt du?
00:08:16Simvlia!
00:08:18Steig!
00:08:20Und ihr seht zu, dass wir weiterkommen!
00:08:22Mein Mann hat große Sehnsuchten nach mir!
00:08:24Zwei Monate war ich nicht bei ihm!
00:08:26Fahr zu!
00:08:28Jawohl, Frau Rittmesterin!
00:08:29Da!
00:08:30Hopp!
00:08:31Forward!
00:08:50Darf ich die Herren Kontrahenten bitten, die Klingen zu binden?
00:08:53Ja!
00:08:54Ja!
00:08:57Herr Rittmeister erweisen mir eine große Ehre, sich mit mir schlagen zu wollen!
00:09:06Herr Rettmeister, erweisen mir eine große Ehre, sich mit mir schlagen zu wollen
00:09:18Doch würde ich es vorziehen, mich zu entschuldigen
00:09:20Sie können sich gar nicht entschuldigen, denn ich bin viel mehr im Unrecht als Sie
00:09:24Voila
00:09:25Aber das Unrecht, das ich habe, lässt sich nur mit Blut abwaschen, Herr Leutnant Schnapp
00:09:31Et vous prêts?
00:09:33Herr Provocat, bestimmte Mensur
00:09:35Weit, weit
00:09:36Absolutment die Enge, verehrter Herr Schnapp
00:09:38Als dann, da der Herr Provocat die Enge wünscht, bitte ich sich auf die Mittlere zu einigen
00:09:43Bon, so
00:09:44Voulez-vous, c'est très assez bon de prendre votre position?
00:09:51Sind Sie krank, Herr Rettmeister?
00:09:53Bei deinem Französisch muss man es ja werden
00:09:54Ich bin Stallknecht, ich kann nicht alles können
00:09:57Genug, dass ich bei Ihnen Koche, Flintenschlösser repariere und Ihnen Bücher vorlese
00:10:01Ich kann nicht in allem vollkommen sein
00:10:03Das erstaunt mich so, wie weit ein vernünftiger Mensch wie ich in der Bildung kommen kann
00:10:08Schon gut, schon gut
00:10:09Wir beginnen
00:10:12Position
00:10:14Allez
00:10:17Er ist Frau?
00:10:32Je vous demande bien, pardon, Monsieur
00:10:34Nur auf drei Minuten
00:10:34Auch auf zehn
00:10:35Auch auf zehn
00:10:36Arrêtez
00:10:39Brrrr
00:10:42Guten Tag, gnädige Herr Baron
00:10:46Soyez la bienvenue, Madame
00:10:50Ich freue mich sehr, Sie bei guter Gesundheit zu sehen, Monsieur
00:10:54Madame, Sie ihn erholt aus
00:10:59Zwei Monate fern von Ihnen, Monsieur
00:11:02Hatten Sie eine angenehme Reise?
00:11:06Exzellent
00:11:07Und unterwegs habe ich eine neue Markt engagiert
00:11:10Sie müssen sie anständiger kleiden, sonst schadet Sie unserer Reputation
00:11:15Einer Ihrer Ehrenhände?
00:11:20Ja
00:11:20Ich habe Sie mit Sehnsucht erwartet, Madame
00:11:23Sie kommen ein wenig zur Unzeit
00:11:26Die Tage, an denen Sie Ihren Degen nicht ziehen, Monsieur, sind schwer zu erraten
00:11:31Wir von Zulewitz sind nun mal von besonderer Ehre
00:11:35Geh leite, Madame ins Dorf
00:11:39Jawohl
00:11:39Wenn ich sterbe, bin ich in zehn Minuten bei Ihnen
00:11:42Immer gerade erst der Straße nach
00:11:46Hö! Hö!
00:11:55Na, da
00:11:56Au!
00:12:05Ah, Lucien!
00:12:16Tja
00:12:16Unsere Pei der Ehre ist gerettet
00:12:20Freund!
00:12:24Freund!
00:12:24Was soll das, Silvia?
00:12:44Sperr gefälligst auf!
00:12:46Was fällt dir eigentlich aus meinem eigenen Zimmer auszusperren?
00:12:49Entschuldigen Sie
00:12:52Ich habe mich umgezogen, eine Frau
00:12:54Na und?
00:12:55Die Schwäbigkeit zwischen Frauen
00:12:56Was für Marott!
00:12:59Oh!
00:13:00Oh!
00:13:02Oh!
00:13:04Du siehst aber reizend aus
00:13:06Mein Gott, Schätzchen, wer hätte das gedacht?
00:13:10Ich bin ganz begeistert
00:13:11Das ist mein Werk
00:13:13Ganz entzückend
00:13:15So frisch
00:13:16Und rot wird sie auch noch
00:13:19Setz dich
00:13:20Da, nimm die Brösche
00:13:22Hm?
00:13:23Steck sie dir an
00:13:24Lass mich es machen
00:13:29Ah!
00:13:31Ah!
00:13:33Ah!
00:13:34Hinreißend bist du
00:13:35Hinreißend zum Anbeißen
00:13:37Kein Brüjese!
00:13:43Gar kein Lärm
00:13:45Ich freue mich nur
00:13:45Aber das missfällt Ihnen offenbar
00:13:47Nicht die Freude an sich
00:13:49Jedoch, Madame
00:13:50Für eine Baronin von Zuliewicz wäre es angebracht
00:13:53Dergleichen vulgäre Gefühlsregelungen etwas diskreter zu äußern
00:13:56Ich sehe mit der Gebenheit
00:13:57Sie haben wieder einen Zweikampf überlebt
00:13:59Machen Sie sich keine Hoffnung, Madame
00:14:02Ich werde alle Zweikämpfe überleben
00:14:05Nicht den, den Sie mit mir führen, Monsieur
00:14:08Unsere Trennung hat unser Verhältnis nicht verändert
00:14:12Scheint es
00:14:13Oh!
00:14:17Das ist es, worüber ich mich gerade gefreut habe
00:14:19Un miracle
00:14:24Je suis tout détourné
00:14:26Un miracle
00:14:27In der Tat
00:14:29Je suis tout détourné
00:14:32Und dafür haben Sie einen Blick, wie man ja weiß
00:14:36Miracle
00:14:43Monsieur
00:14:44Dafür, dass ich das erste Mal seit zwei Monaten bei Ihnen schlafe
00:15:04Sind Sie wirklich bemerkenswert müde?
00:15:07Madame, beherrschen Sie sich
00:15:11Einer Baronin von Zuliewicz geziemtes
00:15:14Nicht auf vulgäre Weise, zügellos zu sein
00:15:17Ich erinnere mich an eine Zeit, da waren Sie es so sehr, dass es ekelhaft war
00:15:20Das war der flüchtige Reiz der Neuheit
00:15:24Und außerdem bin ich ein Mann
00:15:26Und also wie ein Tier
00:15:28Schläfrig oder brutal
00:15:31Befehlchen Sie, dass ich Ihnen dienstbar sein soll?
00:15:35Wie ist meine Pflicht verlangt?
00:15:36Madame
00:15:36Im Gegenteil
00:15:37Ich genieße es sehr, dass der Reiz der Neuheit Gottlob von recht flüchtiger Art ist
00:15:41Dann lassen Sie mich schlafen
00:15:43Silvia
00:16:07Silvia
00:16:15Hörst du mich?
00:16:18Silvia
00:16:19Komm Schätzchen, sei doch lieber, mach auf
00:16:22Ach Gott
00:16:29Die Sehnsucht nach dir macht mich noch ganz krank
00:16:33Das kommt bloß von dem vielen Französisch
00:16:36Früher habe ich mich in solchen Fällen besoffen
00:16:38Und alles war wieder gut
00:16:40Aber jetzt?
00:16:43Ach ja
00:16:44Die Bildung
00:16:47Ist eine schwere Last
00:16:51Na endlich
00:17:07Am Morgen brauche ich Ziegenmilch zum Baden
00:17:09Einen ganzen Eimer voll
00:17:10Wo willst du hin, Silvia?
00:17:12Ich warte schon eine Viertelstunde auf dich
00:17:14Du musst mir helfen
00:17:15Madame
00:17:15Ja, ich weiß
00:17:16Unser einster Zartgefühl
00:17:17Nicht wie diese Unholde
00:17:18Aber ich finde, du übertreibst etwas
00:17:20Hier, nimm mal
00:17:21Hilf mir mit dem Rock
00:17:29Ich verwirre dich
00:17:39Ich habe schöne Fesseln, ne?
00:17:42Mhm
00:17:42Wir werden uns gut vertragen, wir zwei
00:17:55Ja
00:17:55Mit Frauen vertrage ich mich immer gut
00:18:01Na
00:18:25Ey
00:18:28Die Milch
00:18:30Daran ist nichts gelegen, mein Kind
00:18:36Sagen Sie
00:18:36Madame möchte daran baden
00:18:39Sie bildet sich ein, hübscher davon zu werden
00:18:42Hast du schon in Milch gebadet?
00:18:47Da siehst du, dass es an was anderem liegt
00:18:49Du bist Jungfrau?
00:18:56Ein Zustand, der nicht dauert
00:18:58Ich kann dir es versichern, denn ich verstehe was davon
00:19:00Und in dem Fall ist es besser
00:19:03Ich bring ihn zu Ende
00:19:05Als irgend so ein Bauernkerl
00:19:07Es ist deine Wohltat, die ich dir weise, verstehst du?
00:19:11Weil
00:19:12Es ist eine Ehre für dich
00:19:14Ich habe ein Recht auf dich
00:19:22Lassen Sie mich hoch
00:19:25Ich habe es
00:19:27Denn du musst mir zu Willen sein
00:19:29Du bist nicht verstand
00:19:31Wo käme unser Eins hin
00:19:33Wenn er anfangen möchte, auch Rücksicht zu nehmen gegen das niedere Volk
00:19:35Man möchte sich glatt ruinieren
00:19:37Ach, so einfach ist das
00:19:39Alterwürdige Sitten sind immer einfach
00:19:45Mein liebes Kind
00:19:46Sie hielten sich sonst nicht so lang
00:19:47Ich hätte Grund, dich zu stragen, Sylvia
00:19:52Weil ich meine Tugend verteidige, ja
00:19:54Weil du die meinige irritierst
00:19:57Du erinnerst mich daran
00:19:59Dass sogar unser Einsinstinkt hat
00:20:01Und das ist kränkend
00:20:04Ich möchte ja, aber es geht nicht
00:20:09Ich habe einen Anlag zum Fortschritt
00:20:11Ich muss immer was Neues haben
00:20:12Ich kann sie sich vor
00:20:13Oh, trotz der ganzen Kompanie gibt es nichts, was ich nicht kenne
00:20:16Also sei brach
00:20:17Ich bin Soldat
00:20:18Ich darf die Zeit des Kaisers nicht vertun
00:20:20Dann gehst du Dienst
00:20:20Das einzige Mittel, nicht ans Essen zu denken, ist
00:20:23Dass man sich vorher satt ist
00:20:24Also
00:20:25Leg dich hin
00:20:26Damit ich es bequem habe
00:20:28Die Sache
00:20:29Schlecht vorüber geht
00:20:31Halt!
00:20:35Hier geblieben, du undankbare Kanade
00:20:37Ob du gleich herkommst, du dich hinlegst
00:20:40Guten Morgen, mein Kind
00:20:42Morgen, Madame
00:20:44Du hast dich erhitzt?
00:20:47Ja
00:20:47Wo ist die Milch?
00:20:50Die hat mich verschüttet, Madame
00:20:51Ah, ja
00:20:54Ich habe den Herrn Rittmeister in den Stall gehen sehen
00:20:56Er geht sonst nie hin um die Zeit
00:20:57Ach, ein wildes Tier in Heimtückisches
00:21:01Aber so sind sie alle
00:21:03Ich hasse sie
00:21:04Es sind ja keine Menschen, Sylvia
00:21:06Dabei hätte ich mein Milchband so nötig gehabt, weil ich
00:21:10Ich habe eine Laus für richtig
00:21:13Oh, oh, jetzt spüre ich es ganz deutlich
00:21:17Da hinten
00:21:18Such sie
00:21:19Such sie da
00:21:21Tiefe
00:21:23Oh, ja
00:21:25Ich habe eine zarte Haut wie ein Pfirsich
00:21:30Und er hat mich am ganzen Körper
00:21:34Darum gehen diese Biester auch immer auf mich
00:21:36Oh, jetzt ist sie dir entschlüpft
00:21:39Ich fühle sie da
00:21:40Da, unterm Arm
00:21:42Oh, nein, nicht da
00:21:46Weiter vorn
00:21:47Noch, noch weiter
00:21:48Ja
00:21:49Da
00:21:50Schön
00:21:52Oh, diese Männer
00:21:56Was, die sich einbilden
00:21:59Oh, nicht
00:21:59Ehrlich zu sein
00:22:01Oh, für uns Frauen
00:22:04Madame, ich bitte sie
00:22:05Und sagen sie mir Fleischhund
00:22:06Das will ich hoffen
00:22:09Wenn uns der Rittmeister in sie
00:22:11Wozu habe ich eine Zufel
00:22:14Wenn sie mir nicht mal Läuse suchen
00:22:16Oh, mein Mann, ich bin doch
00:22:17Heute habe ich meine Kopfverdammte Bildung in Kartoffelschnaps versäuft
00:22:38Also ich rate dir mal rauf
00:22:40Du wirst doch nichts anstellen, Hans
00:22:46Klar werde ich das
00:22:47Erstechen werde ich mich
00:22:48Da vor deiner Tür
00:22:50Ich höre es
00:22:50Also ich zähle bis drei, Silvia
00:22:54Eins
00:22:56Bei drei bin ich tot
00:23:07Es ist wirklich schade an mich
00:23:11Und du bist schuld
00:23:14Eins
00:23:26Zwei
00:23:28Zwei
00:23:28Zwei
00:23:29Ich mach auf
00:23:30Psst
00:23:31Aber du musst brav sein
00:23:32Ich schwöre es
00:23:34Was kann ich denn dafür?
00:23:40Wann heiraten wir?
00:23:41Wie oft soll ich denn ausfragen, dass es nicht geht?
00:23:43Bist du in den anderen versprochen, hä?
00:23:44Dann haste ich mich gleich
00:23:45Nein, nein, nein
00:23:46Ich habe ein Gelübnis getan
00:23:48Badjür
00:23:49Mein Gott, gibt es denn gar nichts, womit man dich beruhigen kann?
00:23:55Hab ich euch also erwischt?
00:23:57Hilfe!
00:23:58Da hilft dir kein Gott mehr, Kerl
00:23:59Ja, was habe ich denn verbrochen, Herr?
00:24:01Du wilderst im Revier deines Herrn
00:24:03Keines Fieks
00:24:03Das Einzige, die ihm von dem Altar zugesprochen hat, wie er ist dort in ihrem Bett
00:24:06Was?
00:24:07Du Gottverdammte Hure, du
00:24:09Niemand im ganzen Lager weiß das als Sie, dass ich das nicht bin
00:24:12Kächtel, Mächte, mit so einem Kerl
00:24:14Aber mich in den Stall misschmeißen
00:24:15Einen Baron von Zuliewitz
00:24:17Ach du Gott
00:24:18Ach du Hure, Mensch
00:24:21Ach du Hure, Mensch
00:24:21Ach du Hure, Mensch
00:24:22Ach du Hure, Mensch
00:24:25Hör auf!
00:24:27Ich hab's erwischt mit dem Fecht
00:24:28Was?
00:24:29Inflagrande Jaul, das Hurenmensch
00:24:31Mit dem Haar, ich hab's im Hemd
00:24:32Lass es sich erklären
00:24:33So eine bist du
00:24:34Aha
00:24:34Mit Kerlen
00:24:36Und wenn mich, wenn mich das Ungeziefe platzt
00:24:38Dann läufst du hinaus
00:24:39So ein Schwein
00:24:40Aufschlag sie, Willen
00:24:42Mach sofort aufgeludert
00:24:43Schlag sie weiter
00:24:44Damit ich dich schlagen kann
00:24:45Schlag sie, ich alles sehen
00:24:45Was ist passiert, Herr Rittmeister?
00:24:48Kommt der Feind?
00:24:50Ist was für Sylvia?
00:24:52Bewacht sie, dass euch das Mensch ja nicht entkommt
00:24:54Ihr haftet mit eurem Leben dafür
00:24:55Schäbe den Kopf
00:24:56Mit Vergnügen, Herr Rittmeister
00:24:58Habt geschehen
00:24:59Allerret moi, Madame
00:25:00Morgen werden Sie lehren, was es heißt, die Ehre der von Zuliewitz zu kränken
00:25:04Schlampe, morgen zeigen wir's dir
00:25:05Ach, Simplicius
00:25:07Jetzt sitzt du wie der Salamander im Feuer
00:25:10Es scheint ziemlich hart in diesen Läuften ein Mädchen zu sein
00:25:13Und um wie vieles härter, wenn man gar keines ist
00:25:16Irgendwie muss ich hier raus
00:25:18Diese Kleider werden mir fast noch saurer, als mein altes Narrengewand
00:25:22Kraft meines Amtes
00:25:24Als ranghöchster Offizier in der Kompanie
00:25:26Räschig gegen dieses liederliche Mensch
00:25:29Das ich selber der gemeinen Hurrei überführt habe
00:25:33Das obligate Urteil
00:25:35Sie wird den Soldaten preisgegeben
00:25:39Dass die mit ihr tun sollen, was ihnen gefällt
00:25:41Mit der einzigen Ausnahme, dass man sie nicht zu Tode bringt
00:25:45Peitscht sie aus, peitscht sie aus
00:25:47Peitscht sie aus, bevor ihr sie besprengt
00:25:49Abteilung
00:25:52Ab, acht
00:25:54Ihr habt zwei Stunden Zeit
00:25:56Los, schafft sie doch ins Gebüsch
00:25:58Pardon
00:26:14Von der Baronin von Zuliewicz
00:26:17Ist solch vulgäre Neugette nicht angemessen
00:26:19Und wenn's zehnmal nicht angemessen ist
00:26:20Ich rupf ne Brennnessel aus
00:26:21Madame
00:26:22Und starf sie eigenhändig damit
00:26:23Herr Rittmeister
00:26:25Herr Rittmeister
00:26:27Kommen Sie reich
00:26:29Jetzt haben Sie sie umgebracht
00:26:29Was ist los bitte?
00:26:36Das
00:26:36Das ist gar kein Frauenzimmer, Herr Rittmeister
00:26:39Ist keine, was?
00:26:41Jetzt
00:26:41Jetzt versteckt er's
00:26:43Aber wir haben's ganz genau gesehen
00:26:44Und der fing mir die Läuse vom Bosen
00:26:47Was Sie nicht sagen
00:26:53Ein Kerl
00:26:54Und in Mädchenkleidern, Herr Oberst
00:26:57Ganze drei Wochen schon
00:26:58Oh, und das in meinem Regiment
00:27:01Das, wo dafür bekannt ist
00:27:03Dass sich eine Jungfrau nicht länger hält
00:27:05Das wir drei Stunden
00:27:07Das ist ja direkt blamabel
00:27:09Der Kasus ist so argwöhnisch, dass ich mir gesagt hab
00:27:12Meldest den Herrn Oberst
00:27:13Lieb von Ihnen, Baron
00:27:15Ich melde's auch nach Wien, dass Sie eifrig sind
00:27:17Herr Oberst, lassen Sie mich doch erklären
00:27:19Gut, ich hab keine Zeit
00:27:21Wir müssen abbrechen
00:27:22Feldwebel
00:27:23Herr Oberst
00:27:24Mitführen den Kerl
00:27:25Bis ins Westfälische hinauf
00:27:26Der Generalauditor
00:27:28soll ihn dort verhören
00:27:29Zum Befehl, Herr Oberst
00:27:30Zum Befehl, Herr Oberst
00:27:30Das ist ja auch nach Wien, Herr Oberst
00:27:32Das ist ja auch nach Wien, Herr Oberst
00:27:36Das ist ja auch nach Wien, Herr Oberst
00:28:06Ich hab großes Glück gehabt
00:28:26Weil mich hat die Ruhe erwischt
00:28:29Und ich war schon halb tot
00:28:33So bin ich den ganzen Weg über auf dem Wagen gehabt
00:28:37Gottsehmerlich, hab ich hinter mich geschissen
00:28:40Das war was
00:28:44Aber man gewöhnt sich auch daran
00:28:46Bei den Soldaten lebt eins nur angenehm, wenn er halt tot ist
00:28:51Tut's weh?
00:28:55Vier Füßen ist mein Name wie ein Hund
00:29:00Oder sechs wie ein Käfer
00:29:04Für zwei sind die Straßen von Hanau noch so zu lang
00:29:08Los, los, los, los
00:29:18Nimm deine Füße in die Hand
00:29:19Ich hab sie in der Hand
00:29:21Mach keine fiese Patenten zum Verhör
00:29:23Komm
00:29:25Ich hab sie in die Hand
00:29:55Hat er was bei sich gehabt?
00:30:00Irgendwelche Schriften vielleicht?
00:30:03Nichts, gar nichts
00:30:04Aber er ist durchsucht worden
00:30:06Ja
00:30:07Das war rasch getan, Herr Auditor
00:30:11Weil
00:30:12Weil er war so viel wie
00:30:14Wie nackt
00:30:16Ach ja
00:30:17Gib es schon zu, Kerl
00:30:19Was, bitteschön?
00:30:21Dass du so ein Kundschafter bist
00:30:22Von wem?
00:30:24Na, das musst du doch besser wissen als wir
00:30:26Von wem wohl, Kerl?
00:30:27Vom Feind
00:30:28Er stellt sich aus Vorsatz blöd
00:30:31Aber ich weiß, du bist gar nicht blöd
00:30:33Du kannst ja sogar schreiben
00:30:34Lesen auf
00:30:35Ich durchschaue dich
00:30:37Du bist gescheit
00:30:38Na, das denke ich mir auch oft
00:30:40Wenn ich die anderen Leute sehe
00:30:41Frech, auch noch!
00:30:44Er war beim Gouvernator in Hanau im Dienst
00:30:47Und den kenne ich mir gut
00:30:49Der allerschlawinermäßigste Soldat von der Welt ist der
00:30:53Er hat mich zweimal besiegt
00:30:55Was?
00:30:57Außer Lautenschlagen
00:30:58Hat er dir noch für Listen und Kunststücken beibragt?
00:31:03Weiß nicht
00:31:04Na, wie du wirst
00:31:05Da er in der Verstockung verharrt
00:31:08Wird man zur Folter schreiten
00:31:10Schafft ihn ins Stockhaus
00:31:13Komm
00:31:15Ich sag's Ihnen gleich, wie es sein wird, Herr Oberst
00:31:22Aus dem bringen wir nix heraus
00:31:25Aber wieso denn nicht?
00:31:27Er hat ein ehrliches Gesicht
00:31:29Und die Burschen wollen meist nicht
00:31:31Die gestehen einfach nix ein
00:31:33Kein Wort ums Verrecken
00:31:35Aber er muss
00:31:36Es könnte auch anders gehen
00:31:38Wenn wir die Anklag vielleicht ein wenig anders formulieren würden
00:31:43Nämlich?
00:31:44Noch
00:31:45Was hat er denn angehabt?
00:31:48Weiberkleider, nicht wahr?
00:31:51Wie wär's denn da mit Hexerei?
00:31:54Wie bei der Jeanne d'Arc
00:31:55Da wird er verbrannt?
00:31:58Gleich ober gesteht, oder nicht?
00:32:03Und wenn es nicht eingesteht, auch?
00:32:05Freilich wär's besser, wenn er einbestehen möchte
00:32:08Besser wär's schon
00:32:09Wozu sonst macht man sich die Arbeit mit der Folter und so?
00:32:14Aber allein, dass er angeklagt ist, beweist seine Schuld
00:32:18Die heilige Inquisition vermag sich nicht zu irren, niemals
00:32:24Ah ja
00:32:25Das hab ich ganz vergessen
00:32:28Ja, wie soll ich es sagen
00:32:31Wenn eins unter der Folter gesteht
00:32:35Dann ist sowieso alles klar
00:32:37Und wenn's so ist
00:32:40Das eine nicht gesteht
00:32:42Dann hat ihm der Teufel geholfen
00:32:44Weil anders hält er's ja gar nicht aus
00:32:46Und dann ist ja auch alles wieder klar
00:32:48Ja, und außerdem
00:32:52Schon seit drei Monaten
00:32:54Haben wir hier keinen Fall von Hexerei mehr gehabt
00:32:57In Wien glauben Sie wahrscheinlich
00:32:59Dass wir nachlässig sind
00:33:02Nachlässigkeit ist mir's wieder
00:33:04Schönen Sie mal
00:33:06Gott sei's geklagt
00:33:09Aber die Auswahl für einen harmlosen Menschen
00:33:10In so historischen Zeiten ist wirklich nicht groß
00:33:13Der Bauer wird geplündert
00:33:15Der Landsknecht erschossen
00:33:16Und bleibt einer von beiden verschont
00:33:18Ist ihm ein ungerechtes Gefängnis
00:33:20Und die Folter schon völlig gewiss
00:33:21Und diesmal
00:33:23Prost Mahlzeit bei sich ins Gras
00:33:25Wann hat der Gefangene zum letzten Mal zu essen bekommen?
00:33:30Gestern früh
00:33:30Täglich zwei Mahlzeiten
00:33:33Das ist die Vorschrift
00:33:33Ich bitte die mir aus
00:33:34Dass sie eingehalten wird
00:33:35Irgendwelche Beschwerden?
00:33:45Das ist doch nicht möglich
00:33:46Ulrich
00:33:49Du
00:33:51Simplex
00:33:58Mein lieber Freund
00:34:03Ulrich Herzbund
00:34:07Es scheint du bist ein großer Herr geworden
00:34:10Nicht allzu groß
00:34:12Aber immerhin
00:34:13Ich hab mein Just zu Ende studiert
00:34:15Meines Vaters Prozesse gewonnen
00:34:17Und bin nun Advokat
00:34:19Beim Gericht zu Soest
00:34:20Aber du, Kerl
00:34:23Was hast du nun wieder angestellt?
00:34:25Nichts
00:34:26Dass ich beim Kuraten ausgerissen bin
00:34:27Und jetzt wartet der Scheiterhafen auf mich
00:34:30Der soll lange auf dich warten
00:34:33Kannst du was für mich tun?
00:34:36Ich helfe dir davon, Bruder
00:34:38Und hättest du schon den Strick um den Hals
00:34:40Was, Sie wollen den Simplicius als Diener?
00:34:50Ich habe einen Wunsch frei an Sie, Herr General Auditor
00:34:52Hundert
00:34:53Aber nicht den, mein lieber Herz, Bruder
00:34:56Der Simplicius wird verbrannt
00:34:59Pardon, wenn ich überflüssigerweise darauf hinweis
00:35:02Aber ich könnte Ihnen noch heute manche Unannehmlichkeiten bereiten
00:35:06Wenn ich in einer gewissen Sache die Wahrheit bezeuge
00:35:09Ihre Wahrheit
00:35:10Ihre Wahrheit
00:35:13Ihre Wahrheit ist nicht die allgemeine
00:35:15So viel sollten Sie immerhin wissen
00:35:28Auch wenn Sie frisch von der Universität sind
00:35:30Dass es immer mehrere Wahrheiten gibt
00:35:32Aber bis auf die eine, was die ihrige ist
00:35:35Sind Sie alle schlecht für Sie, euer Gnaden
00:35:36Außerdem habe ich Ihr Wort
00:35:38Ich bin nekiger, Savon
00:35:40Sie haben ja recht, eines Teils
00:35:42Anderen Teils, es ist so
00:35:43Ich brauche einen Fall von Zauberei
00:35:45Ich bin im Druck
00:35:47Begreifen es doch
00:35:49Zwischen Soest und Hamm
00:35:51Wird sich doch irgendwo eine alte Hexe auftreiben lassen
00:35:53Was haben Sie Ihnen da bloß in den Kopf gesetzt?
00:35:59Ausgerechnet dieser lausige Kerl
00:36:00Danke
00:36:03Wie ich bei den Kroaten gefangen war und fast eingegangen wäre
00:36:07Da hat er mir sein ganzes Geld gegeben, damit ich mich freikaufen kann
00:36:10Ohne ihn wäre ich halt tot
00:36:13Sie haben eine Dankbarkeit
00:36:18Es ist schade um Sie, Herzbruder
00:36:23Ich habe mir erwartet, Sie machen eine Karriere
00:36:26Und jetzt haben stattdessen eine Dankbarkeit
00:36:29Aber von mir aus, wenn Sie unbedingt meinen
00:36:34Lassen wir ihn frei in Ihren Dienst
00:36:37Mit der entsprechenden Ausstattung, versteht sich
00:36:39Aber hören Sie doch
00:36:40Das ist ja wohl Ihr Sach
00:36:42Nicht solange die mehreren Wahrheiten so ungünstig für Sie verteilt sind, euer Gnaden
00:36:48Jetzt glaube ich fast schon selber wieder, dass Sie doch Karriere machen, liebe Freund
00:36:55Also gut
00:36:56Ich habe noch 20 Ellen liegen
00:36:59Wolltuch von der kostbarsten Qualität
00:37:01Ich habe es bei Gelegenheit mal konfisziert
00:37:04Beim Rittmeister, den habe ich zum Tod verurteilt
00:37:12Warum?
00:37:13Ich habe damals gedacht
00:37:15Wunder, was alles da ist
00:37:17Es war nix als Tuch
00:37:18Soll er sich davon eine Livree schneiden lassen
00:37:23Oder was immer Sie wollen
00:37:25Zufrieden?
00:37:32Durchaus, euer Gnaden
00:37:33Jedenfalls für dieses Mal
00:37:36Hören Sie zu, Herzbruder
00:37:38Ich habe damals gesagt, Sie haben bei mir einen Wunsch frei
00:37:44Das war er
00:37:45Vergessen Sie es nicht
00:37:47Wir sind quitt
00:37:49Hegen Sie nur diese Hoffnung, euer Gnaden
00:37:53Sperrlich, aber mit einem Schälen
00:37:55Ich habe diese Hoffnung, du schälen Sie
00:37:57Sie müssen sich noch ein paar Blöden
00:38:00Ich bin, um zu schälen Sie
00:38:00Ich bin erなんです
00:38:01Ach, du schälen Sie
00:38:04Ich habe diese Hoffnung, du schälen Sie
00:38:06Ich bin es für ein paar Blöden
00:38:07Im Schälen Sie
00:38:07Ich bin nicht
00:38:08Ich bin erster
00:38:10Ich bin lieber
00:38:10Es, ich bin es für die Blöden
00:38:11Ich bin bei mir
00:38:12Es ist erster
00:38:13Ich bin, um Sie
00:38:14Ich bin es zu schälen Sie
00:38:15sweepst
00:38:15
00:38:15nostro
00:38:16Ich bin, ich bin
00:38:18Przy
00:38:19Ich bin
00:38:19Sie
00:38:21Ich bin
00:38:21Ich bin
00:38:22Schon gut, der wird am Ende doch wichtiger aussehen als ich selber.
00:38:25Ja.
00:38:27Bedanke mich vielmals, euer Gnaden, gehorsamsten Diener.
00:38:33So, und jetzt zu meinen Schulden.
00:38:37Hier sind 300 Taler, abgezählt.
00:38:39Ich hab dir nicht mal die Hälfte gegeben.
00:38:41Was ich heute besitze, ist aus deinen 140 Talern gekommen.
00:38:44Das bisschen Zins ist also nur gerecht.
00:38:47So, und jetzt wollen wir dir beibringen, was ein Kerl heutzutage können muss.
00:38:50Ich kann lesen, schreiben, singen, lautespielen.
00:38:53Das sind die schönen Künste, ja.
00:38:55Jetzt wollen wir auf die Nützlichen los.
00:38:56Und was sind?
00:38:58Reiten, fechten, schießen.
00:39:12Ja.
00:39:20Um Vergebung, Herr Advokat.
00:39:23Die geplättete Wäsche.
00:39:25Leg sie in den Schrank.
00:39:27Oh, gibt's Hasenbraten?
00:39:29Hasenbraten?
00:39:31Ja, nun, weil Sie doch den Jäger hier haben, nicht wahr, Herr Advokat?
00:39:35Tja, das war's dran, Simplex.
00:39:37Mit der Flinte und mit dem grünen Zeug kommst du ziemlich drauf hinaus.
00:39:40Und die Hände tiefer.
00:39:47Die Hände tiefer.
00:39:48Eng zusammenhalten.
00:39:50Tief im Sattel sitzen.
00:39:52So ist gut.
00:39:53Und jetzt drab.
00:39:54Hi, der Advokat mit seinem Jäger.
00:40:06Da dies das einzige Wildnis, was es hier in der Gegend noch gibt, möchte ich mein Kammerjäger nützlicher sein.
00:40:12Wohl?
00:40:19Jetzt.
00:40:21Galopp.
00:40:24Ah, komm.
00:40:25Hilf mir.
00:40:27Ah!
00:40:27Ah!
00:40:28Ulrich!
00:40:42Die Webel.
00:40:44Jetzt.
00:40:46Attacke!
00:40:49Hey, hey, hey!
00:40:50Ach, gut.
00:40:51Nochmal.
00:40:54Hey.
00:40:54Hey, hey, hey.
00:40:55Hey, hey.
00:40:56Hey, hey!
00:40:56Hey, hey, hey.
00:40:57Also gut.
00:41:01Hallo.
00:41:04Komm, komm, komm, komm, komm.
00:41:20Hey, hey!
00:41:21Wenn ich eine Ligade mache, musst du mit deiner Streichparade antworten.
00:41:40Verstehst du?
00:41:44Ich habe das noch nicht ganz raus.
00:41:46Die Übung wird es machen.
00:41:48Also nochmal.
00:41:51Ist er häufiger hier?
00:41:52Der Jäger?
00:41:53Und sein Herr?
00:41:55Beinahe jeden Tag.
00:41:57Immer zu dieser Stunde?
00:41:58Eigentlich immer.
00:42:00Traust du dich zu den Schwedischen hinüber zu reiten?
00:42:04Nach Lippstadt, Nebel?
00:42:06Den Schwedischen eine Nachricht überbringen.
00:42:07Und wenn sie mich fangen nehmen, um Pall da?
00:42:11Ich gebe dir einen Brief an ihren Feldrichter mit.
00:42:14Wir beide sind gute Freunde.
00:42:16Wir haben schon drei Prozesse gegeneinander geführt.
00:42:19Du kriegst dafür 20 Dollar.
00:42:2130.
00:42:22Bitte?
00:42:25Wenn du nicht willst, dann finde ich mir einen anderen, der mir es für 15 macht.
00:42:31Also gut, ich mache es für 20.
00:42:3220.
00:42:32Wie weit seid ihr mit ihr gekommen?
00:42:54So weit, dass man weiter nicht kommen kann, Herr.
00:42:57Sie hat gestanden?
00:42:58Sie ist tot.
00:43:00Ich habe gesagt, dass man es behutsam machen soll.
00:43:16Das ist leicht gesagt, Herr.
00:43:18Die behutsame Folter, die muss erst noch erfunden werden.
00:43:21Wir haben alles genau nach der Regel gemacht.
00:43:23Was kann unser eins dafür, wenn so ein Teufelsmensch so boshhaft ist und kann das nicht aushalten?
00:43:29Was gabst du mich denn die ganze Zeit an?
00:43:48Jetzt lieber du an ihrer Stelle?
00:43:49Nein.
00:43:53Niemand darf an solcher Stelle sein.
00:43:55Dann schaff uns eine andere Welt.
00:43:57In der Unsring erlebe ich den gleichen dreimal am Tag.
00:43:58Ich verstehe gar nicht, wie du das aushältst.
00:44:05Ich habe gemerkt, dass das Unrecht sehr leicht zu ertragen ist.
00:44:09Vorausgesetzt, man tut es selber.
00:44:17Wie soll man auch sonst existieren?
00:44:19Als Jurist.
00:44:20Treffer.
00:44:38Wo sind die Schwedischen?
00:44:40Irgendwo im Hinterhall.
00:44:42Schau vielleicht.
00:44:43Vielleicht da drüber.
00:44:45Und jetzt du.
00:44:46Leg an.
00:44:48Feuer.
00:44:50Was war das?
00:44:57Ein Schuss.
00:44:59So gescheit bin ich auch.
00:45:00Aber wieso?
00:45:02Da, blaue Federn.
00:45:03Schweden.
00:45:08Halt zu.
00:45:09Hey, hey, hey.
00:45:11Hey, hey.
00:45:12Hey.
00:45:13Hey.
00:45:13Hey.
00:45:13Hey.
00:45:13Hey.
00:45:14Hey.
00:45:14Hey.
00:45:14Hey.
00:45:15Hey.
00:45:15Hey.
00:45:16Hey.
00:45:16Hey.
00:45:16Hey.
00:45:16Hey.
00:45:17Hey.
00:45:17Hey.
00:45:17Hey.
00:45:18Hey.
00:45:18Hey.
00:45:18Hey.
00:45:19Hey.
00:45:19Hey.
00:45:20Hey.
00:45:44Hey.
00:45:45Hey.
00:45:45Hey.
00:45:45Hey.
00:45:46Hey.
00:45:46Hey, hey, hey, sucht weiter oben, als ob ihn der Boden verschlungen hätte.
00:46:01Lass ihn, ist ja nur der Diener, Hauptsache wir haben den Herrn, für den gibt es sicher 40 Thaler.
00:46:06Ihr kommt mit mir, ich fände die Straße nach Klippstadt.
00:46:16Aha, du tust deine Erbschaft visitieren.
00:46:24Sein Geld ist in Halle, er hat hier in Soß nicht viel gehabt.
00:46:29Aber du hast allerhand Schießen und Fechten bei ihm gelernt.
00:46:33Das hat uns beiden nicht viel geholfen.
00:46:35Ja nun, viele Hunde sind des Hasen tot.
00:46:39Ich komme darauf, weil du bist im besten Alter und die Armee braucht Kerle, die sich aus Fechten verstehen.
00:46:44Du hast allerhand von ihm zugesteckt bekommen, Kerlchen.
00:46:50Ich weiß es.
00:46:53Der junge Dachs, weil er was hat, meint er, die paar Kröten gehen nie zu Ende.
00:46:58Aber ich sag dir, die sind schneller durchgebracht, als du die Hand ausstrecken kannst.
00:47:02Und was dann?
00:47:04Ich rate dir gut, Kerlchen.
00:47:07Der Soldatenstand nährt seinen Mann.
00:47:11Besser als jeder andere.
00:47:12Weil die anderen schaffen es und wir fressen es auf.
00:47:20Kauf dir ein Pferd und was du sonst noch an Rüstung brauchst.
00:47:26Und ich nehme dich in mein Regiment.
00:47:29Aha.
00:47:30Ich werde es überlegen.
00:47:37Überleg es nicht so lang.
00:47:39Wenn das Geld fort ist, kriegst du kein Pferd mehr da rum.
00:47:41Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha.
00:47:57Hey, du!
00:48:00Hey, Gägerchen!
00:48:02Komm her!
00:48:02Herr Oberst, da wird nichts draus.
00:48:10Ich habe beim Herzbruder gesehen, dass du fleißig bist und geschickt.
00:48:14Ich möchte, dass du mir den Diener machst.
00:48:19Und?
00:48:21Was gibt es da zu tun?
00:48:24Meine Pferde warten.
00:48:26Als Soldat warten die Pferde auf mich, Oberst.
00:48:30Ob du Soldat wirst?
00:48:32Bestimmt immer noch ich.
00:48:35Ich fürchte nein.
00:48:37Ich stehe schon in der Musterrolle und habe mir eben mein Handgeld abgeholt.
00:48:41Milchgesicht, Grünschnabel, dein Bart ist viel zu dünn.
00:48:45Ich getraue mich, einen Mann unterzukriegen, der 70er älter ist als ich.
00:48:50Und wenn der Bart den Kerl machte, dann wären die Böcke besser dran als sie und ich.
00:48:54Wenn deine Courage halb so groß ist wie dein Maul, dann wirst du vielleicht doch noch ein Held.
00:48:59Das kann bei nächster Gelegenheit versucht werden.
00:49:02Herr Oberst!
00:49:10Weil ich jung war und also auch dumm, hatte ich alles, was man zum Heldentum braucht.
00:49:14Und so hielt ich im Wort.
00:49:15Da kommt der Geyser!
00:49:16Der Geyser!
00:49:17Der Geyser!
00:49:17Gott grüße euch!
00:49:25Ich ging dran wie der Teufel, führte die kühnsten Streiche, machte große Beute.
00:49:30Und binnen Kurzem war ich beim Feind so gefürchtet wie bei den unsrigen Berüh.
00:49:33Guck mal, da ist der Geyser von Soest.
00:49:42Weil mir der Name gefiel, hatte ich mein grünes Kleid behalten.
00:49:45Aber da mich nicht bedüngte, eine Sau zu sein, putzte ich es höllisch heraus.
00:49:54Und gar als ich es schon nach zwei Monaten zum Gefreiten gebracht hatte und selber Partien
00:49:59führte, gab ich mich anmaßend und keck wie sonst noch ein adliger Gag.
00:50:02Unser Geyser verpuppt sich immer mehr in einem leibhaften Prinz hier, was?
00:50:08Vielleicht, wenn das Prinzchen in den Dreck fällt, kommt der Geyser wieder durch.
00:50:13Hey, Geyser!
00:50:15Pass auf, dass du nicht über deine Schärpe fällst.
00:50:25Pardon, die Herren.
00:50:28Ja, scheint wirklich meine Schleppe ist etwas zu lang.
00:50:29Also nehmt euch in Acht, wenn ihr das nächste Mal nicht drüber stolpern wollt.
00:50:38Dein Hort ist hier!
00:50:40Dein Hort!
00:50:41Das ist ein Fall.
00:50:43Mit dem, wenn er wieder eine Partie führt, gehe ich mit.
00:50:59Hey, Geyser!
00:51:14Was ist?
00:51:15Es kommt wer!
00:51:16Ah, na, na!
00:51:16Aus der Ordnung ist die Welt.
00:51:31So komische Kerle habe ich in meinem ganzen Leben nicht gesehen.
00:51:34Ganz verstehen, was er redet.
00:51:36Nicht gut, dass er die Weltstrafe will oder was in der Art.
00:51:40Vielleicht ein Vergleich der Fürst.
00:51:42Ja, das Volk stört hier.
00:51:42Denn nur durch himmlisches Wirken begreift der Mensch.
00:51:45Er ist einfach ein Narr.
00:51:47Der Flüse geht jetzt schon für ihn.
00:51:49Pass auf, dass er niemand bei sich hat.
00:51:51Der Flut reicht die Erde, aufreiß die Krumme, dass es wieder wachsen kann, fleckt nieder Jupiters Blitz.
00:51:56Guten Morgen!
00:51:57Einen schönen guten Morgen wünsche ich dem Herrn.
00:52:01Ich wünsche das Gleiche.
00:52:03Und bitte, dass der Herr so gut sein möchte, mit mir in das Gebüsch da zu gehen.
00:52:05Und um dort bitte was zu tun?
00:52:12Ich will nur sehen, ob der Herr ein Freund ist.
00:52:16Herr, ich bin solche Behandlung nicht gewöhnt.
00:52:19Daran gewöhnt man sich leicht.
00:52:22Also?
00:52:27Nun denn, einen sonnigen Morgen allerseits.
00:52:32Darf man erfahren, wer Sie sind?
00:52:33Das weiß alle Welt.
00:52:38Nein, leider, wir nicht.
00:52:40Ich bin Jupiter.
00:52:41Was dann für ein Jupiter?
00:52:43Doch nicht etwa der antike Gott.
00:52:46Gewiss.
00:52:48Und du, scheint mir, bist Ganymed, mein hübscher Schlingel.
00:52:52Ach.
00:52:54Also doch ein Narr.
00:52:57Lass ihn laufen.
00:52:59Wir sind mitten im feindlichen Gebiet und auf Beute.
00:53:01Wenn Sie Wind von uns krieche, da waren die zwei Tage alt umsonst.
00:53:04Also, tsch.
00:53:06Ja.
00:53:06Bist du verrückt?
00:53:07Ängstige dich nicht, Ganymed.
00:53:10Jupiter ist unsterblich.
00:53:15Setz in das Packpferd.
00:53:16Los, wir ziehen ab.
00:53:19Komm.
00:53:24Los, aufsitzen.
00:53:25Auch das noch.
00:53:41Kannst du mich reiten?
00:53:43Ich bin zu fliegen gewohnt.
00:53:44Ja, ja.
00:53:46Das merkt man.
00:53:47Bindet ihn drauf.
00:53:48Wir müssen machen, dass wir weiterkommen.
00:53:50Der Konvoi wartet nicht auf uns.
00:53:52Wo geht's hin, Jälte?
00:53:53Nach Dorsten zu.
00:53:54Major Kienbach hat gesagt, dass der Konvoi über Coesfeld geht.
00:53:59Meine Kundschaft ist anders.
00:54:02Ey!
00:54:02Ey!
00:54:02Ey!
00:54:02Ey!
00:54:02Ey!
00:54:03Ey!
00:54:04Ey!
00:54:06Ey!
00:54:07Ey!
00:54:08Ey!
00:54:09Ey!
00:54:10Ey!
00:54:11Ey!
00:54:12Ey!
00:54:13Ey!
00:54:14Ey!
00:54:15Ey!
00:54:16Ey!
00:54:17Ey!
00:54:18Ey!
00:54:20Ey!
00:54:21Ey!
00:54:22Ey!
00:54:23Ey!
00:54:23Ey!
00:54:24Ey!
00:54:27Ey!
00:54:28Ey!
00:54:28Ey!
00:54:29Ey!
00:54:31Ey!
00:54:34Ey!
00:54:35Ey!
00:54:35der hier in der Gegend durch soll.
00:54:36Von Münster her.
00:54:38Ihr Bedorsten vermutlich.
00:54:39Ja, der war halt nach dem Dorf.
00:54:41Mit starker Bedeckung?
00:54:42Zeimlich, so um die 20 Dragoner waren es.
00:54:45Umso besser.
00:54:46Wenn die so viele Leute aufbieten,
00:54:48dann wird da wohl auch was zu bewachen sein.
00:54:49Ihr seid aber zu wenig.
00:54:51Hey, ich zähle allein für 20.
00:54:53Und außerdem haben wir göttlichen Beistand.
00:54:55Wenn's als Spott gemeint war,
00:54:57werde ich dich strafen gar nie mit.
00:54:59Schon gut, Jufviter.
00:55:00Ich meine das ernst.
00:55:05Ich kenn's dann durch.
00:55:06Lass das, ja?
00:55:09Wir sind hier zu Gast.
00:55:10Hier.
00:55:11Für deine Auskunft.
00:55:14Oh.
00:55:16Ich gebe es einen Dank auch.
00:55:18Wie viel ist es?
00:55:21Drei Reichstahler sind es.
00:55:23Ein guter Mensch.
00:55:25Und ganz schön schlau ist er auch noch.
00:55:26Wenn er die Bauern auf seiner Seite hat,
00:55:28dann zahlt sich das für ihn aus.
00:55:33Da!
00:55:33Die schwedische komme.
00:55:36Was?
00:55:37Wo?
00:55:49Halt!
00:55:50Der Weg geht links weiter.
00:55:52Also gut, Marsch!
00:55:58Wie lange wird's noch dauern bis Köln?
00:56:00Eineinhalb Tage.
00:56:01Ich wollte, wir wären dort.
00:56:04Warum?
00:56:04Ist doch alles glatt gegangen bisher.
00:56:07Bisschen zu glatt.
00:56:08Ach, unkönig, du alte Eule.
00:56:16Die werden nicht hier hochkommen.
00:56:18Aber die Straße führt doch in Bore hier herauf.
00:56:21Das wird ihnen bedenklich scheinen.
00:56:24Die werden dich durchs Feld behelfen.
00:56:26Auf die Gefahr, Stecke zu bleiben?
00:56:28Dann sind ihre ja genug, um die Wagen wieder rauszuziehen.
00:56:36Wir können ihn da unten bei ihrer Übermacht nicht an.
00:56:38Aber dann sind wir hier ja umsonst.
00:56:40Na?
00:56:40Es muss uns was einfallen, Springensfeld.
00:56:51Wenn wenigstens mal einer auf uns geschossen hätte.
00:56:54Oder am Pferd hätte sich den Hals gebrochen.
00:56:57Aber so glatt kann's nicht zu Ende gehen.
00:56:59Ich kenn mich aus.
00:57:02Ich bin bald 15 Jahre im Krieg.
00:57:03Halt!
00:57:05Was ist denn jetzt schon wieder los?
00:57:08Halt!
00:57:09Halt!
00:57:10Halt!
00:57:12Wir hatten doch erst Rast.
00:57:15Das Wäldchen da vorne gefällt ihm nicht.
00:57:21Jetzt kommt's doch an.
00:57:23Geht alle auf eure Posten.
00:57:25Gehen sie unherum durchs Feld?
00:57:27Oder kommen sie de Perthraut?
00:57:28Da, guck mal.
00:57:31Ich glaub, sie gehen unherum.
00:57:33Wir werden sie mit unseren Ochsen herlocken.
00:57:35Und zwar so, dass sie drauf reinfallen müssen.
00:57:37Und hier oben haben wir noch ein gutes Echo dazu.
00:57:40Also Kinder, haltet eure Musketen in Anschlag.
00:57:45Wenn sie übers Feld kommen,
00:57:46lasst sie kommen bis auf 20 Schritten
00:57:47und dann auf mein Kommando, feuert alle zugleich.
00:57:49Verstanden?
00:57:50Ja, ja.
00:57:53Aber die kommen hier doch nicht hoch.
00:57:54Warum besorgt die kommen?
00:57:55Der kann hexen.
00:57:57Warst du's nicht?
00:57:58Ach, was?
00:57:59Ich hab's von einem von den Stocknächte.
00:58:01Hätt schon brennen sollen.
00:58:02Aber nicht mal der Generalauditor
00:58:03hat sich gegen den was zu machen getraut.
00:58:05Ja, ja, ja.
00:58:15Das sind Ochsen, was?
00:58:18Das gibt's in der ganzen Gegend nicht mehr.
00:58:20Ist doch alles hier ausgeraubt.
00:58:22Hörst du's denn nicht?
00:58:23Diese Bauernlumpen haben mir wie in den Wald getrieben
00:58:26und versteckt.
00:58:28Mir gefällt das nicht.
00:58:30Das sind mindestens 20 Stück Vieh.
00:58:32In Dorsten sind sie völlig verhungert.
00:58:35Da wiegt man's uns mit Gold auf, Mann.
00:58:38Aber zuerst fress ich mich selber dran, Sam.
00:58:41Hör dir das an.
00:58:42Das ist Musik, was?
00:58:43Ich spür schon den Bratensaft,
00:58:45wie er mir's Maul runtertackt.
00:58:46Sollt alles hier geblieben.
00:58:47Was, was, was, was?
00:58:48Sollt man die da vorne haben?
00:58:49Und wir gehen dann reifen.
00:58:50Wir bleiben, sag ich.
00:58:53Wir bleiben.
00:58:54Sie kommen.
00:59:10Achtung.
00:59:13Legt an.
00:59:23Kommt nur alle hier her.
00:59:24Alle hier her.
00:59:27Zurück.
00:59:29Ihr seid dem Jescher von Soos
00:59:30in die Falle gegangen.
00:59:31Aber das hat doch keinen Sinn mehr, Herr Leutnant.
00:59:39Das sehen Sie doch.
00:59:40Hey!
00:59:41Geben Sie Ihren Säbel her.
00:59:43So.
00:59:44Unter von der Gold.
00:59:46Nehmen die Ihnen die Waffe ab.
00:59:47Und die Pistolen.
00:59:49Ja, gib schon her.
00:59:50Puh!
00:59:50Puh!
00:59:54Aufsetzen!
00:59:55Wir greifen die Wagen.
00:59:57Hör ich.
00:59:58Aufsetzen!
01:00:00Gib uns deinen göttlichen Segen, Jupiter.
01:00:01Er geht durch.
01:00:04Der Jäger von Soos.
01:00:11Und der Falle fangen.
01:00:16Aber wenn ihr seid gefangen,
01:00:18steilt euch an die Wagen.
01:00:20Es ist der Geschenblanke.
01:00:22Er wird's bald.
01:00:23Segenblanke.
01:00:31Segenblanke.
01:00:32Holländische Tücher.
01:00:34Ein Pass mal war's hier.
01:00:36Aufhören!
01:00:37Lass doch mal neu gucken.
01:00:39Aufhören!
01:00:39Dazu später Zeit.
01:00:42Wie viele sind gefangen?
01:00:45Hey!
01:00:45Wie viele sind gefangen?
01:00:47Außer dem Leutnant?
01:00:47Fünf.
01:00:49Drei oder vier sind uns also entkommen.
01:00:51Wenn wir nicht machen,
01:00:52dass wir weiterkommen,
01:00:53dann hätten sie uns
01:00:54die Dorfener Garnison auf den Hals.
01:00:55Also!
01:00:56Hulat da auf,
01:00:56setzen uns ab!
01:00:57Sindlex,
01:00:58in dem Wache,
01:00:59da ist die Regimentskasse drin.
01:01:00Behalt sie im Auge.
01:01:01Ich hab's ja gleich gesagt.
01:01:03Wegen nichts reiten die nicht
01:01:03mit so starker Bedeckung.
01:01:06Jetzt seht euch das an!
01:01:15Brav!
01:01:16Brav!
01:01:16Wirklich brav, Jäger!
01:01:18Und ohne eigene Verluste.
01:01:20Die merkt's nach Wien.
01:01:22Die Regimentskasse abladen lassen,
01:01:25die kommt auf mein Zimmer.
01:01:28Ich muss drauf aufpassen,
01:01:30damit nichts wegkommt.
01:01:31Schreien's auf,
01:01:32Major Kienbach,
01:01:32wenn ein Fehnlein frei wird,
01:01:34dann soll's der Jäger kriegen.
01:01:36Juhu!
01:01:38In der Nähe von Dorsten war's,
01:01:40sagst du?
01:01:41Ja!
01:01:42Etwa drei Meilen weg.
01:01:43So, so.
01:01:44So.
01:01:44Und du warst nicht irgendwo
01:01:45bei Lippstadt?
01:01:46Keine Spur.
01:01:48Kurios,
01:01:48weil man hat mir gemeldet,
01:01:50du hast gestern bei Lippstadt
01:01:51zwei Bauern gefoltert
01:01:54und das Geld.
01:01:55Ich?
01:01:56Ja.
01:01:57Bin froh,
01:01:58wenn's ein Irrtum ist,
01:01:59weil ich hätt dich strafen müssen.
01:02:02Sowas ist gegen die Ordnung,
01:02:04wenn's ein Soldat von sich aus tut.
01:02:06Beim Offizier ist das was anderes,
01:02:08weil der hat einen Blick fürs Ganze drum.
01:02:13Muss ja auch aufwendiger Leben
01:02:14und so braucht er auch mehr.
01:02:17Schaut aus, als hat's Vollbeer.
01:02:18Ja, die ist verflucht schwer.
01:02:20Ja, wirklich.
01:02:21Ich muss sagen,
01:02:21das hast du sehr, sehr brav gemacht.
01:02:25Äh, gar keine preziosen sonst dabei.
01:02:29Ketten, Ringe, Geschmeide.
01:02:32Bis jetzt hat man nix gefunden.
01:02:34Wenn jemand was findet,
01:02:35das ist für'n Stab.
01:02:36Natürlich.
01:02:36Seide.
01:02:37Ah, Seide.
01:02:42Holländische Schein.
01:02:43Ja, die haben gute Sachen.
01:02:46Das ist nun denen ihre viel gepriesene evangelische Einfachheit.
01:02:51Kommt auch zu mir in die Kiste.
01:02:55Ich erlaub euch,
01:02:56dass ihr den Malwazier sauft.
01:02:59Ich mag ihn nicht, mir ist er jetzt hier's.
01:03:02Ich geb da was ab von der Seite.
01:03:04Weißt du, wenn sich jeder was runterschneidet,
01:03:06dann hat am Ende keiner was.
01:03:08Und was ist mit den Gefangenen?
01:03:10Werden ausgetauscht gegen Lösegeld.
01:03:12Das kommt dann auch in die Regimentskasse.
01:03:14Man muss auch einmal fürs Ganze was tun.
01:03:17Den da.
01:03:19Den schenke ich dir,
01:03:21damit du auch was hast.
01:03:25So, wenn der Krieg alle Tag wäre,
01:03:26möchte man vom Frieden überhaupt nix mehr hören.
01:03:29Was?
01:03:34Sautherrlich.
01:03:36Die werden ihn schon bescheißen.
01:03:38Wenn's dunkel wird,
01:03:41kriegt jeder von euch seinen Teil.
01:03:42Gut, aber Maul halt.
01:03:43Ja.
01:03:45Komm, edler Gott.
01:03:49Ich wette, du hast höchst irdische Schwielen am Arsch.
01:03:56Da hatte ich nun also meinen eigenen Lachen,
01:03:59wo ich vor kurzem noch selbst als ein solcher gegangen war.
01:04:03Hey, Jupiter.
01:04:05Du wolltest die Menschheit bestrafen.
01:04:07Als man dich getroffen habe, hm?
01:04:08Na ja.
01:04:10Aber womit?
01:04:12Schickt man Krieg,
01:04:13so ist Kern wie euch doch nur recht.
01:04:16Eine Hungersnot
01:04:17ist ein wahres Fest
01:04:19für die Buchhörer nämlich.
01:04:21Und schickt man ein großes Sterben,
01:04:23so kitzelt man bloß die gierigen Erden damit.
01:04:26Woran du siehst, unser einzig.
01:04:28Was ein Gott ist
01:04:29und viel beneidet,
01:04:30hat es auch nicht leicht.
01:04:32Ist der mal was hier schon aus?
01:04:34Ja, Herr.
01:04:35So hol neun.
01:04:36Ja, Herr.
01:04:36Und er sagt sogar Herr zu mir.
01:04:40Wer hätte das gedacht,
01:04:41nun längst,
01:04:42als mir die Buben nachliefen,
01:04:43um mich zur Hure zu machen.
01:04:46Halt!
01:04:47Wer bei mir Wein trinken will,
01:04:48muss vorher bezahlen.
01:04:52Warum?
01:04:54Ihr werdet euch hier besaufen
01:04:56und auf einmal nehmt ihr Reis aus.
01:04:58Das käme ich.
01:04:58Komm mal her, Schatz.
01:05:00Da bin ich.
01:05:02Ich zahle dich gleich Bar.
01:05:03Da grünerst du hier in die Zunge gebissen.
01:05:12Wenn du sie in deinem eigenen Maul behalten hättest,
01:05:15wäre es nicht passiert.
01:05:18Nein.
01:05:19Nicht, dass ich was gegen dich habe,
01:05:20ihr Gärchen.
01:05:21Und wenn ich einen freien Tag habe,
01:05:24dann könnte ich dir etwas lernen.
01:05:26Und sogar umsonst.
01:05:28Aber jetzt will ich meine Achtung Garten haben.
01:05:32Na, komm.
01:05:33Hoppla.
01:05:35Eckfall.
01:05:38Bitte.
01:05:39Oh, äh.
01:05:41Na, holst du mir Wein.
01:05:43Ja, Herr.
01:05:43Ja, Herr.
01:05:43Ja, Herr.
01:05:45Der Frieden ist eine schöne Sache.
01:06:01Wie alle schönen Sachen.
01:06:04Wie alle schönen Sachen leicht zu tun.
01:06:07Für einen Jupiter.
01:06:10Aber die Menschen denken und glauben zu verschieden dafür.
01:06:12Ach, diese Religionen.
01:06:13Nur eine davon kann wahr sein.
01:06:16Weshalb nicht die anderen abschaffen.
01:06:17Sofort wäre alles gut.
01:06:19Na eben, dass man das versucht,
01:06:20das macht doch den Krieg.
01:06:22Durch Vernunft.
01:06:23Durch unwiderlegliche Beweise
01:06:25muss man's tun.
01:06:26Nicht mit Gewalt.
01:06:28Oh, nach erfolgter Einigkeit
01:06:29werde ich ein großes Jubelfest anstellen.
01:06:33Den geläuterten Glauben an allen Ecken verkünden.
01:06:36Und alle werden glücklich sein.
01:06:38Und wenn einer so boshaft ist
01:06:40und glaubt trotzdem noch dagegen?
01:06:41So soll ihn der Teufel holen.
01:06:43Der wird gerädert und aufgehängt.
01:06:46Oh, Jupiter.
01:06:48Deine olympische Weisheit
01:06:49ist gerade so töricht wie die aller Welt.
01:06:53Oh, guck dich das an.
01:06:55Du vermalledeiter Jäger, du.
01:06:59Hockst du einfach da
01:07:00und versaufst am Bauern ihr Blut.
01:07:02Was?
01:07:03Was ist denn los?
01:07:03Wovon rennt der Kerl?
01:07:05Wovon ich red, wovon ich red.
01:07:07Von Lipsat,
01:07:08wo er meinen Schwager halb hingemacht hat.
01:07:10Ich mach dich gleich ganz hin, du.
01:07:12Ich war nicht in Lippstadt.
01:07:14Ach.
01:07:15Und vorige Woche in Berndorf,
01:07:17da bist du wohl auch nicht gewesen, was?
01:07:19Allerdings nicht.
01:07:20Letzte Woche war ich jeden Tag hier.
01:07:22Und die Berndorfer Mühle abgebrannt
01:07:24und das Müllers Weib geschändet,
01:07:25das hat dann das Jägers Geist getan.
01:07:28Pfeu Teufel.
01:07:30Aber lass du dich bloß nicht mehr
01:07:31auf den Dörfern blicken
01:07:32und kommst du doch voll ins Ohrloch
01:07:34und das Sauf und sein City nie mehr.
01:07:35Schlöscher, stimmt nicht.
01:07:36Soll ich eben den Buckel verhauen?
01:07:37Nein, nein, nein, nein, lass mal.
01:07:39Ja.
01:07:40Das ist komisch,
01:07:41der Oberst hat gestern auch schon sowas gesagt.
01:07:43Ey!
01:07:44Lass mich in Ruhe.
01:07:45Du, Bauer!
01:07:47Hast du den gesehen,
01:07:48den von Berndorf?
01:07:49Gott sei Dank nicht,
01:07:50aber in Lippstadt,
01:07:51da bin ich dabei gewesen.
01:07:52Das hat mich erreicht.
01:07:53Und, der Jäger,
01:07:54wie sah er aus?
01:07:55Er sieht ganz genauso aus wie du.
01:07:57Guck im Spiegel,
01:07:58dann kannst du ihn sehen.
01:07:59Der Jäger von Soest bin ich
01:08:07und sonst keiner.
01:08:08Recht, was?
01:08:10Ja, glaubst mich,
01:08:12ärgert's nicht.
01:08:13Schon deshalb,
01:08:14weil meine Einnahmen
01:08:14nicht mehr kleiner werden,
01:08:15seit der Kerl sein Unwesen treibt.
01:08:17Ich merk's,
01:08:18aber was kann ich tun?
01:08:20Wenn Sie ihm das Handwerk
01:08:21nicht legen können,
01:08:22wer kann's dann?
01:08:22Nein, dann,
01:08:23mein der liebe Gott.
01:08:25Ich versteh schon.
01:08:27Es ist,
01:08:27weil der Kerl
01:08:28von den Dragonern
01:08:28in Werle ist
01:08:29und der Oberst von Werle
01:08:30ist Ihr Freund.
01:08:31Freundschaft ist was Edles.
01:08:33Der Oberst Bartholomein
01:08:35in Werle ist ein Trottel,
01:08:36aber er ist in Wien
01:08:37gut angeschrieben.
01:08:38Na, jetzt sei gescheit.
01:08:40Ich hab's ihm je gesagt,
01:08:41er soll den falschen Jäger
01:08:42verwarnen.
01:08:43Abstehen soll er's!
01:08:45Er mag aber nicht,
01:08:47weil der Kerl
01:08:49schafft ihm zu viel Beute herbei.
01:08:51Und ich komme
01:08:52in einem miserablen
01:08:53Ruflandaufland ab.
01:08:55Kein Bauer
01:08:56will mir mehr helfen.
01:08:57Ab heute,
01:09:00Herr Oberst,
01:09:01geh ich nicht mehr auf Patty.
01:09:02Hoppla!
01:09:03Und wenn ich
01:09:04als dein Oberst
01:09:05dir befehle?
01:09:07Pardon,
01:09:07Herr Oberst,
01:09:09wenn ich Partie führe,
01:09:11dann mach ich's aus Spaß
01:09:11und nicht,
01:09:12weil ich schuldig wär.
01:09:13Ich bin kein Offizier.
01:09:14So, meinst?
01:09:16Ich lass mich
01:09:16wache schieben,
01:09:17bis du schwarz wirst, Kerl.
01:09:18Ja!
01:09:19Dann bin ich drum.
01:09:21Und wenn möglich,
01:09:22in Richtung Werle.
01:09:23Denn wenn der Oberst Bartholomein
01:09:24die Doppelgänge rein und aufheb,
01:09:25dann mach's mir selbst.
01:09:27Pst, pst, pst, pst, pst,
01:09:28still bist.
01:09:30Davon hab ich
01:09:31überhaupt nichts klärt.
01:09:33Zu Befehl aufpassen.
01:09:38Das versteht sie doch von selbst.
01:09:41Ey!
01:09:41Sorry, Jäger.
01:09:42Servus.
01:10:00Herr Oberst,
01:10:01haben wir Fohlen?
01:10:06Endlich!
01:10:06Du hast ein fettiges Maulkerl.
01:10:10Du hast ein Hühnchen, Herr Oberst.
01:10:12Bloß ein.
01:10:13Mhm.
01:10:14Und das meiste
01:10:15hab ich meinen Quartiersleuten geschenkt.
01:10:16Quartiersleuten.
01:10:17Verfressen bist und faul.
01:10:18Aber ich...
01:10:18Kusch!
01:10:20Wozu glaubst du,
01:10:21hab ich dich in Schutz genommen
01:10:22gegen den Oberst Zwirnbeiß aus Soest,
01:10:24obwohl der mein Freund ist?
01:10:25Ich wär ihm den Gefallen schuldig.
01:10:26Und du gehst auf Partie
01:10:27und bringst ein lumpiges Huhn.
01:10:29Herr Oberst,
01:10:29es sind drei gewesen.
01:10:32Drei.
01:10:34Nur drei.
01:10:35Und wenn du sie allein frisst,
01:10:37was hab ich davon?
01:10:38Ja, eins hab ich einer armen Frau geschenkt
01:10:40für...
01:10:41für...
01:10:43Kusch!
01:10:45Weißt du,
01:10:45was der echte Jäger von Soest
01:10:47neulich gebracht hat?
01:10:48Dem Zwirnbeiß
01:10:49eine Regimentskasse.
01:10:52Und dabei
01:10:53war der Zwirnbeiß
01:10:54sein Lebtagent Trottl.
01:10:56Der ist nicht verdient.
01:10:58Aber ich muss es wissen,
01:10:59weil wir sind sehr intim.
01:11:01Ich hab auch schon
01:11:01nach einer Kasse gesucht, Herr Oberst.
01:11:03Aber was tun,
01:11:04wenn man keine findet?
01:11:04Und mittlerweile
01:11:05verrecklich verhungere ich
01:11:06und der ganze Staat.
01:11:07Weißt, was das ist?
01:11:10Sabotage!
01:11:12Hochverrat!
01:11:13Weil haben schon
01:11:14die Offiziere nichts mehr?
01:11:15Dann pfeift der Krieg
01:11:16aus dem letzten Loch.
01:11:18Und was soll das Militär anfangen
01:11:19ohne Krieg?
01:11:20Ich werd schon irgendwas
01:11:21beschaffen, Herr Oberst.
01:11:22Doch Sie lassen so...
01:11:22Darum möchte ich auch gebeten haben.
01:11:24Aber nicht bloß drei Hühner.
01:11:26Sonst fliegst du ins Loch.
01:11:28Zu Befehl, Herr Oberst.
01:11:29Dramatisch.
01:11:31Dramatisch.
01:11:33Untertitelung. BR 2018
01:12:03Hey, lass mein Pferd los, Kerl.
01:12:14Wie ich merke, bin ich richtig. Ich habe den berühmten Jäger gesucht.
01:12:19Zu was? Du hast wohl Lust auf Prügel.
01:12:20Nein, nein, nein. Ich bin Reitknecht, Herr Jäger.
01:12:27Das Quartiersitzen wurde mir langweilig.
01:12:29Da habe ich gedacht, es ist nur einer im Regiment, bei dem sich was tut.
01:12:33Ich habe schon Brallknechte, mein Gott. Ich brauche keinen mehr.
01:12:38Jetzt gehen wir auf eine Probe an.
01:12:39Ich bin gut in der Gegend bekannt. Ich kenne jeden Weg und Steg hier.
01:12:44Ich könnte dem Herrn manchen Vorschlag machen, wo es viel Beute gibt.
01:12:49Zum Beispiel?
01:12:51Da ist eine Schäferei, wo es ein Dutzend fetter Hamel hat.
01:12:55Was? Hier in der Gegend?
01:12:56Ja, nur drei oder vier Meilen weg.
01:12:57Gut versteckt. Das hat sie noch niemand gefunden.
01:13:00Die Sache käme mir keineswegs ungelegen.
01:13:03Wie heißt du?
01:13:04Christian.
01:13:06Machen wir also die Probe.
01:13:08Aber wenn ich nicht zufrieden bin, dann kannst du was erleben.
01:13:12Hey, verstanden?
01:13:14Der Herr wird sich gut bedient sehen.
01:13:15Wie sich's für den Jäger von Soest gebührt.
01:13:17Wenn ich jetzt euch sag, ich kenne ihn gut.
01:13:35Richtig gut kenne ich ihn.
01:13:36Vor drei Wochen erst hat er uns was geschenkt.
01:13:38Drei Reichstahler.
01:13:39Aber der Kerl von Lippstahler hat ausgesehen.
01:13:41Kannst du den Jäger da?
01:13:42Ja, das ist es doch gerade, dass er sich absichtlich so herricht, als ob er ich wär.
01:13:47Kannst du uns das beweisen?
01:13:49Deswegen bin ich ja hier.
01:13:50Der Lumpf will sich heute Nacht über deine Schäferei hermachen.
01:13:53Was?
01:13:54Dann muss ich dich sagen.
01:13:56Das tut doch keinen Fall.
01:13:58Spring ins Feld und ein paar von den Unsrigen werden auf der Lauer liegen und ihr verbergt euch hierherum.
01:14:02Ich lock den Lumpen hierher.
01:14:04Dann werde ich euch beweisen, was das für einer ist.
01:14:06Und dann legen wir ihm das Handwerk.
01:14:07Ja.
01:14:08Gut so.
01:14:10Donut.
01:14:10Und wenn mit meiner Hand es doch noch was geschieht?
01:14:12Sie sind mein Ein- und Alles, der Hammels.
01:14:14In dem Fall ersetze ich sie dir.
01:14:16Hey!
01:14:16Das kannst du ihm glauben.
01:14:18Hey!
01:14:20Hey!
01:14:21Hey!
01:14:22Wir bringen die Dressflägel mit.
01:14:23Und die Sinsen.
01:14:32Wo ist die Schäferei?
01:14:33Na, das da.
01:14:34Die Scheune da?
01:14:35Ja.
01:14:36Komm.
01:14:36Komm.
01:14:42Da ist ein großes Brett.
01:14:50Hier?
01:14:50Ja.
01:14:51Du kommst doch.
01:14:53Sch.
01:14:53Sch.
01:14:53Sch.
01:14:53Sch.
01:14:57Los, du kriegst schon rein.
01:14:58Wieso ich?
01:14:59Das Quartier sitzen war dir langweilig.
01:15:01Jetzt hast du deinen Spaß.
01:15:02Und wenn drin jemand aufpasst?
01:15:03Was?
01:15:04Du lockst mich wohin, wo mir vielleicht jemand aufpasst?
01:15:06Das kann überall sein.
01:15:08Man kann es ausprobieren.
01:15:15Die Luft ist rein.
01:15:17Na?
01:15:18Dann los rein.
01:15:19Was suchst du hier, Kerl?
01:15:33Das frag ich dich.
01:15:35Wer ist Volks?
01:15:37Kaiserlich.
01:15:38Kaiserlich bin ich auch.
01:15:40Was für ein Regiment?
01:15:41Aus Soest.
01:15:42Ohne einen Greenrock?
01:15:43Ja, schau mich nur gut an.
01:15:45Der Jescher von Soest.
01:15:47Also, leg dich nicht mit mir an.
01:15:49Du weißt, der Jäger versteht keinen Spaß.
01:15:51Gewiss doch.
01:15:53Ich werde mich wieder.
01:15:55Und was suchst du hier?
01:15:58Es hat fetter Hammel da.
01:15:59Die sind nicht für dich.
01:16:00Aber ich war als Erster hier.
01:16:01Kusch den!
01:16:06Christian!
01:16:07Christian!
01:16:09Mein Knecht ist davon gelaufen.
01:16:11Dem würde ich es einbläuen.
01:16:14Gut, wenn es mehr sind, als ich allein treiben kann, kriegst du den Rest.
01:16:18In Ordnung.
01:16:22Was ist?
01:16:23Man hat uns gehört.
01:16:24Verdammt!
01:16:25Was sucht ihr da in meinem Stall?
01:16:27Bleib stehen!
01:16:30Guck mal an, der hat keinen Däger bei sich.
01:16:32Ich brauch keinen.
01:16:33Ich schlag euch doch so in die Flucht.
01:16:35Nehmt den Mund ziemlich wohl, warte.
01:16:36Seht euch vor.
01:16:37Merkt ihr denn nicht, wer das ist?
01:16:38Wer denn?
01:16:38Der Jäger.
01:16:39Der, der Jäger?
01:16:40Ja.
01:16:40Das ist wirklich mit der Jägerhut.
01:16:43Ja, ich bin der Jäger.
01:16:44Also verschwindet hier.
01:16:46Was?
01:16:46Der berühmte Jäger von Soest ist das?
01:16:49Welcher wohl sonst?
01:16:50Was ist das denn für ein?
01:16:51Christian!
01:16:56Simplicius Simplicissimus.
01:16:58Der echte Jäger von Soest.
01:17:03Tja, ich gehöre auch zum Komplott.
01:17:06Hey!
01:17:07Ach, der Kerl, der war mir zur Haare.
01:17:11Rechtfertige dich.
01:17:13Was gibt's da zu rechtfertigen?
01:17:15Wo steht geschrieben, dass ich mich nicht leiden kann, wie ich will?
01:17:17Hier steht's.
01:17:18Du hast zu Berndorf das Weib des Müllers geschildert.
01:17:21Und meine Frage hast du halb zu tot gemacht in Lipps da drüben, du Hund, du.
01:17:24Das war nicht ich, ihr warst.
01:17:27Darauf hab ich gewartet.
01:17:28Kein Gedöns.
01:17:30Flachidot und...
01:17:31Zurück!
01:17:31Zurück, sag ich.
01:17:33Das dürfte nicht.
01:17:34Er ist Soldat.
01:17:35Er ist ein Mörder.
01:17:37Das ist egal.
01:17:38Das würde euch teuer zu stehen kommen.
01:17:39Außerdem, er gehört mir.
01:17:43Du wirst dich auf Soldatenmanier mit mir messen, Kerl.
01:17:46Auf Leben und Tod.
01:17:48Nein!
01:17:49Guck, das Schwein hat Schieß.
01:17:52Alle Welt weiß, dass er hexen kann.
01:17:54Ich bin Soldat.
01:17:56Dann verhalte ich auch wie einer.
01:17:58Eben, das tue ich.
01:17:59Duelle sind uns verboten, bei Todesstrafe.
01:18:01Ihr beide wisst es, also gehorcht auch.
01:18:04Verlose ist er dagegen immer sehr tapfer gewesen.
01:18:06Ein ehrloses Sau ist das.
01:18:09Nun gut, wenn er ehrlos ist, so wollen wir ihn auch danach behandeln.
01:18:13Er hat mir alle in meiner Handel stehlen wollen.
01:18:16Hier sind sie.
01:18:18Wenn er sie so liebt, soll er ihnen mit der Zunge doch das Arschloch putzen.
01:18:23Aber fein sauber, Kerl.
01:18:25Ja.
01:18:26Los ist der Brauch mit den Ehrlosen.
01:18:28Hast du das nicht gewusst?
01:18:29Kommt, mach deinen Kreis.
01:18:34Halt deine Fackel rein.
01:18:35Zieh das Stroh an.
01:18:41Höher als Feuer.
01:18:42Na, bring Holz bei.
01:18:44Wir brauchen noch mehr Licht.
01:18:45Kommt.
01:18:46...
01:18:47demanden
01:18:50...
01:18:51...
01:18:59...
01:19:02...
01:19:02Das ist so gut!
01:19:21Alle!
01:19:32Ja, du haben den Jäger. Genug gespielt.
01:19:46Alle?
01:19:46Zum Fechten lernen hättest du Zeit gehabt, bevor du den Jäger gemacht bist.
01:19:50Jetzt wird's ernst.
01:19:53Versteh's?
01:19:53Hint!
01:19:59Na komm!
01:20:02Hint!
01:20:02Geh auf!
01:20:15Fresse!
01:20:18Bleib stehen, du Feigling!
01:20:26Fresse!
01:20:29Los, los, steh auf!
01:20:30Hopp!
01:20:31Steh auf, komm hoch, du Lump, es ist noch nicht vorbei.
01:20:35Hint auf!
01:20:36Weiter, es geht bis zur Abfuhr.
01:20:38Na, was ist?
01:20:40Soll ich dich ohne Gegenwehr abstechen wie eine Sau?
01:20:43Na, was ist?
01:20:47Also gut.
01:20:47Ihr könnt die Hammel haben.
01:20:49Wir können die Hammel haben!
01:20:51Ha, ha, ha, ha, ha!
01:20:53Herr Rumormeister!
01:20:56Waffen nieder!
01:20:57Im Namen des Obers!
01:20:58Die Duellanten sind arretiert!
01:21:04Macht keine Dummheiten!
01:21:07Waffen abgeben!
01:21:13Abführen!
01:21:13Bringen Sie zum obersten Bartholomé!
01:21:17Vorwärts!
01:21:18Marsch!
01:21:22Nach Werle!
01:21:31Servus, Bartholomé!
01:21:32Das ist eine Überraschung!
01:21:36Der alte Zwirnweiss höchstpersönlich!
01:21:41Du alter Schlawiner, du!
01:21:44Ach, du!
01:21:47Was kann ich für dich tun, ne?
01:21:50Du weißt das eh.
01:21:52Ach, schon wieder wegen dem Jäger.
01:21:55Zwirnweiss, ich bitte dich.
01:21:58Ich hab gedacht, dass es ausgerett war.
01:22:01Magst du was?
01:22:01Danke.
01:22:03Du warst langs Kampf für mich selber, aber...
01:22:05Na, setz dir wenigstens her.
01:22:09Wir...
01:22:10Wir sind doch Freunde.
01:22:12Na doch, oh!
01:22:16Er ist doch ein so verdienstvoller Soldat.
01:22:19Das wär doch schade um ihn.
01:22:21Ja, ich weiß.
01:22:22Ich weiß, es tut mir auch leid.
01:22:25Ich hab das Duellverbot überall austrommeln lassen.
01:22:27Wenn ich jetzt einen Rückzieher mach, sag selber, wie steh ich dann da?
01:22:30Ja, deinen nachgemachten Jäger hast du ja auch laufen lassen.
01:22:33Das ist doch ganz etwas anderes.
01:22:35Denn er wollte sich ja nicht duellieren mit deinem.
01:22:37Na, geh.
01:22:39Ich hab nur die halben Einnahmen mehr.
01:22:42Seit mein Jäger sitzt, ja.
01:22:44Na komm.
01:22:47Sei zufrieden.
01:22:48Er ist eh die längste Zeit gesessen.
01:22:49Ich hab ja gewusst, dass ich mich auf dich verlassen kann.
01:22:57Ich fürchte, dass dir jetzt ein Irrtum vorliegt, lieber Zwirnbeiß.
01:23:01Er wird nur aus dem einen Grund nicht mehr lang sitzen, weil er bald hinkt.
01:23:06Na, das lässt.
01:23:07Das kannst du nicht tun.
01:23:09Ich muss.
01:23:10Was soll ich wohl anderes tun?
01:23:12Ich muss Kriegszucht halten.
01:23:13Aber wir sind doch Freunde.
01:23:15Ja, du sagst es.
01:23:18Und grad deswegen muss ich extra hart sein.
01:23:21Es möge sonst heißen, ich treibe Korruption.
01:23:24Na ja, so genau musst du's nicht nehmen.
01:23:27Na.
01:23:30Ich nehm's sonst auch nicht.
01:23:33So genau.
01:23:34Aber in diesem Fall, weil ich dich nicht schmecken kann.
01:23:41Ja, und ich?
01:23:42Ich hab dich immer schon direkt dick gehabt.
01:23:44Aber das tut nix.
01:23:45Wir sind doch trotzdem Freunde.
01:23:47Ja.
01:23:48Wir werden's bleiben.
01:23:50Ja.
01:23:51Magst du denn wirklich nix?
01:23:52Doch, jetzt esse ich grad extra was.
01:23:54Aber es ist ja nix mehr da.
01:23:55Hm.
01:23:56Schaut, dass nix mehr da ist.
01:23:57Was kommst denn jetzt?
01:23:58Du hättest das eher sagen müssen.
01:23:59Bringen Sie das Urteil gegen den Jäger.
01:24:06Jawohl.
01:24:07Und eine Feder.
01:24:10Seid's bei uns nur mehr so wenig zum Essen gibt,
01:24:13dann mach ich die Todesurteile halt immer nach Tisch.
01:24:17Sie ersetzen mir das Dessert.
01:24:19Armer Simplex.
01:24:30Hochmut kommt vor dem Fall.
01:24:32Und dieser Fall aus der stolzen Höhe des Jägers
01:24:34bricht dir's Genick.
01:24:42Sei guten Mut, Skanymed.
01:24:44Es kann hier nichts geschehen.
01:24:45Geh weg, Jupiter.
01:24:47Er ist nicht nach Nahheiten zumuten.
01:24:48Hast du Angst?
01:24:49Hm.
01:24:51Kunstgemeine.
01:24:52Du bist ein Halbgott.
01:24:54Du bist unsterblich.
01:24:55Komm, komm, komm, komm,
01:24:56wägt da.
01:24:57Los.
01:24:58Oder ich mach dir Beine.
01:25:04Ich muss dir nix dabei denken.
01:25:06Ist rasch vorbei, Wolf.
01:25:08Ich versteh mein Geschäft.
01:25:10Du bist der 73.
01:25:12Und es hat sich noch keiner hinterher beschwert.
01:25:14Ist der besagte Simplicius Simplicissimus
01:25:17durch den Strang vom Leben zum Tode zu befördern.
01:25:19Lieber Gott, sieh, Papa.
01:25:23Halt!
01:25:25Halt!
01:25:29Im Namen des Generalfeldzeugmeisters.
01:25:32Die Hinrichtung wird ausgesetzt.
01:25:33Die Hinrichtung wird ausgesetzt.
01:25:35Halt!
01:25:37Ein Befehl des Generalfeldzeugmeisters.
01:25:39Die Hinrichtung des Dragones Simplicius Simplicissimus
01:25:42wird ausgesetzt.
01:25:43Deliquent ist beeindruckt.
01:25:45Halt!
01:25:46Jetzt wird er vor lauter Leben, Freunde.
01:25:50Nicht noch was selber erhängt.
01:26:13Ich weiß, Herr Job.
01:26:25Ich bin mich gedauert.
01:26:26Untertitelung des ZDF, 2020
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