- vor 7 Monaten
Zwei älteren Frauen, Fotografin die eine, deren „Mädchen für alles“ die andere, haben Wert- und Moralvorstellungen die aus einer vergangenen Zeit stammen. Daraus erwächst ein Konflikt, der zur tragischen Zerstörung einer Existenz, zu Steuerunterschlagung und Mord führt. (Text: SFB)
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00:00:00Musik
00:00:30Hallo? Ich möchte einen Einbruchdiebstahl anzeigen.
00:00:52Es ist eine spätgotische Heiligenfigur, die anders hält tritt. Eine spätere Kopie zwar, aber nicht ganz wertlos.
00:01:04Vermissen Sie außerdem noch andere Gegenstände?
00:01:07Nein, ich müsste erst mal gründlich nachsehen.
00:01:10Wer hat noch Zutritt zur Wohnung?
00:01:12Mein Freund, Müller-Salchow, der Sänger vom Operntheater.
00:01:16Er hat während meiner Abwesenheit die Blumen versorgt.
00:01:19Weiß Ihr Freund, dass bei Ihnen eingebrochen wurde?
00:01:26Er war telefonisch nicht zu erreichen, aber ich glaube kaum.
00:01:31Er hätte Sie doch sofort benachrichtigt, weil er denkt, ich bin noch für ein halbes Jahr auf Auslandsmontage.
00:01:37Aber jetzt bin ich halt eher zurück.
00:01:40Und dass Ihr Freund diese Skulptur an sich genommen hat?
00:01:44Nein, niemals. Also ganz bestimmt nicht.
00:01:47Für den lege ich meine Hand ins Feuer.
00:01:52Es tut mir leid, dass Sie so für nichts und wieder nichts bemüht wurden.
00:01:57Naja, ich kann mir schon vorstellen, wie das ist, nicht wahr?
00:01:59Man kommt nach Hause und vermisst seinen Rubens.
00:02:03Der Rubens?
00:02:04Sollte ein Scherz sein.
00:02:05Naja, ich dachte mir, nimmst die kleine Heilige mit nach Hause, damit sie besonders in Sicherheit ist.
00:02:11Und wo befindet sich die Skulptur jetzt?
00:02:13Na, bei mir zu Hause.
00:02:14Ach, Sie entschuldigen, ich, ich muss, mein Intendant erwartet mich.
00:02:18Zu Hause läuft heute eine Fernsehsendung mit mir.
00:02:22Also, Sie können sich darauf verlassen.
00:02:24Spätestens morgen früh hat mein Freund die Skulptur wieder.
00:02:27Ehrenwort.
00:02:27Ich weiß, dass Sie mir helfen können.
00:02:32Auch das geht.
00:02:35Jetzt hätte ich mich auch nicht an Sie gewendet.
00:02:38Welche, mein Herr?
00:02:40Als alleinstehende Frau.
00:02:42Das war's.
00:02:45Dankeschön.
00:02:48Sagen wir in zehn Tagen?
00:02:50Es ist sehr dringend.
00:02:52Gut.
00:02:53Holen Sie die Bilder in einer Woche.
00:02:55Ich bin in einer sehr schlimmen Lage und die Frau Kettner sagte mir...
00:03:00Frau Kettner?
00:03:03Es geht um meine Existenz, Frau Kurte.
00:03:09Bitte setzen Sie sich.
00:03:10Dankeschön.
00:03:13Draußen hätte ich da noch ein Beluzistan-Teppich.
00:03:19Ich will Ihnen nicht verhehlen, Herr Ruppert, dass ich bei dieser Aktion gewisse Zweifel hege.
00:03:27Aber ich gebe Ihnen die 20.000 für den Zinsfuß von 5%.
00:03:34Versteht sich über eine Option.
00:03:39Darüber hinaus wäre ich nicht böse.
00:03:42Sie überschreiben mir für den Fall, dass Sie am 31. Oktober...
00:03:48Oktober nicht zahlungsfähig sind, einen Beluzistan-Teppich und eine goldene Doppelkapsel-Uhr.
00:04:00Nur eine Sicherheitsmaßnahme.
00:04:02Nur eine Sicherheitsmaßnahme.
00:04:09Ja?
00:04:10Ja?
00:04:12Hilf mir mal.
00:04:13Ach, das spannt ja so.
00:04:18Hast du wieder zugenommen?
00:04:20Ach Quatsch, das ist in der Reinigung eingelaufen.
00:04:22Immer wieder fällst du drauf rein.
00:04:25Na klar, lernst du, dass denn die Feldblumen passen doch nicht zu diesem Anlass.
00:04:43Schau dir denn nicht.
00:04:45Hauptsache ich was brauche, was ich dir mache.
00:04:50Das ist eine Frage des Stils.
00:04:52Warte, guck mal.
00:04:57Unser Müller-Salto ist im Fernsehen.
00:05:00Hoffentlich bringt er auch anständig was dafür bezahlt.
00:05:03Du denkst immer nur ans Geld.
00:05:06Die finden einfach wunderbar.
00:05:15Du bist.
00:05:21Kommt, heilig.
00:05:22Sie werden gleich da sein.
00:05:35Übrigens, Wölfin, das ist ganz egal, wovon er ist.
00:05:38Das ist sowieso am liebsten in der Küche.
00:05:40Sag mal.
00:05:41Hat er dir was über sie erzählt?
00:05:44Nee.
00:05:45Komm, komm, komm, verstehe dich nicht.
00:05:46Da ist doch sonst das Gras wachsen.
00:05:48Er hat nur gesagt, dass er sie liebt.
00:05:51Liebe.
00:05:52In zehn Jahren streiten Sie sich, wer welches Wischtum mit in die Ehe gebracht hat.
00:05:56Ich bin jedenfalls sehr froh, dass er endlich die passende gefunden hat.
00:06:00Passende.
00:06:00Bei deinem Erfahrung, Schatz.
00:06:12Du hör mal, ich bin immerhin verlobt gewesen.
00:06:15Ich könnte heute selber Kinder haben.
00:06:17Ja, ja, ich weiß.
00:06:18Sieben Stück.
00:06:19Nein, Marta.
00:06:21Nein.
00:06:22Wenn ja mal mehr.
00:06:23Ja.
00:06:23Willst du dich bei ihr einkratzen?
00:06:34Habe ich doch wohl nicht nötig.
00:06:38Da sind wir.
00:06:42Das ist Kathi.
00:06:44Ich freue mich, sie endlich kennenzulernen.
00:06:45Wolfgang hat mir schon viel von ihnen erzählt.
00:06:48Und das ist meine Mutter.
00:06:51Lache.
00:06:52Bitte.
00:06:53Oh, sie sind ja herrlich, Kati.
00:06:56Ich darf sie doch so nennen.
00:06:58Und die ist für dich.
00:06:59Die Brillant-Räufeln.
00:07:00Gelegenheitskauf.
00:07:03Ich gehe mal vor, ja?
00:07:06Mh, Kalsbraten.
00:07:08Ja.
00:07:14So.
00:07:15Bitte.
00:07:17Und das ist Tante Clara.
00:07:19Kathmus.
00:07:20Für Sie.
00:07:20Sind wir gekommen?
00:07:48Von deiner Großmutter.
00:07:53Ach, von Oma?
00:07:54Mh.
00:07:55Gefallen sie Ihnen?
00:07:57Ja.
00:07:57Also wenn es so schmeckt, wie es duftet.
00:08:11Du, du, komm.
00:08:12Geh nimm mal deine Bücher weg.
00:08:13Ja.
00:08:15Die Clara ist ein echtes Küchenwunder.
00:08:17Stimmt's, Musch?
00:08:20Ja.
00:08:21Sie ist wohl hier der gute Geist.
00:08:43Ja, aber dafür wird sie auch bezahlt.
00:08:48Sie kriegt ein Taschengeld.
00:08:50Ja.
00:08:51Sie ist der gute Geist.
00:08:55Bitte, Kniefrau.
00:08:57Danke.
00:08:57Wann ist denn das freudige Ereignis zu erwarten, Kati?
00:09:10In zwei Wochen.
00:09:11Hm.
00:09:12Steht uns vorbald eine Hochzeit ins Haus.
00:09:15Zum Wohl.
00:09:19Zum Wohl.
00:09:20Also Kinder, als deine Mama geheiratet hat, Wölfchen, das war eine Hochzeit, sage ich dir.
00:09:34Mama hatte ein Kleid an mit so einer langen Klappe.
00:09:41Leider hat sie nicht gehalten.
00:09:42Das Kleid?
00:09:44Nee, ist heiraten.
00:09:48Ist das?
00:09:48Muss man nachher gleich Wölfchen, Zwiege vom Boden hüllen.
00:09:54Was, wir haben die Wiege noch?
00:09:55Hm, die ganze Babyausstattung.
00:09:59Apropos Ausstattung.
00:10:02Ihr könnt ein preiswerten gebrauchtes Auto kaufen.
00:10:05Ein Auto nutzt sich ab.
00:10:07Aber Mutti, ein fahrbarer Untersatz wäre gut, schon wegen des Kindes.
00:10:10Fahrtaxi.
00:10:11Ein Auto ist totes Kapital.
00:10:14Können Sie meinen Grundsatz?
00:10:16Geld gibt man nicht aus.
00:10:18Geld muss Geld bringen.
00:10:20Was ist denn?
00:10:21Herr Müller-Salciu ist da.
00:10:23Bist...
00:10:24In der Tiefe.
00:10:27Entschuldigen Sie gar nicht.
00:10:29Ein Kunde.
00:10:33Muss das heute sein?
00:10:35Es fröhlich weiter.
00:10:37Finger zu.
00:10:37Tja, ach, dann trinken wir erst mal.
00:10:48Auf euch drei.
00:10:51Weißt du, Kathi?
00:11:04Wenn Tante Clara nicht wäre, dann hättest du mich halt überhaupt nicht.
00:11:08Sie hat Mutter das Leben gerettet.
00:11:1445 bei dem großen Luftangriff.
00:11:18Und meine Großeltern haben sie dann bei sich aufgenommen.
00:11:21Wie eine zweite Tochter.
00:11:23Stimmt's?
00:11:23Tja.
00:11:23Tja.
00:11:26Ach du meine Güte, ich will doch nichts geschenkt von Ihnen.
00:11:29Nur das Sicherheitspfand bräuchte ich vorzeitig zurück.
00:11:33Wenn das Geld hier auf dem Tisch liegt, Herr Müller-Salchow, dann bekommen Sie Ihr Pfand zurück.
00:11:37Sie haben freiwillig unterschrieben, ich habe es nicht verlangt.
00:11:39Moment, natürlich haben Sie es verlangt.
00:11:42Und was Sie hier machen, das ist glatte Erpressung.
00:11:44Sie lassen die heilige Anna-Selbdritt stehen, Herr Müller.
00:11:47Salchow.
00:11:48Liebe Frau Kurt, diese Skulptur gehört mir nicht.
00:11:54Was soll das heißen?
00:11:55Naja, ich habe sie mir geliehen von einem Freund und der will sie zurück.
00:11:59Das ist Ihr Problem.
00:12:01Also ich bitte Sie, ich bitte Sie, mich zu verstehen.
00:12:04Herr Müller-Salchow, wir haben einen Vertrag miteinander.
00:12:06Ich habe mich bisher daran gehalten, jetzt sind Sie an der Reihe.
00:12:10Ja, stimmt. Ich mache Ihnen einen anderen Vorschlag.
00:12:13Vier Wochen Aufschub, ich zahle Ihnen 15 Prozent,
00:12:16aber die Anna-Selb tritt sofort zurück.
00:12:18Entweder das Geld liegt in drei Tagen wie auf diesem Tisch
00:12:21oder die Überschreibung der Skulptur an mich tritt in Kraft.
00:12:25Also Frau Kurt, ich lasse mich nicht von Ihnen wie ein Schuljungenberg.
00:12:28Ist ja gut, ist ja gut.
00:12:30Bemühen Sie sich nicht, Herr Kurt.
00:12:32Ich vergreife mich an nichts und an niemanden.
00:12:36Aber das werden Sie noch bereuen.
00:12:42Frau Kurt.
00:12:42Frau Kurt.
00:12:46Na, was ist denn, Kinder? Warum ist denn der Sekt noch nicht aufgemacht?
00:12:50Komm, Wolfgang.
00:12:51Held mal.
00:12:52Was war denn los?
00:12:53So.
00:12:54Nichts.
00:12:57Keine Meinungsverschiedenheit.
00:12:59Ach, ich bin froh, Kathi, dass Wolfgang Sie mal mitgebracht hat.
00:13:10Auf euch, meine Kinder.
00:13:13Mach doch nicht so ein böses Gesicht, Junge.
00:13:16Auf einen kräftigen Stammhalter.
00:13:17Ein Sohn wäre schön.
00:13:19Prost.
00:13:20Danke.
00:13:32Na, hat sie sich darüber ausgeklärt, was ich für ein Drachen bin?
00:13:39Mutter!
00:13:40Bist du denn einer?
00:13:42Wir haben über die Entbindung gesprochen.
00:13:44Na, darin hat sie ja Erfahrung mit ihren neuen Kindern.
00:13:47Bitte, hör auf!
00:13:52Tante Clara.
00:13:55Mein Gott, immer diese Empfindlichkeiten.
00:13:58Komm, Kathi.
00:14:00Die Erstausstattung für den Enkel übernehme selbstverständlich ich.
00:14:05Oder haben Sie Ihre Eltern schon angemeldet?
00:14:07Wir sind vier Kinder.
00:14:09Na, hat sie sich beruhigt.
00:14:11Na, vielen Dank für alles.
00:14:15Es hat wunderbar geschmeckt.
00:14:17Wiedersehen.
00:14:17Wie so, komm.
00:14:18Ihr wollt doch nicht schon gehen?
00:14:20Aber das war doch gar nicht so fach.
00:14:22Wie komm.
00:14:25Dankeschön.
00:14:27Wiedersehen, Kathi.
00:14:28Wiedersehen.
00:14:29Komm, Sie bald wieder.
00:14:30Jetzt hast du ja erreicht, was du wolltest.
00:14:42Du weißt ja nicht, wovon du sprichst.
00:14:44Ich trache als Wolfgang neben mich auf.
00:14:47In Beisern des Mädchens.
00:14:49Ich weiß gar nicht, wovon du redest.
00:14:50Du weißt genau, wovon ich rede.
00:14:54Weißt doch, dass du Wolfgang liebst.
00:14:56Sagst du, ich nicht?
00:14:57Hast du sicher?
00:15:01Ob um deine Probleme hast du dich nicht gekümmert.
00:15:04Martha.
00:15:05Was bist du bloß für eine Mutter?
00:15:08Von Streichern und Händchen halten wird kein Kind satt.
00:15:11Wo wird er denn heute ohne mich?
00:15:13Und mein Geld, Eule.
00:15:15Wo wärst du denn heute ohne mich?
00:15:18Eine Leiche.
00:15:19Ohne mich könntest du gar nicht atmen.
00:15:22Also ein Wunder, dass ich nicht schon erstickt bin.
00:15:25Warum bist du denn noch hier?
00:15:27Wenn ich so ein Drachen bin.
00:15:31Warte, ich will doch mal was sagen.
00:15:34Ich werde eines Tages gehen.
00:15:36Ich werde eines Tages die Tür zuschlagen.
00:15:39Und mit Wolfgang wird es hier genauso gehen.
00:15:42Dass du dich da mal nicht irrst.
00:15:44Wolfgang weiß seinen Wohlstand zu schätzen.
00:15:49Wenn du dich da mal nicht irrst.
00:15:51Nicht alle Menschen auf der Welt sind käuflich.
00:15:53Wolfgang weiß seinen Wohlstand zu schätzen.
00:15:54Das ist ein Wohlstand.
00:15:55Das ist ein Wohlstand.
00:15:56Das ist ein Wohlstand.
00:15:57Das ist ein Wohlstand.
00:15:58Das ist ein Wohlstand.
00:15:59Das ist ein Wohlstand.
00:16:06Es tut mir leid, dass du Streit mit einem Arzt hast.
00:16:09Streit.
00:16:10War doch kein Streit.
00:16:13Ich bleibe auch nichts schuldig.
00:16:14Du, die kriegt schon von mir ihr Fett.
00:16:17Weißt du,
00:16:19wir gehören eben zusammen
00:16:20wie zwei olle Latschen,
00:16:21von denen man sich nicht mehr trennen kann.
00:16:23War es schlimm?
00:16:31Deine Mutter, die ist los.
00:16:34Im Prinzip tut sie sich selbst am meisten weh.
00:16:38So ist es.
00:16:39Wie kannst du das nur aushalten?
00:16:42Weil wir...
00:16:44So komisch das klingt, weil wir uns einfach lieb haben.
00:16:47Wir können gar nicht mehr ohneinander.
00:16:49Du hättest doch heiraten sollen.
00:16:51Ach, Wolfgang.
00:16:5345 war ich 17.
00:16:56Mein Verlobter war noch in den letzten Kriegswochen gefallen.
00:16:59Meine Eltern beim Bombenangriff umgekommen.
00:17:03Ich war ziemlich kaputt, doch.
00:17:05Ja, aber später.
00:17:08Wolfgang, da kamen auf ein Mann drei Frauen.
00:17:10Stell dir mal vor.
00:17:11Dann hättest du einen Beruf ergreifen sollen.
00:17:14Das wollten sie ja.
00:17:15Die wollten mich ja zum Neulehrer machen, 46.
00:17:18Habe ich mir einfach nicht getraut.
00:17:20Deswegen bin ich ja so froh,
00:17:21dass du dich durchgesetzt hast,
00:17:23dass du Lehrer geworden bist.
00:17:26Sportlehrer.
00:17:28Du, Musch.
00:17:30Ich habe einen Wohnungsantrag laufen.
00:17:32Wir könnten uns vielleicht einen alten Laden ausbauen.
00:17:33Du willst dir ausziehen.
00:17:36Dann ist es besser für alle.
00:17:38Und du kommst zu uns, hm?
00:17:41Ist das dein Ernst?
00:17:42Ach ja.
00:17:43Wer soll sich um das Kleine kümmern?
00:17:44Ich.
00:17:44Ich würde ja sofort, würde ich ja mitkommen.
00:17:51Natürlich habe ich aber was gespart.
00:17:53Dann brauche ich ja gar nicht mehr arbeiten zu gehen.
00:17:55Willst du wissen, wie viel?
00:17:56Hm?
00:17:58Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben.
00:18:04Siebenhundert?
00:18:07Tausend.
00:18:10Ist eben immer ein bisschen was vom Wirtschaftsgeld übrig geblieben.
00:18:15Pump ich dir.
00:18:17Fürs Auto, ja.
00:18:17Mann, Mutti.
00:18:26Darf ich es mal umlegen?
00:18:27Natürlich, aber ganz vorsichtig.
00:18:29Wo hast denn das her?
00:18:31Die soll ich verkaufen für Oma Schmidt beim Kunsthandel.
00:18:34Schön, nicht?
00:18:35Toll.
00:18:36Du soll ich mal das lange Kleid anziehen?
00:18:37Oh ja.
00:18:40Ihr Enkel kann nämlich ein Haus kaufen, weißt du?
00:18:43Und sie soll dann zu ihm ziehen.
00:18:45Sag doch, Rolf, er soll mir die Wäsche bringen.
00:18:46Ich will doch morgen waschen.
00:18:48Jetzt sieht das Rolf auch ein, dass die Waschmaschine wichtiger gewesen wäre als der Fernseher.
00:18:51Aber zuerst...
00:18:52Ach, Kind.
00:18:54Das wird doch alles nach und nach.
00:18:56Weißt du, wie Vati und ich angefangen haben?
00:18:58Ich beklage mich doch nicht, Mutti.
00:18:59Aber du kannst doch nicht für uns...
00:19:00Ach, was?
00:19:01Mach ich doch gern.
00:19:03Solange ich noch zuverdienen kann, für Oma Schmidt werde ich ja nun nichts mehr tun können.
00:19:07Na?
00:19:08Wie findest du mich?
00:19:09Toll.
00:19:10Wie eine Prinzessin.
00:19:12Du, Mutti, kann ich das nicht heute Abend uns Konzert umlegen?
00:19:14Bist du verrückt geworden?
00:19:15Weißt du, was das wert ist?
00:19:1915.000.
00:19:21Oma Schmidt hat eine Expertise.
00:19:23Das sind Erbstücke.
00:19:25Von ihrer Mutter.
00:19:25Meine Tasche.
00:19:48Meine Tasche.
00:19:49Halt.
00:19:50Halt.
00:19:52Anhalten.
00:19:52Anhalten.
00:19:55Anhalten.
00:20:00Gut, gläubig wie ich bin, habe ich diese Schenkungsurkunde eben unterschrieben.
00:20:05Eine Schenkungsurkunde war ein Gegenstand, der Ihnen gar nicht gehört.
00:20:07Ich habe mir diese Skulptur von meinem Freund doch sozusagen nur ausgeliehen.
00:20:14Ja, ja, es war nicht korrekt.
00:20:16Also nicht korrekt ist eine feine Umschreibung für den Tatbestand.
00:20:19Ich konnte doch nicht wissen, dass diese Erpresserin es ernst meint.
00:20:23Und aus diesem Grunde habe ich diese Frau auch angezeigt.
00:20:26Schließlich muss so einer Person durch das Handwerk gelegt werden.
00:20:30Nicht wahr?
00:20:30Wofür benötigten Sie denn das Darlehen?
00:20:36Meine geschiedene Frau hat mich doch in diese unangenehme Lage gebracht.
00:20:43Wir besitzen doch ein Einfamilienhaus, müssen Sie wissen.
00:20:47Und Sie will das Haus behalten und ich soll in eine KWV-Wohnung.
00:20:50Na, ich bitte Sie.
00:20:51Als Opernsänger.
00:20:52Wie soll das denn aussehen?
00:20:53Schließlich braucht man doch seinen Raum, um zu proben, um sich einzusingen und seine Rollen einzustudieren.
00:20:58Und außerdem, außerdem hat man ja auch noch so seine gesellschaftlichen Verpflichtungen.
00:21:06Echt wahr?
00:21:08Und meine Ex-Dame will das Geld bar auf die Hand.
00:21:12Womöglich will sie mir noch meine Kinder vorenthalten.
00:21:16Mir blieb keine andere Wahl.
00:21:21Herr Minister Salto, bitte warten Sie draußen.
00:21:28Was sagst du dazu?
00:21:33Das nenne ich.
00:21:34Ein Auftritt.
00:21:35Die Abgänge erst.
00:21:37Trotzdem, diese Frau Kurt ist nicht uninteressant.
00:21:40Zieh mal ein paar Erkundigungen ein.
00:21:41Aber denkt daran, es handelt sich um eine unbescholtene Bürgerin.
00:21:44Ist klar.
00:21:44Nein, ab heute nicht.
00:22:04Nein, ab heute nicht.
00:22:06Bitte.
00:22:07Und wenn du hier alles sagst.
00:22:37So was kann doch passieren.
00:22:38Ines, Oma Schmidt ist herzkrank.
00:22:41In dem Alter zählt jeder Tag doppelt.
00:22:44Sie will so schnell wie möglich zu ihrem Enkel.
00:22:46Die wartet auf das Geld.
00:22:50Ich könnte dir die 450 Mark geben.
00:22:5415.000.
00:22:56Und wenn du mal zur Kasse der gegenseitigen Hilfe gehst.
00:23:02Ja.
00:23:03Das ist eine Möglichkeit.
00:23:05Versuche ich.
00:23:06Ich muss doch irgendwas unternehmen.
00:23:08Irgendwas.
00:23:10Ich würde die Tasche doch auch zurückgeben.
00:23:14Das muss sie doch einer gefunden haben.
00:23:15Ach, Mutti.
00:23:28Guten Tag, Frau Klein.
00:23:30Guten Tag, Oma Schmidt.
00:23:31Ich habe schon gestern Abend auf Sie gewartet.
00:23:36Ach, der Kunsthandel hatte gestern geschlossen.
00:23:38Ja, Inventur.
00:23:40Ach so.
00:23:40Ach, Sie müssen entschuldigen.
00:23:43Es ist nur, weil ich so aufgeregt bin.
00:23:45Weil ich doch umziehen soll.
00:23:47Ja, ja, verstehe ich ja, Oma Schmidt.
00:24:00Mensch, Irene.
00:24:02Nein, das ist ja ein Ding.
00:24:04Da wohnt man nun fast Wand an Wand und zieht sich eine Ewigkeit nicht.
00:24:07Wie geht's denn dir?
00:24:08Was macht denn Ines?
00:24:09Stell dir mal vor, du.
00:24:11Der Wolfgang hat eine feste Freundin.
00:24:14Was ist denn mit dir?
00:24:15Was ist denn passiert?
00:24:18Ich weiß nicht mehr weiter, du.
00:24:19Och, komm.
00:24:20Komm, komm, komm.
00:24:21Geh dir erst mal weg.
00:24:22Erzähl mir mal.
00:24:23Vielleicht kann ich dir super helfen.
00:24:24Nein, nein, nein.
00:24:25Komm, bitte.
00:24:41Wadda.
00:24:43Wadda.
00:24:44Go.
00:24:45Überredet.
00:24:55Na.
00:24:56Bleib.
00:24:58Ja.
00:25:02Das ist, weil du immer so kleckerst.
00:25:05Was machst du denn da?
00:25:07Klar.
00:25:08Ich bin doch kein kleines Kind.
00:25:10Gut.
00:25:10Gut.
00:25:12Hier.
00:25:13Guten Appetit.
00:25:15Immer rauf auf die Herzen.
00:25:16Ah, das schmeckt.
00:25:29Wunderbar.
00:25:37Na, schieß los. Was hast du auf dem Herzen?
00:25:40Ach, Martha.
00:25:42Musste mich immer so direkt fragen.
00:25:45Ja.
00:25:46Pass mal auf, Martha.
00:25:51Du kennst doch die Ines Klein, hm?
00:25:54Na, die mit Wolfgang in eine Klasse gegangen ist.
00:25:57Und die Mutter von der, die Irene,
00:26:00die ist plötzlich unverschuldet in eine ganz schlimme Situation geraten.
00:26:07Sie hat sehr wertvoll in Schmuck verloren.
00:26:10Ah.
00:26:11Sie sollte ihn verkaufen für eine alte Dame.
00:26:13Ja, nun hat sie schon alles verkauft, was sie so hatte.
00:26:18Pelzmantel, Fernseher.
00:26:21Aber sie kriegt die Summe einfach nicht zusammen.
00:26:25Läuft dein großes Herz wieder über, hm?
00:26:28Also, Martha, ich kann mich sehr gut an jemanden erinnern,
00:26:32der mal seine goldene Uhr verloren hatte
00:26:33und dann selig war, als der ehrliche Finder plötzlich da war.
00:26:38Irines Tasche, die hat niemand wiedergebracht.
00:26:42Eulchen, du gehst mir auf die Nerven.
00:26:46Oh, bitte.
00:26:47Kannst dir nicht helfen?
00:26:50Kannst du nicht kommen?
00:26:52Bitte.
00:26:52Meinetwegen, ja.
00:26:56Danke.
00:26:57Sei doch vorsichtig.
00:26:59Tja, es ist alles sehr tragisch, Frau Klein.
00:27:02Aber 8000 Mark sind viel Geld.
00:27:04Aber ich werde Ihnen doch Zinsen zahlen, Frau Kurt.
00:27:07Das wäre ja auch das Mindeste.
00:27:09Was für Sicherheiten können Sie mir bieten?
00:27:12Ich meine, Wertgegenstände, Schmuck oder Antiquitäten.
00:27:16Martha, wenn sie das alles hätte,
00:27:19dann brauchte sie nicht hierher zu kommen.
00:27:20Ich kenne Sie doch gar nicht, gute Frau.
00:27:24Ich habe zwei Hände zum Arbeiten, bitte.
00:27:26Helfen Sie mir doch, Frau Kurt.
00:27:28Bitte, Martha.
00:27:30Bitte.
00:27:32Bringen Sie mir Sicherheiten.
00:27:34Oder Leugnungszeugnisse.
00:27:36Und dann kommen Sie wieder.
00:27:48Martha.
00:27:48Ich werde hier ausziehen.
00:27:51Ich kann mit einem Menschen wie du es bist nicht mehr leben.
00:27:54Wo willst du denn hin?
00:27:55Zu Wolfgang.
00:27:56Wenn er seine Wohnung hat.
00:27:58Na, spinnst ja.
00:28:00Wolfgang zieht nie hier aus.
00:28:03Doch.
00:28:04Hat er mir doch gesagt.
00:28:05Es geht weiter.
00:28:06Aber, Gott, kann ich mich noch nicht mehr machen.
00:28:07Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin.
00:28:08Ich bin, ich bin.
00:28:09Ich bin, ich bin, ich bin.
00:28:09Ich bin, ich bin.
00:28:10Ich bin, ich bin.
00:28:11Ich bin, ich bin.
00:28:11Musik
00:28:41Ach, Katja, Sie mit dem Kind in der Wohnung Ihrer Eltern und Wolfgang bei mir zu Hause.
00:29:09Das ist doch keine Basis für eine junge Ehe.
00:29:11Wir sollen nächste Woche wieder zum Wohnungsamt kommen. Wegen der Ausbauwohnung.
00:29:15Eine Ladenwohnung.
00:29:19Was Wolfgang hatte, soll mein Enkel nicht entberen.
00:29:23Und eines Tages...
00:29:25Ein Glas Wasser, bitte.
00:29:28Eines Tages erbt doch Wolfgang sowieso alles. Aus und Garten.
00:29:33Na und Sie?
00:29:34Ich?
00:29:36Natürlich. Sie mit.
00:29:38Mein Vorschlag. Sie ziehen mit Wolfgang in die oberen Zimmer.
00:29:45Natürlich getrennter Haushalt.
00:29:48Wir wollen es doch nicht ins Gehege kommen.
00:29:49Was hat Wolfgang dazu gesagt?
00:29:57Das machen wir Frauen unter uns aus.
00:30:00So ein Quatsch!
00:30:02Wieso denn?
00:30:04Ich finde das toll von deiner Mutter.
00:30:06Getrennter Haushalt natürlich.
00:30:08Unter anderen Bedingungen wäre ich nicht drauf eingegangen.
00:30:10Kommt überhaupt nicht in Frage.
00:30:12Dann müsste Clara ja ausziehen.
00:30:13Aber wo sei sie denn hin?
00:30:15Sie hat doch nur uns.
00:30:32Ich habe schon ein paar Mal geklingelt.
00:30:35Ja.
00:30:38Kommt über rein.
00:30:39Warum bringen Sie mir nicht das Geld, Frau Klein?
00:30:54Ich warte doch schon so lange.
00:30:57Oma Schmidt.
00:30:59Ich habe die Tasche mit dem Schmuck verloren.
00:31:01Wie man sich doch in einem Menschen täuschen kann.
00:31:31Wo ist das?
00:31:34Vor ein Euler!
00:31:39Vor ein Euler stellen Sie sich vor.
00:31:44Aber Sie müssen mir versprechen zu keinem Menschen ein Wort.
00:31:47Ich durfte gar nicht darüber reden.
00:31:49Ich habe schon jemals was weitererzählt.
00:31:51Gestern war ein Herr von der Kriminalpolizei Life.
00:31:54Was glauben Sie,
00:31:55nach wem der sich erkundigt hat?
00:31:57Ja, hier bei Kurt?
00:32:09Ja, Irene!
00:32:12Was sagst du?
00:32:15Den Gas hat...
00:32:16Sag mal, bist du verrückt geworden?
00:32:17So was sagt man doch nicht!
00:32:20Hör mal, es gibt für alles einen Ausweg.
00:32:22Du weißt, ich tu doch, was ich kann.
00:32:23Du, pass mal, voll ganz gute Laune.
00:32:28Kannst du in einer halben Stunde hier sein?
00:32:31Ja, bis dann.
00:32:36Post?
00:32:37Nee, Zeitung.
00:32:39Du, Martha, Irene kommt gleich noch mal.
00:32:41Tu mir die Liebe, bitte hilf hier doch.
00:32:43Du bist mir auf den Nerven.
00:32:44Du kannst ja nicht einmal über deinen Schatten springen.
00:32:46Na, doch, du will doch das Geld.
00:32:48Ich? Wo soll ich denn 8000 Mark hier haben?
00:32:50Komm, komm, komm.
00:32:51Denkst du, ich weiß nicht, dass du mich von früh bis abends behumst?
00:32:55Ach, Martha, bitte.
00:32:57Oh.
00:32:57Bitte, tu es mir zu lieben.
00:32:59Ach, meinetwegen.
00:33:02Es soll so kommen.
00:33:04Ihnen ist ein Gefallen, was Sie mir an Sicherheiten bieten können, Frau Klein?
00:33:08Keine Sicherheiten, aber...
00:33:10Wie wollen Sie mir denn die Summe zurückzahlen?
00:33:12Ich habe mir schon alles ausgerechnet.
00:33:14Wenn ich Ihnen jeden Monat 200 Mark gebe und die Jahresendprämie...
00:33:17Dann hätte ich, wenn alles gut geht, in drei Jahren mein Geld zurück.
00:33:20Aber ich...
00:33:22Ich arbeite auch nebenbei.
00:33:25Tut mir leid.
00:33:26Das sind für mich keinerlei Garantien.
00:33:29Gehen Sie zu Ihrem Betrieb.
00:33:31Oder zu einer Bank.
00:33:33Ich bin doch kein Kreditinstitut.
00:33:35Kannst du denn nicht einmal ohne...
00:33:36Ich stich bitte nicht ein, Clara.
00:33:39Verstehen Sie mich doch, Frau Klein.
00:33:42Ich bin nicht nur eine Geschäftsfrau.
00:33:44Ich bin auch Mutter und Freundin.
00:33:47Sehen Sie, wenn ich einmal nicht mehr bin,
00:33:50dann muss so viel Geld da sein für meinen Sohn, für meinen Enkel.
00:33:53Und auch für Fräulein Eule, die ja doch nichts gelernt hat.
00:33:58Martha, ich bitte dich.
00:34:00Unterbrich mich nicht, Clara.
00:34:01Ich führe ein Geschäftsgespräch.
00:34:04Dass diese mir nahestehenden Menschen mindestens den Lebensstandard,
00:34:08den sie gewöhnt sind, fortführen können.
00:34:12Ihnen eine solche Summe zu leihen, ohne die Gewissheit,
00:34:15sie mit Gewinn zurückzubekommen,
00:34:18wäre fast so etwas wie Diebstahl am Erbe meines Sohnes.
00:34:21Außerdem, man vertraut Ihnen wertvollen Schmuck an.
00:34:29Das tut mir wirklich sehr leid, Frau Klein.
00:34:32Es tut dir eben nicht leid.
00:34:37Übrigens, weißt du, dass ich die Polizei nach dir erkundigt habe?
00:34:40Seit heute Nachmittag.
00:34:46Irine, du, ich hätte dir so gern geholfen,
00:34:49aber weißt du, ich habe mein ganzes erspartes vorgestern
00:34:51auf Wolfgangs Konto überwiesen.
00:34:54Was wegen dem Auto?
00:34:56Ich habe noch 300 Mark, die kannst du natürlich sofort haben.
00:34:59Irine, bitte.
00:35:00Bitte versprich mir, dass du keine Dummheiten machst.
00:35:09Martha, was bist du bloß für ein Mensch?
00:35:12Machst dich über die arme Irene lustig,
00:35:13obwohl du siehst, wie sie am Ende ist.
00:35:16Was machst denn du da?
00:35:17Ich zähle das Geld ab für Irene.
00:35:198000 Mal.
00:35:20Ich zähle dir ein in die Küche.
00:35:23Ich bin nicht dein Putzlapp und mache dir das ein für alle Mal.
00:35:28Du glaubst, du kannst mit deinem Geld alles machen, was?
00:35:31Das Geld bleibt hier liegen.
00:35:34Für Irene.
00:35:34Du weißt, du weißt, du weißt, du weißt.
00:36:04Klara?
00:36:15Klara?
00:36:27Klara?
00:36:34Mir ist was eingefallen.
00:36:43Vielleicht kannst du mir doch helfen.
00:37:04Frau Kott!
00:37:13Frau Kott!
00:37:34Du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt, du weißt.
00:38:04Untertitelung des ZDF, 2020
00:38:34Ja, Kurt?
00:38:37Guten Tag, Herr Kurt. Kann ich bitte Ihre Mutter sprechen?
00:38:43Hallo? Hallo?
00:38:50Mutter? Mutter?
00:39:02Tante Clara?
00:39:04Ja, bitte. Hier ist Kurt. Meine Mutter liegt hier. Sie ist tot.
00:39:25Kurt! Richterweg 7!
00:39:27Sie ist tot.
00:39:32Was ist passiert?
00:39:34Sie ist tot.
00:39:36Die Polizei wird gleich hier sein, Musch.
00:39:38Geh auf dein Zimmer und leg dich hin.
00:39:40Sie ist tot.
00:39:42Sie ist tot.
00:39:43Bitte mal melden für Oberleutnant Zimmermann.
00:39:50Ja, bitte.
00:39:51Genossen, ich brauche die K-Technik mit dem Einsatzfahrzeug in den Richterweg 7. Verdacht eines Tötungsverbrechens.
00:39:55Richterweg 7? Sagst du? Was ist denn da passiert?
00:39:57Ja, die Frau Kurt ist in ihrer Wohnung tot aufgefunden worden.
00:40:00Verständigt auch bitte den Staatsanwalt und die Gerichtsmedizin. Ende.
00:40:03Gehen die nicht doch eine Anzeige wegen Anpassung vor?
00:40:06Ja, von diesem Sänger.
00:40:07Du sagst es.
00:40:17Kopfplatzwunde und Schädelfraktur.
00:40:20Der Tod kann nicht länger als zwei Stunden zurückgehen.
00:40:23Es wäre zu prüfen, ob die Vase das Tatwerkzeug war.
00:40:28Ich beeile mich mit dem Bericht.
00:40:29Danke, Doktor.
00:40:40Wiedersehen, Doktor.
00:40:41Wiedersehen.
00:40:42Na, was Brauchbares?
00:40:43Naja, ein paar Fingerabdrücke.
00:40:45Aber sonst ist keine Fremdeinwirkung an der Tür festzustellen.
00:40:48Da hat also vermutlich das Opfer den oder die Täter selbst reingelassen.
00:40:5345.000 Mark.
00:41:11Die hat am Tiere Geld verdient.
00:41:14Du, guck mal.
00:41:17Ein ganzer Tierpark scheint bei ihr verschuldet zu sein.
00:41:19Das sind möglicherweise die Pender.
00:41:25Sie doch bitte mal nach, ob der Sohn von der Frau Kurt in der Verfassung geht,
00:41:28dass wir ihm einige Fragen stellen können, ja?
00:41:29Mein Beileid, Herr Kurt.
00:41:46Ich bin Oberleutnant Zimmermann, der Staatsanwalt Genosse Ernst.
00:41:49Genossen Grafe kennen Sie ja schon.
00:41:51Bitte setzen wir uns.
00:41:51Wann genau fanden Sie Ihre Mutter?
00:42:05Vor einer Dreiviertelstunde, als ich nach Hause gekommen bin.
00:42:08Ich wollte gleich nach oben in mein Zimmer.
00:42:10Da klingelte das Telefon.
00:42:13Und da
00:42:13sah ich durch die offene Tür
00:42:16meine Mutter.
00:42:17Leben Sie mit Ihrer Mutter allein hier im Haus?
00:42:21Nein, mit Frau Euler.
00:42:22Das ist die Haushälterin.
00:42:24Ich habe sie gleich wieder nach oben geschickt.
00:42:26Sie kam völlig verstört herunter.
00:42:30Wer käme Ihrer Meinung nach für eine solche Tat in Frage?
00:42:33Hatte Ihre Mutter Feinde?
00:42:35Ich traue es keinem zu, den ich kenne.
00:42:37Als Sie nach Hause kamen,
00:42:39war die Haustür geöffnet oder verschlossen?
00:42:42Sie war nicht verschlossen.
00:42:44Eigentlich nie, außer wenn Frau Euler wegging.
00:42:47Wann kam denn nun Frau Euler herunter?
00:42:50Bevor oder
00:42:51nachdem Sie Ihre Mutter fanden?
00:42:53Danach.
00:42:55Ist es üblich, dass Ihre Mutter
00:42:57große Mengen Bargeld im Hause hat?
00:42:59Ja.
00:43:03Sagt Ihnen das etwas?
00:43:07Meine Mutter verlieh Geld.
00:43:11Von den Decknamen der Kunden Ihrer Mutter
00:43:14ist Ihnen da einer bekannt.
00:43:16Namen und Anschrift.
00:43:18Ich habe niemals Wert darauf gelegt,
00:43:20diese Herrschaften kennenzulernen.
00:43:22Danke, Herr Kurt.
00:43:23Ich möchte dann jetzt Frau Euler sprechen.
00:43:29Und bitte seien Sie behutsam.
00:43:30Meine Mutter und Frau Euler sind
00:43:31warme Freundinnen.
00:43:37Sie wird sicher bis gegen Abend schlafen.
00:43:53Frau Euler möchte morgen Vormittag
00:43:55in mein Büro kommen und Sie bitte auch.
00:43:57Natürlich.
00:43:57Verhalten Sie sich ruhig.
00:44:08Sie tun Ihnen bestimmt nichts.
00:44:09Das ist ein friedliches Volk.
00:44:14Die Frau war
00:44:15circa 1,60 groß.
00:44:18Sehr schlank.
00:44:19Eher dünn.
00:44:20Wie lange blieb die Frau im Haus?
00:44:22Das erste oder das zweite Mal?
00:44:24Moment mal.
00:44:26War Sie denn zweimal hier?
00:44:28Heute Vormittag?
00:44:29Nur?
00:44:31Sie kamen noch
00:44:32eine Viertelstunde zurück.
00:44:34Vier, fünf Minuten länger
00:44:35blieb sie dann nicht im Haus.
00:44:40Ist Ihnen am Verhalten der Frau
00:44:41irgendetwas aufgefallen?
00:44:44Ich meine,
00:44:44wie bewegte Sie sich?
00:44:46Ruhig?
00:44:47Aufgeregt?
00:44:48Sie meinen, dass Sie?
00:44:50Du lieber Gott.
00:44:54Und ich war die ganze Zeit hier.
00:44:58Nur das erste Mal war sie so,
00:45:00als hätte sie eine schlimme Nachricht erfahren.
00:45:02Das zweite Mal,
00:45:04sie war so,
00:45:05wie soll ich sagen?
00:45:08Wie in Panik, ja.
00:45:09Haben Sie Schreie gehört?
00:45:10Irgendeine Auseinandersetzung?
00:45:13Manchmal geht es ja da drüben etwas laut zu,
00:45:15aber heute...
00:45:16Wie meinen Sie das,
00:45:17dass es etwas laut zu ging?
00:45:18Man soll Toten ja nicht
00:45:21Schlechtes nachsagen,
00:45:22aber...
00:45:24Die Kurt hatte mächtig Haare
00:45:26auf den Zähnen
00:45:26und Klara,
00:45:28Fräulein Euler,
00:45:28die ballert eben zurück.
00:45:30Wollen Sie damit sagen,
00:45:30dass es oft Streit gab?
00:45:32Ich würde sagen,
00:45:33Hund und Katze
00:45:33vertragen sich besser.
00:45:40Macht nichts,
00:45:41kriegen Sie keinen Römer.
00:45:43Bock 20.000
00:45:44und die Zahlen
00:45:4517,
00:45:466,
00:45:4631,
00:45:4710.
00:45:47Das könnte das Datum sein.
00:45:48Doppelkapsel
00:45:49Belutschistan.
00:45:51Spinne,
00:45:5310.000,
00:45:543.5.
00:45:54bis 30.9.
00:45:56Achalit.
00:45:58V.
00:46:0020.000,
00:46:019.3.
00:46:02bis 15.8.
00:46:04Selbsttritt.
00:46:05Das ist Doppel-Salcho.
00:46:08Doppel-Salcho.
00:46:10Aller-Selbtritt
00:46:10heißt die Skulptur.
00:46:12Richtig.
00:46:129.3.
00:46:139.3.
00:46:1315.8.
00:46:1515.8.
00:46:17Das ist nächste Woche.
00:46:19Offenbar Fälligkeitstermine.
00:46:21Flotter Hirsch 15.000,
00:46:231.2. bis 30.9.
00:46:25Das sind also die Offen-Darlehen-Schulden.
00:46:27Auf die müssten wir uns zunächst konzentrieren.
00:46:30Schlimm?
00:46:31Nee, Wolle-Gefühl.
00:46:34Spinne.
00:46:36Das könnte die unbekannte Frau vom Vormittag gewesen sein.
00:46:40Also, wenn mich jemand in der Hand hat,
00:46:41dann vernichte ich als erstes die Unterlagen.
00:46:44Die lagen offen auf dem Tisch.
00:46:45Es ist aber, Throni, Herr der Hälfte.
00:46:47Danke für die Blumen.
00:46:48Ja, bitte.
00:46:50Der Obduktionsbericht, Genosser Oberleutnant.
00:46:52Dr. Heller hat sich wieder mal übertroffen.
00:46:56Schildenfraktur verursacht durch einen Schlack mit der Wase.
00:46:58Steckt sich mit dem Spurensicherungsbericht.
00:47:03Der Doppelseiche soll sofort kommen.
00:47:07Wenn er Vorstellungen hat, gleich danach.
00:47:09Musch?
00:47:30Tante Klara?
00:47:33Ja.
00:47:34Ja, was ist?
00:47:35Du hast fünf Stunden geschlafen.
00:47:39Was ist los?
00:47:43Musch, es muss heute Vormittag jemand bei Mutter gewesen sein.
00:47:48Ich weiß nicht.
00:47:52Mein Kopf ist wie Warte.
00:47:53Ich war einkaufen.
00:47:59Und dann hast du gerufen.
00:48:02Bitte denk nach.
00:48:03War jemand da, bevor du einkaufen gingst?
00:48:06Ja, Irene.
00:48:09Und warst du im Haus, als sie wieder ging?
00:48:11Ich hab sie zur Haustür gebracht.
00:48:13Du sollst morgen zur Kriminalpolizei kommen.
00:48:19Ich hab dir hier alles aufgeschrieben.
00:48:22Muss ich denen von Irene was sagen?
00:48:24Du musst denen alles sagen.
00:48:25Ja, aber die hat doch damit gar nichts zu tun.
00:48:27Trotzdem.
00:48:30Der Sänger.
00:48:33Ich geh mal telefonieren.
00:48:34Ja, bitte.
00:48:46Wer hat sie eigentlich an Frau Kurt vermittelt?
00:48:49Na, geht es zur Blutsaugerin endlich an den Kraten?
00:48:52Beantworten Sie meine Frage.
00:48:55Naja, der Karl Seifert, der wird vom Hirschen.
00:48:59Vom Hirsch?
00:49:00Vom Hirschen.
00:49:01Beschreiben Sie mir doch mal Ihren heutigen Tagesablauf.
00:49:07Ich?
00:49:07Wieso?
00:49:08Die Fragen stelle hier ich.
00:49:11Naja, morgens das Übliche, nicht wahr?
00:49:14Um 9 Uhr musste ich im Theater sein.
00:49:17Herr Müller-Seichung.
00:49:22Schminken, anziehen.
00:49:25Um 10 Uhr hat dann die Probe begonnen.
00:49:27Die ging so ungefähr 1. Mai bis 11.30 Uhr.
00:49:30Dann war Pause.
00:49:31Wie lang war die Pause?
00:49:32Na, 20 Minuten.
00:49:35Ich ging in die Kantine.
00:49:37Habe einen Kaffee getrunken.
00:49:39Ach so, ja, und dann habe ich meinen Freund Unger angerufen.
00:49:42Weshalb?
00:49:43Na, ich habe ihn bitten wollen, dass er die Anzeige zurücknimmt.
00:49:47Und was hat er gesagt?
00:49:49Nichts.
00:49:51Er hat aufgelegt.
00:49:51Und weiter wollen wir da sein.
00:50:03Na, dann musste ich wieder auf die Bühne.
00:50:04Hatten Sie die ganze Zeit auf der Bühne zu tun?
00:50:06Na, natürlich.
00:50:08Ist ja eine Kammeroper.
00:50:10Dann, nach zweieinhalb Stunden ungefähr, war dann die Generalprobe beendet.
00:50:15Wieder abschminken, nicht wahr?
00:50:17Dann habe ich mich noch geduscht.
00:50:18Dann war noch Kritik beim Regisseur.
00:50:21Na ja, und dann so gegen halb drei habe ich das Theater verlassen.
00:50:23Weshalb haben Sie uns bei Ihrer Anzeige verschwiegen, dass Sie mit Frau Kurt eine heftige Auseinandersetzung hatten.
00:50:30Na ja, sie, sie wollte mir ja die Madonna nicht herausgeben.
00:50:33Da haben Sie sie bedroht.
00:50:35Hat sie das behauptet?
00:50:37Sie ist tot.
00:50:43Sechs, sieben, acht, neun, zehn.
00:50:50Fünfzehntausend.
00:50:53Ist jetzt alles gut?
00:50:56Ja, ja.
00:50:58Es tut mir wirklich sehr leid.
00:51:04Tja.
00:51:08Soll ich denn morgen Fenster putzen, oder?
00:51:12Danke.
00:51:13So schmutzig sind die noch nicht.
00:51:18Ein Herr von der Kriminalpolizei, meine Gartin.
00:51:21Guten Tag.
00:51:22Guten Tag.
00:51:23Trinken Sie eine Tasse Kaffee mit uns?
00:51:25Danke, wenn es keine Umstände macht.
00:51:28Ich stehe sofort zu Ihrer Verfügung.
00:51:30Bitte.
00:51:31Pardon.
00:51:32Mein Hobby.
00:51:36Herr Mähnert, Sie sind angestellt im Fotoatelier Kurt.
00:51:3830 Jahre.
00:51:40Seit ich Rente beziehe, retuschiere ich nur noch dreimal wöchentlich.
00:51:45Können Sie mir einige Auskünfte über Frau Kurt geben?
00:51:48Natürlich.
00:51:49Natürlich.
00:51:49Wenn ich den Grund erfahren durfte.
00:51:54Frau Kurt lebt nicht mehr.
00:51:56Sie starb eines gewaltsamen Todes.
00:51:59Wann?
00:52:00Gestern Vormittag.
00:52:02Herr Mähnert, wann haben Sie Frau Kurt das letzte Mal gesehen?
00:52:05Freitag Nachmittag.
00:52:06Freitag Nachmittag.
00:52:08Konkret gesagt, 18.30 Uhr.
00:52:11Rekon.
00:52:12Dankeschön.
00:52:13Sahne, Zucker?
00:52:14Nein, danke.
00:52:15Schwarz.
00:52:15Danke, Mathilde.
00:52:21Herr Mähnert, was war Frau Kurt für ein Mensch?
00:52:23Sie ist, von dort sie war, eine sehr gute Fachkraft.
00:52:27Der Seelie Herr Bayer, ihr Vater, hat ihr viel beigebracht.
00:52:31Als er starb, übernahm sie das Geschäft.
00:52:34Frau Kurt war doch mehr als eine übliche Geschäftsfrau.
00:52:38Ich verstehe sehr gut, was Sie meinen.
00:52:40Sie ist sozusagen in Wohlstand hineingeboren.
00:52:44Geld hat in ihrem Leben immer eine Rolle gespielt.
00:52:47Auch in ihren Beziehungen zu anderen Menschen.
00:52:49Wie meinen Sie das?
00:52:50Zum Beispiel ihre Ehe.
00:52:53Ihr Mann sah blendend aus, aber er war arm.
00:52:56Sie hat ihn zu sich emporgehoben.
00:53:00Auf Menschen in einfachen Verhältnissen hat sie immer herabgesehen.
00:53:04Man hatte einfach Geld.
00:53:05Das gehörte dazu.
00:53:07Wie war die Beziehung zu Ihrem Sohn?
00:53:10Sicher liebte Frau Kurt ihren Sohn.
00:53:12So wie sie ihr Geld liebte.
00:53:13Und zur Haushalterin?
00:53:15Was Fräulein Euler betrifft,
00:53:17die hatte es sicher nie leicht in ihrem Leben.
00:53:21Sie hat sich einfach untergeordnet.
00:53:23Aber das will sie vielleicht gar nicht mehr wahrhaben.
00:53:26Herr Minert, wussten Sie davon, dass Frau Kurt Geld verborgte?
00:53:29Oh ja.
00:53:30Kennen Sie diese Leute?
00:53:31Tut mir leid, ich fliege meinen Umgang nicht in diesen Kreisen.
00:53:34Ich bin nicht in diesen Kreisen.
00:53:35Haben Sie vielleicht irgendwann einmal gehört,
00:53:40dass Frau Kurtz bedroht wurde?
00:53:42Drohungen nicht direkt.
00:53:45Aber Beschimpfungen in dieser Richtung gab es, ja.
00:53:47Und gibt es Ihrer Meinung nach
00:53:49irgendeinen Menschen, dem Sie diese Tat zutrauen?
00:53:51Nein.
00:53:54Aber sehr viele, die ihr keine Träne nachweinen.
00:53:58Ich habe Ihnen doch schon gesagt,
00:53:59dass ich die Frau nicht kenne, die ihr bei uns war.
00:54:02Als sie groß oder klein, dick oder dünn,
00:54:04trug sie an die Brille, hatte sie Narben, Muttermale.
00:54:08Groß.
00:54:10Und ziemlich rund.
00:54:13Vielleicht Ende 50.
00:54:15Ihre Beschreibung steht im Widerspruch zu anderen Aussagen, Frau Euler.
00:54:18Ich habe seit gestern sehr viel mitgemacht.
00:54:24Können Sie mich nicht in Ruhe lassen?
00:54:26Haben Sie von dem Gespräch etwas mitbekommen?
00:54:29Gab es eine Auseinandersetzung?
00:54:31Ich pflege nicht, an Türen zu lauschen.
00:54:34Wie spät war es, als die Frau kam?
00:54:37Neun.
00:54:38Und als sie ging?
00:54:40Nach einer Viertelstunde.
00:54:42Und da lebte Frau Kurtz noch?
00:54:44Ja, selbstverständlich.
00:54:45Haben Sie sie gesehen und mit ihr gesprochen?
00:54:46Ja, natürlich.
00:54:47Sie hat mir ja noch Aufträge gegeben, was ich einkaufen soll.
00:54:52Zum Fleischer, den und so.
00:54:55Ist die Unbekannte nochmal gekommen?
00:54:57War sie im Haus?
00:55:00Nein.
00:55:01Habe ich nicht gesehen.
00:55:03Seit wann sind Sie bei Frau Kurtz als Haushälterin angestellt?
00:55:07Seit wir uns kennen.
00:55:08Seit 45.
00:55:10Zuerst habe ich im Geschäft mitgeholfen.
00:55:12Und dann, als Wolfgang geboren wurde,
00:55:15habe ich das Kind großgezogen.
00:55:16Wie war das Verhältnis zwischen Frau Kurtz und ihrem Sohn?
00:55:20Gut, gut.
00:55:21Sehr gut.
00:55:23Sie war eine sehr gute Mutter.
00:55:25Wir haben sehr gut zusammengelebt.
00:55:27Wir drei.
00:55:27Als Sie nach Hause kamen, was haben Sie da getan?
00:55:32Ich bin in die Küche gegangen und das Mittagessen vorbereitet.
00:55:37Frau Kurtz haben Sie nicht gesehen oder gehört?
00:55:39Nein, nein.
00:55:41Sonnabends vormittags, da macht Frau Kurt immer ihre Buchführung.
00:55:45Und da wollte sie nie gestört werden.
00:55:46Und wann genau kam Wolfgang Kurtz nach Hause?
00:55:53So gegen zwölf vielleicht.
00:55:58Ich habe Radio gehört.
00:56:00Ich kann es nicht so genau.
00:56:02Herr Kurtz sagte, dass Sie nicht in der Küche waren, als er nach Hause kam.
00:56:05Ich war im Badezimmer.
00:56:06Ich habe mir meine Hände gewaschen.
00:56:08Das kann man nicht in der Küche, das Hände waschen.
00:56:10Das ist ja wohl meine Sache, wo ich meine Hände wasche, oder?
00:56:14Natürlich.
00:56:17Verlieb Frau Kurtz Geld.
00:56:21Ja.
00:56:22Wurde sie dabei irgendwann mal bedroht?
00:56:29Weiß nicht.
00:56:35Ja, dann kann ich jetzt gehen.
00:56:37Nein.
00:56:37Wir müssen erst noch ein Protokoll aufnehmen.
00:56:44Ah, ja.
00:56:46Irene, nimm doch das Geld.
00:56:48Wolfgang und ich, wir helfen dir gern.
00:56:49Du brauchst es doch.
00:56:50Nein, nein, kommt nicht in Frage.
00:56:54Ich verstehe das nicht.
00:56:56Hat Ihnen jemand anderes geholfen?
00:56:58Ja.
00:56:59Und ich werde es zurückzahlen.
00:57:02Ah, ja?
00:57:03Ja.
00:57:03Auf Marters Schreibtisch lagen 8000 Mark.
00:57:12Ich habe der Polizei davon nichts gesagt.
00:57:16Ach.
00:57:18Marter ist ermordet worden.
00:57:21Weißt du das nicht?
00:57:22Was wirst du denn von mir, Clara?
00:57:26Ich frage mich, wer das Geld vom Schreibtisch genommen hat.
00:57:30Der müsste ja auch wissen, wer Marter erschlagen hat.
00:57:34Irene.
00:57:36Die Polizei sucht eine Frau.
00:57:39Ich habe gesagt, ich kenne dich nicht.
00:57:40Ich habe nichts verraten.
00:57:41Ich habe doch nichts mit ihrem Tod zu tun.
00:57:43Aber du könntest doch vielleicht was gesehen haben oder gehört haben, als du...
00:57:47Was denn?
00:57:49Als du noch mal da warst.
00:57:51Woher warst du denn das?
00:57:53Die Nachbarin hat dich gesehen.
00:58:02Irene.
00:58:05Irene, ich verrate der Polizei nichts.
00:58:06Ich sage nichts.
00:58:08Wirklich.
00:58:10Hab doch keine Angst.
00:58:12Ich habe sie nicht umgebracht.
00:58:15Die Beschreibung der Nachbarin passt nicht auf die Spinne.
00:58:19Sie sah Angelika Kettner.
00:58:21Außerdem kommt sie als Täterin nicht in Frage.
00:58:23Das ist überprüft.
00:58:24Das gleiche gilt für den Müller-Seichen.
00:58:27Und bei dir?
00:58:28Der Bock, also Hans Huber, war zur fraglichen Zeit in Betrieb.
00:58:32Der Knapier vom Hirschen, den habe ich noch nicht erreicht.
00:58:35Was den Leumund des Sohnes und seiner Freundin betrifft, nichts Nachteiliges.
00:58:39Sportlehrer an der Professor-Riesener-Oberschule, seine finanziellen Verhältnisse scheinen in Ordnung.
00:58:45Kaum anzunehmen, dass der Sohn...
00:58:47Ich meine, früher oder später hätte er sowieso alles gehabt.
00:58:50Trotzdem, noch können wir die Täterschaft nicht ausschließen.
00:58:52Die Unbekannte kam gegen 9 Uhr und verließ nach Aussage der Zeugin Hahn gegen 9.20 Uhr wieder das Haus.
00:59:00Der Tod ist eingetreten zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr.
00:59:03Und genau in dieser fraglichen Zeit war die Unbekannte ein zweites Mal im Haus.
00:59:07Wir müssen sie vorfinden.
00:59:08Notiz in der Zeitung?
00:59:10Täterbeschreibung?
00:59:11Welche?
00:59:13Die der Nachbarin Hahn oder die der Haushälterin?
00:59:15Wobei die letzten mir wesentlich unglaubwürdig erscheinen.
00:59:18Ja, bitte.
00:59:18Herr Kness, Oberlein, wir sollen es am Telefonen.
00:59:20Ich stelle mir bitte hier.
00:59:21Ja, danke.
00:59:21Wie geht's ihm denn in Rostock?
00:59:23Wir waren gegen Chip Power.
00:59:24Tja, mit der Schürzemann fehlt.
00:59:26Hier ist die große Klappe von Freiheit und Zicken.
00:59:29Also, ich mache mal auf die Socke.
00:59:30Nachbarstrahl.
00:59:31Ja?
00:59:32Ja.
00:59:33Ja, Tag, Micha.
00:59:35Tag, Junge.
00:59:36Was?
00:59:37Nee, TZ.
00:59:39Ja, kommt drauf an.
00:59:41Was?
00:59:43Na, hör mal.
00:59:443000?
00:59:46Ach, und das nennst du eine günstige Gelegenheit.
00:59:49Also, hör mal, Sportsfreund.
00:59:51Du willst doch nicht etwa deinen Lehrmeister anpumpen.
00:59:54Ja, gut.
00:59:55Ja, Freitag.
00:59:56Was?
00:59:58Du willst doch nicht etwa mit einem Motorrad herfahren, was noch gar nicht bezahlt ist.
01:00:02Du, ich bin ganz ruhig.
01:00:03Ja, gut.
01:00:06Ja.
01:00:08Ich will es mir überlegen.
01:00:11Böckchen.
01:00:12Deine Kathi, die ist wirklich ein liebes Mädchen.
01:00:14Nur acht mal hin.
01:00:15Mit dem Einziehen hier, bevor das Baby da ist.
01:00:18Was hat denn die Kriminalpolizei dazu gesagt, dass Frau Klein hier war?
01:00:21Ich kann doch Irene da nicht mit reinziehen.
01:00:25Was denn?
01:00:27Heißt das, du hast ihren Namen nicht genannt?
01:00:30Nein.
01:00:32Na, hör mal, wieso verschweigst du das?
01:00:35Meine Mutter ist ermordet worden.
01:00:37Ja, aber damit hat doch Irene nichts zu tun.
01:00:39Ich, ich mache mir Sorgen, wenn die Polizei das rauskriegt, dass sie das war.
01:00:47Dass sie was war?
01:00:48Ich meine, dass sie hier war, dass sie nochmal hier war.
01:00:52Ich habe sie ja gesehen.
01:00:53Ja, dann war sie es.
01:00:54Nein, aber doch Irene nicht.
01:00:56Da war ja deine Mutter schon tot, als die Irene nochmal.
01:01:00Woher willst du?
01:01:03Ich meine, ich denke, du warst einkaufen.
01:01:04Ja, ja, ich war auch einkaufen, aber später.
01:01:09Später habe ich im Badezimmer, habe ich die Irene gesehen.
01:01:15Sie wollte nämlich ins Haus, aber sie hat sich das dann überlegt und sie ist dann noch nicht ins Haus gekommen.
01:01:22Sie konnte auch gar nicht rein, weil ich hatte ja abgeschlossen.
01:01:26Moment mal.
01:01:29Als ich kam, war die Tür nicht verschlossen.
01:01:30Ja, da hatte ich ja schon wieder aufgeschlossen.
01:01:32Willst du, Bia?
01:01:33Was war hier los?
01:01:35Ich weiß nicht.
01:01:36Wieso hast du Angst, dass die Polizeifrau Kleins Namen erfährt?
01:01:39Ich habe so Angst, dass sie was gesehen hat.
01:01:41Was soll sie gesehen haben?
01:01:42Von dem Unfall.
01:01:43Aber es war doch kein Unfall.
01:01:44Mutter ist getötet worden.
01:01:45Aber es war ein Unfall.
01:01:46Ich war doch dabei.
01:01:47Ich habe es nicht gewollt.
01:01:58Ich habe es nicht gewollt.
01:02:12Ich hatte Streit mit Mord wegen Irene.
01:02:18So fing alles an.
01:02:23Sie hat mir gedroht, dass sie mich ins Gefängnis werfen lässt.
01:02:28Und dass ich ausziehen muss, ins Alter sein, weil sie hat mir so wehgetan.
01:02:35Ich bin nicht dein Putzlappen.
01:02:36Du merkst dir das ein für alle Mal, ja?
01:02:38Du denkst, mit deinem Geld kannst du alles machen.
01:02:42Das Geld bleibt hier liegen.
01:02:44Für Irene.
01:02:45Ha, ha, ha.
01:02:52Hast du auch von meinem Geld gelebt?
01:02:54Nicht schlecht.
01:02:56Oder denkst du, ich weiß nicht, wie viel du dir in den 40 Jahren unter den Nagel gerissen hast, ne?
01:03:007.420 Mark und 53 Punkte.
01:03:05Du alte, raffgierige Vettel, du.
01:03:08Warum habe ich dich nur aus den Trümmern gezogen?
01:03:10Warum habe ich dich nicht verrecken lassen?
01:03:15Alle Menschen, die in deine Nähe kamen, hast du versucht zu zerstören.
01:03:18Das hast du mit deinem Mann gemacht.
01:03:19Das hast du mit mir versucht.
01:03:21Das machst du jetzt mit Wolfgang.
01:03:25Aber warte mal.
01:03:27Eines Tages wirst du ganz alleine dastehen.
01:03:30Ganz allein.
01:03:32Mit deinem vielen Geld.
01:03:34Wieso?
01:03:36Wolfgang wird mit Kati bei mir wohnen.
01:03:39Der Wohnungsantrag ist bereits zurückgezogen.
01:03:44Was du erzählst.
01:03:47Vereinschreiben.
01:03:49Dann werde ich wohl mein Zimmer räumen müssen.
01:03:51Das hast du gesagt.
01:03:53Na gut.
01:03:55Geh ich eben.
01:03:56Ins Altersheim.
01:03:58Dann schreib schon mal einen Antrag.
01:03:59Es geht nämlich nicht so schnell mit dem Feierabenteil.
01:04:0440 Jahre meines Lebens habe ich für euch gesorgt.
01:04:0940 Jahre habe ich auf mein eigenes Leben verzichtet.
01:04:13Das alles geht wohl jetzt nicht mehr.
01:04:15Aber Wolfgang.
01:04:17Wolfgang wird das nicht zulassen.
01:04:19Du hast den Jungen nie gewollt.
01:04:25Nur auf Drängen deines Mannes hast du das Kind bekommen.
01:04:29Wolfgang verachtet dich.
01:04:31Wolfgang verachtet mich so sehr, dass er sogar mein Geld angenommen hat, um sich ein funkelnagelneues Auto zu kaufen.
01:04:38Das lügst du.
01:04:39Ja.
01:04:41Der Kaufvertrag.
01:04:42Das wäre ja das erste Mal, dass du was von deinem eigenen Geld bezahlst.
01:04:45Wolfgang hat eben seinen Preis.
01:04:48Wo andere Leute ihr Herz haben, da hast du einen Geldschrank.
01:04:53Recht hast du, Clara.
01:04:56Und deshalb kann ich auch nicht auf die 7000 verzichten, um die du, Wolfgang, und mich betrogen hast.
01:05:00Dann werden wir wohl die Polizei verständigen müssen.
01:05:05Dann wäre ja auch die Frage deiner Unterkunft geklärt.
01:05:20Damit scheidet auch der Seifert-Arztdäne aus.
01:05:24Der flotte Hirsch.
01:05:26War wirklich eine gute Psychologin, die Kurt.
01:05:30So, jetzt muss ich doch noch mal mit der Euler reden.
01:05:35Die verschweigt uns was.
01:05:38Komm.
01:05:47Es ist unbegreiflich, welche Macht Geld haben kann.
01:05:52Es muss unbedingt die ETZ sein.
01:05:55Die ist schon spitze.
01:05:57Scheibenbremse macht ganz ruhig ihre 120 Sachen.
01:06:00Wieso?
01:06:03Der eine will seine Frau mit dem Haus übers Ohr balbieren.
01:06:07Der Kneiper macht krumme Dinger und will sie stillschweigen erkaufen.
01:06:11Aber die dritte will aus all dem Kapital schlagen.
01:06:14Und bei meinem muss es unbedingt eine ETZ sein.
01:06:17Keine müde Mark verdient, aber das heißeste Modell.
01:06:20Das kannst du überhaupt nicht miteinander vergleichen.
01:06:23Warum denn nicht?
01:06:25Muss er sein, alles haben wollen?
01:06:27Dein Junge ist schon in Ordnung.
01:06:28Ich würde ihm das Geld geben.
01:06:30Außerdem, er will es dir doch zurückzahlen.
01:06:32Ach, darum geht es doch gar nicht.
01:06:33Auch wenn es mein Sohn ist.
01:06:37Er muss lernen, wenn man etwas haben will, muss man vorher sparen.
01:06:40Ich habe den Schrank ausgemessen.
01:06:46Der passt ins kleine Zimmer.
01:06:48Im Wolfgangs Zimmer kommt dann ins Schlafzimmer.
01:06:52Und hier kommt das kleine rein.
01:06:54Wenn es groß ist, kann es hier Rollstuhl fahren.
01:06:56Ich habe nicht so gerne verplant zu werden.
01:06:58Na ja, Marc, ich denke, ihr freut euch.
01:07:01Ja, wir können hier einfach ins Gästezimmer aufschauen.
01:07:03Bis zum Schlaf.
01:07:04Was geht denn hier vor?
01:07:08Wölfchen.
01:07:10Wölfchen, guck mal hier.
01:07:13Wie findest du das?
01:07:17Luftballons.
01:07:19Mach mal hängen.
01:07:21Beeil dich mal mit dem Tapezier,
01:07:22damit alles fertig ist und ihr einziehen könnt,
01:07:24bevor das kleine da ist.
01:07:27Das ist wirklich nett, dass du dir um uns Gedanken machst, aber...
01:07:30Ich räume den Schrank aus und dann können wir ins Schlafzimmer einleiten.
01:07:32Mach aber mal einen Punkt.
01:07:34Mutter ist noch nicht unter der Erde.
01:07:40Aber...
01:07:41Sie hätte es auch so gewollt.
01:07:44Tante Clara!
01:07:45Ich lasse euch besser ein.
01:07:47Ich komme gleich noch.
01:07:52Ich habe nur gedacht...
01:07:55Ich dachte doch nur...
01:07:58Wenn das Kleine da ist.
01:08:04Und wir sind eine richtige Familie und...
01:08:06Und ich bin die Oma.
01:08:10Das könntest du doch gar nicht.
01:08:12Dein Gewissen würde dir keine Ruhe lassen.
01:08:14Ich habe noch ein paar Fragen, Hans.
01:08:40Ja, bitte.
01:08:43Ist es wegen der Beerdigung?
01:08:45Ich habe schon alle Wege gemacht.
01:08:46Wir müssen nur noch warten, bis die...
01:08:48Sie ist freigegeben.
01:08:49Ich komme aus einem anderen Grund.
01:08:52Ich muss Sie noch mal nach der Frau befragen.
01:08:54Wieso?
01:08:55Wieso?
01:08:55Ich...
01:08:56Ich habe doch alles gesagt.
01:08:58Ich...
01:08:58Ich kenne die Frau nicht.
01:09:00Sie haben zu Protokoll gegeben, dass Sie kurz vor elf...
01:09:03Vom Einkaufen nach Hause kamen.
01:09:05Ja.
01:09:05Und Herr Kurt kam erst nach zwölf.
01:09:07Ja.
01:09:08Und er hat auch Frau Kurt gefunden.
01:09:11Ja, ja.
01:09:12Und nicht Sie.
01:09:13Nein.
01:09:14Sie lieben ihn sehr?
01:09:24Ja.
01:09:27Mehr als mein Leben.
01:09:29Könnte sein, dass er unbemerkt von Ihnen und von Frau Hahn das Haus betreten hat.
01:09:32Zum Beispiel durch den Kellereingang.
01:09:34Der hat damit nichts zu tun.
01:09:36Der war das nicht.
01:09:37Weshalb sagen Sie mir nicht die Wahrheit?
01:09:38Warum quälen Sie mich denn so?
01:09:48Die Frau heißt Irene Klein.
01:09:52Und wohnt in der Karl-Immermann-Straße 23.
01:09:58Mutti, was ist denn?
01:10:03Ist dir nicht gut?
01:10:08Ich habe 8000-mal gestohlen.
01:10:12Was?
01:10:15Von deiner Knoten.
01:10:16Mutti!
01:10:17Die werden nicht glauben, dass sie schon tot war.
01:10:24Mutti, sag, dass das nicht wahr ist.
01:10:25Doch, doch!
01:10:30Komm, wir gehen zur Polizei.
01:10:32Ich lasse dich jetzt nicht im Stich, Mutti.
01:10:33Komm!
01:10:38Du, ich kenne den Namen der Frau, die besucht.
01:10:41Ich auch.
01:10:42Irene Klein.
01:10:43Sie sitzt dem an.
01:10:46Ich möchte mich stellen.
01:10:47Ich habe 8000 Mark gestohlen von einer Toten.
01:10:50Sie heißt Matta Kurt.
01:10:50Wann?
01:10:51Am Sonnabend vor Mittag.
01:10:53Ich habe geklopft und gerufen, weil mir doch die alte Truhe wieder eingefallen ist von Clara.
01:10:57Wegen der Sicherheiten.
01:10:58Aber dann habe ich nur das Geld gesehen.
01:11:01Beruhigen Sie sich, Frau Klein.
01:11:03Machen Sie uns bitte drei Tassen Kaffee.
01:11:05Danke.
01:11:05Und jetzt erzählen Sie uns alles langsam und der Reihe nach.
01:11:12Ja.
01:11:27Wie zu verreisen?
01:11:30Ich werde vorerst bei Katja wohnen.
01:11:33Warum denn?
01:11:33Möfchen.
01:11:38Wir wollten es uns doch so gemütlich machen.
01:11:40Du und die, Kati und ich und mit dem neuen Auto Ausflüge machen.
01:11:44Du kannst das Geld behalten.
01:11:45Ich schenke es dir.
01:11:46Das kommt überhaupt nicht in Frage.
01:11:47Aber ich kann es doch gar nicht aushalten ohne dich und das Baby.
01:11:53Tante Clara.
01:11:53Ich bin mir mit Kati einig.
01:11:57Wir können unser gemeinsames Leben nicht beginnen und so tun, als wäre nichts passiert.
01:12:01Aber du kannst jetzt nicht wegfahren.
01:12:03Ich habe dich doch beschützt.
01:12:05Vor der Polizei.
01:12:07Vor ihrem Verdacht.
01:12:09Heute früh ist schon einer da gewesen.
01:12:10Ich habe Frau Klein angegeben.
01:12:13Du hast die Frau Klein reingezogen?
01:12:16Ja, aber das hast du mir doch geraten.
01:12:19Aber jetzt wird eine Unschuldige verdächtigt.
01:12:22Ja, aber was sollte ich denn machen?
01:12:24Sie haben doch dich verdächtigt.
01:12:25Dich, mein Wölfchen.
01:12:26Die Polizei, die wird das schon rauskriegen, dass die Irene...
01:12:32Vielleicht...
01:12:35Vielleicht stimmte das gar nicht.
01:12:39Mit dem Schmuck.
01:12:42Martha, die hat ihr gleich nicht getraut.
01:12:45Vielleicht hat sie das Geld unterschlagen.
01:12:47In ihrem Betrieb.
01:12:49Immerhin ist sie Lohnbuchhalterin.
01:12:51Mein Wölfchen.
01:12:56Wölfchen, wir können uns doch jetzt nicht streiten.
01:12:58Wir müssen uns doch vertragen.
01:13:01Willst du, dass ich mich stelle?
01:13:04Dann mache ich das.
01:13:06Wenn du willst, dann gehe ich ins Gef...
01:13:08Martha hätte jetzt gesagt.
01:13:17Clara hätte sie gesagt.
01:13:20Eule.
01:13:21Ist eben ein Tierchen wenig auf der Welt.
01:13:34Es hat verschwieg, die Eule, dass das Geld vom Schreibtisch fehlte.
01:13:39Die hätte doch das Fehlen der 8000 Marken bemerken müssen.
01:13:44Und wenn sie es nicht bemerkte?
01:13:47Sie kam ins Zimmer, fand die Kurt tot,
01:13:50und bekam den Schock.
01:13:52Moment mal, Schock?
01:13:55Wieso hatte die einen Schock?
01:13:58Der junge Kurt sagte doch aus,
01:14:00dass die Haushälterin die Treppe herunterkam,
01:14:03während er telefonierte.
01:14:04Völlig verstört.
01:14:08Ergo,
01:14:10sie muss die Tote zuerst gefunden haben.
01:14:12Das aber streitet sie ab.
01:14:13Na, wie die Morsai.
01:14:15Sie hat das Fehlen des Geldes verschwiegen
01:14:17und sie hat die klein gedeckt.
01:14:20Dann wollen wir jetzt noch mal zur Frau haben.
01:14:24Wann verließ denn nun Frau Euler das Haus zum Einkaufen?
01:14:28Bitte überlegen Sie gut.
01:14:28Da brauche ich nicht zu überlegen.
01:14:33Sie ging überhaupt nicht weg.
01:14:34Und Sie hatten das Haus den ganzen Vormittag im Auge?
01:14:37Ja.
01:14:39Vielleicht in einem Augenblick,
01:14:40als Sie es nicht bemerkten.
01:14:42Sie hat das Haus nicht verlassen.
01:14:45Vielen Dank.
01:14:46Danke.
01:14:47Einen Moment.
01:14:52Als Schmerzensgeld fürs letzte Mal.
01:14:54Na, Martha?
01:15:00Bist du nur zufrieden?
01:15:02Jetzt hast du es doch geschafft.
01:15:05Dabei.
01:15:08Eigentlich hätten wir es so schön miteinander haben können.
01:15:13Aber das war wohl nur ein Traum.
01:15:18Ich habe dich plötzlich so gehasst.
01:15:21Ein einziges Mal habe ich dich um was gebeten.
01:15:25Du hast mich nicht verstanden.
01:15:28Ich war in solcher Not.
01:15:30Ich war in solcher Not.
01:15:32Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:02ZDF, 2020
01:16:32ZDF, 2020
01:17:02ZDF, 2020
01:17:32ZDF, 2020
01:18:02Bis zum nächsten Mal.