- vor 5 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Die Küsten eines Landes sind offene Grenzen. Offen für Handel und Tourismus, aber auch für Verbrechen.
00:07Um die Sicherheit auf dem Meer zu wahren, haben sich die Bundespolizei, der Zoll und andere Behörden zu einer Polizei auf See zusammengeschlossen.
00:15Sie sind die Küstenwache.
00:30Diesmal sind müssten ein paar schöne Brocken dabei.
00:53Wahnsinn.
01:00Und was für ein Schöner.
01:09Ist er nicht im Traum?
01:17Der ist wunderschön.
01:23Oh.
01:30Oh.
01:31Das war's, das war's, war's.
02:01Oh, danke.
02:02Danke.
02:03Oh, danke.
02:04Oh, danke.
02:05Oh.
02:24Shit.
02:31Das war's.
03:01Ah, shit.
03:31Ah, shit.
04:01Mach dir mal keine Sorgen, Emma.
04:11Du hast Fieber, da hört man manchmal Dinge, die es gar nicht gibt.
04:15Emma, hörst du mich?
04:17Hallo, Emma?
04:18Alles klar?
04:24Ach, Emma ist krank, hat Fieber und ihre Mutter lässt sie ganz allein so aus.
04:28Emma glaubt, dass jemand im Haus...
04:29Bestimmt hat sie nur schlecht geträumt.
04:30Mädie, Mädie!
04:44Hier ist alles voller Bauch.
04:48Hier spricht die Küstenwache, wie ist Ihre Position?
04:51Bredko und Süd!
04:53Mein Freund, Herrmann und Bredko und Süd!
04:58Wir sind unterwegs.
05:00Kurs 310 Grad, beide voll.
05:04Wer das denn?
05:05Scheiße, Entschuldigung.
05:07Beide voll.
05:07Wer das denn?
05:24Pistwache! Hier kommt man Bord!
05:44Wie geht's Ihnen?
05:55Hermann! Unten!
05:58Da unten ist noch jemand! Ich geh runter!
06:02Auf!
06:05Ich geh runter!
06:16Ich geh runter!
06:21Ich geh runter!
06:28Der Fluch! Die Echse!
06:58Der Fluch!
07:28Mensch, Sonja, ich mach mir Sorgen um Emma. Um dich. Bitte ruf mich an. Wenn du das abhörst, dann ruf mich bitte sofort an, ja? Ruf mich an. Danke.
07:58Der Tod heißt Hermann Kleinwald. Er starb an einer Vergiftung durch Phosphordämpfe. Bis vor zwei Jahren war er Gefängnispsychologe in der JV Arnor Münster.
08:21Danach hat er sich nur der Schatzsuche gewidmet. Seinem großen Hobby, bei dem...
08:24Dass er es sich locker leisten konnte, weil er nämlich geerbt hatte.
08:27Was sie nicht sagen, Frau Kollegin, blinde Blondine findet anscheinend auch mein Korn.
08:32Selber Punkt.
08:33Was wird das denn?
08:40Abwarten!
08:40Die KTU hat bisher noch keine verwertbaren Spuren auf der Yacht sichergestellt.
08:44Bis auf das hier. Dieser Rest von einem Leinbeute lag in einem geschmolzenen Aluminiumtopf in der Kombüse.
08:51Was ist denn das?
08:52Das ist die Ursache des Feuerwerks, das Kleinwald das Leben gekostet hat. Vorsicht.
09:15Das sieht ja aus wie Bernstein.
09:17Ist aber keiner.
09:18Gelber Phosphor. Eine Chemikalie, die in beiden Weltkriegen als Kampfstoff eingesetzt wurde.
09:27Die Ostsee ist voll davon.
09:29Kommt immer wieder zu Unfällen, weil Taucher und Stadtsucher den gelben Phosphor mit Bernstein verwechseln.
09:35Äh, glaube?
09:40Und warum Sand?
09:41Gelben Phosphor kann man nicht mit Wasser löschen. Solange er im Wasser liegt, ist er ungefährlich.
09:46Aber sobald das Zeug zu trocknen anfängt, entzündet es sich und kann nur noch erstickt werden.
09:54Ferdersen, wo waren Sie die ganze Zeit?
09:55Haben Sie irgendwas Interessantes verpasst?
10:00Ich habe Chemie noch nie gemacht.
10:01Ich habe Chemie noch nicht...
10:11...
10:12...
10:13...
10:19...
10:22...
10:23Ernst
10:27Das war's.
10:57Kleinwald hat eine Taucherausrüstung an Bord.
11:19Er hat seinen Tod also selbst aus dem Wasser gefischt.
11:22Wahrscheinlich hat er den Phosphor mit Bernstein verwechselt
11:24und als er den Fehler bemerkt hat, war es leider schon zu spät.
11:27Tja, das Aluminium des Topfes hat die Reaktion nur noch beschleunigt.
11:31Tödliches Gemisch.
11:33Komisch ist, dass er gleich so viel von dem Zeug an Bord geholt hat.
11:36Um diese Wirkung zu erzielen, da braucht man die 50- bis 100-fache Menge
11:39von dem, was wir in der kleinen Schale haben.
11:42Im Gewebe des Beutels hat die KTU Salz- und Phosphorikstände sichergestellt.
11:46Das bedeutet, der Beute lag mit dem Phosphor im Meer.
11:49Und hat dort auf Kleinwald gewartet.
11:51Gibt ganz so aus, als ob das Zeug unserem Schatztaucher Kleinwald
11:55als Bernstein untergeschoben wurde.
11:59Ermitteln Sie im Umkreis des Toten.
12:01Familie, Freunde, letzte Arbeitsstelle.
12:05Und rufen Sie die JVA Neumünster an,
12:07ob es da einen Häftling gibt, der noch eine Rechnung mit ihm offen hat.
12:09Was hatte eigentlich dieser Typ an der Untiefe zu suchen,
12:13der uns um Hilfe gerufen hat?
12:15Meinhard Köster.
12:16Er betreibt einen Yachtverleih und hat zusammen mit Kleinwald
12:18Tauch-Expedition für Touristen angeboten.
12:21Wracktauchen und tun.
12:22Nach dem Motto, finde das Bernstein-Zimmer.
12:26Der Hafenmeister sagt, die beiden waren dicke Freunde.
12:28Sind immer zusammen rausgefahren.
12:31Aber ausgerechnet dieses Mal ist er nachgekommen?
12:34Mit einem eigenen Boot?
12:36Schon komisch.
12:37Was?
12:42Feddersen scheint im Moment ein bisschen neben sich zu stehen.
12:45Ich kann ihn verstehen.
12:46Ich schließe mich, wo der Emma schon mal entführt.
12:49Vielleicht sollten Sie ihn freistellen
12:50und ich ermittle dann mit Cornelius.
12:53Nein, Berk ist im Urlaub, Gruber krank.
12:55Ich kann im Moment nicht auf Feddersen verzichten.
12:56Aber mit Cornelius? Eine gute Idee.
12:59Die soll sich um ihn kümmern.
13:07Herr Köster?
13:11Eders Köstenwache.
13:12Mein Kollege, kein Orger.
13:14Und Hermann, was ist mit Hermann?
13:16Wie geht's ihm?
13:18Es tut mir leid, aber...
13:19Wir konnten nichts mehr für ihn tun.
13:22Die Phosphordämpfe und das Aluminium.
13:25Ihr Freund ist noch an Bauter Yacht verstorben.
13:27An einer Rauchvergiftung.
13:28Aber er hat doch noch gelebt, als ich an Baut gekommen bin.
13:34Wir haben alles versucht, aber wir kamen zu spät.
13:39Man hat uns erzählt, dass Sie in der Kleinwald
13:41ein unzertrennliches Tauchteam waren.
13:44Beim Tauchen muss man sich aufeinander verlassen können.
13:47Und warum sind Sie denn heute Morgen
13:49nicht mit ihm zusammen rausgefahren?
13:52Ich hatte noch einen Kunden, der eine Yacht mieten wollte.
13:56Hermann konnte es nicht erwarten.
13:57Haben Sie Glück gehabt, dass Sie zu spät gekommen sind?
14:00Ich habe ihm noch gesagt, dass er warten soll,
14:01aber wenn der erste Mal einen Schatz gewittert hat,
14:04dann war er nicht mehr zu stoppen.
14:07Wie sind Sie zu diesem ungewöhnlichen Hobby gekommen?
14:11Durch Hermann.
14:12Er hat mich für die Schatzsuche begeistert.
14:14Sie haben keine Ahnung, was da alles
14:16am Grund der Ostsee liegt.
14:17Das ist faszinierend.
14:20Verdammt, diese Hexe.
14:24Welche Hexe?
14:25Herr Kleinwald hat kurz vor seinem Tod
14:28auch noch was von einer Hexe und einem Fluch gesagt.
14:32Wissen Sie, was er damit gemeint hat?
14:34Die Legende von der Bernsteinhexe.
14:36Kennen Sie die nicht?
14:38Da geht es um eine Pfarrerstochter,
14:40die vor vielen hundert Jahren
14:41einen großen Bernsteinschatz gefunden hat.
14:43Weil sie nicht wollte,
14:47dass der in falsche Hände gerät,
14:48hat sie ihn an einer Untiefe versenkt.
14:51Man hat sie der Hexerei bezichtigt
14:53und gefoltert,
14:54um herauszufinden,
14:56wo der Schatz liegt.
15:00Sie ist dann unter der Folter gestorben.
15:03Den Schatz hat man bis heute nicht gefunden.
15:05Es heißt, es liegt ein Fluch darauf.
15:06Und Sie und Herr Kleinwald
15:09haben nach dem Schatz gesucht.
15:12Ich habe nicht gedacht,
15:13dass da an der Sache mit dem Fluch was dran ist.
15:16Da in meinem Rucksack,
15:17da ist ein Buch über die Bernsteinhexe.
15:24Meinen Sie das?
15:25Sie war hier.
15:37Herr Köster?
15:39Alles in Ordnung?
15:41Sie hat mir das Buch auf den Nachttisch gelegt.
15:45Wen meinen Sie?
15:46Maria Schwedler.
15:48Ich habe das Buch bei ihr gekauft,
15:50letzte Woche.
15:52Verdammt.
15:53Sie hat gewusst,
15:54dass wir am Bredgrund tauchen würden.
15:56Sie hat mir ja selbst den Tipp gegeben,
15:57an der Untiefe zu suchen.
16:00Sie glauben also,
16:01eine Maria Schwedler
16:03wollte sie und Kleinwald
16:04zum Phosphor locken?
16:06Ja klar,
16:06die spinnt doch total
16:07mit ihrem Getue.
16:09Man muss das mehr
16:09um Erlaubnis fragen.
16:11Sie wollte ja nur
16:12konkurrenzlos werden,
16:13weil sie selbst
16:13nach Bernstein sucht.
16:20Köster scheint immer noch etwas verwirrt
16:22von den Phosphordämpfen zu sein.
16:24Ja, aber vielleicht ist an all den Mythen,
16:25die um die Ostseeschätze ranken,
16:27wirklich was dran.
16:28Also der Kollege Asmus
16:29hat zur Abwechslung mal was sehr Konkretes.
16:32Besten Dank für die Einleitung,
16:33Frau Kollegin.
16:35Ein Häftling namens
16:36Arend Kohlmann
16:37hat Kleinwald
16:37in der JVA Neumünster
16:39mehrfach deutlich gedroht,
16:40er soll sogar eine Belohnung
16:41auf seinen Kopf ausgesetzt haben.
16:43Und warum?
16:44Kleinwald hat festgestellt,
16:45dass Kohlmann
16:46seine Knastpsychose
16:47nur erfunden hat,
16:48um bessere Haftbedingungen zu bekommen.
16:49Wo ist Kohlmann jetzt?
16:51Sitzt noch einen.
16:51Und scheide damit,
16:53wo er als Täter aus.
16:54Außer,
16:55er hat eine Voodoo-Puppe
16:56von Kleinwald
16:56bei sich auf der Zelle.
16:58Voodoo soll tatsächlich wirken.
17:00Es gibt Berichte,
17:01ein Voodoo-Glauben
17:02Schluss jetzt mit dem Voodoo-Zeug
17:03aus Norbert.
17:04Sie überprüfen Köster.
17:05Ich will wissen,
17:06in welcher Beziehung
17:07er wirklich zu Kleinwald stand.
17:08Oder ob uns
17:09die große Freundschaft
17:09nur vorspielt.
17:10Asmus,
17:11Sie kümmern sich
17:11um Maria Schwedler.
17:12Maria.
17:37Schatz.
17:43Na?
17:44Wollen wir heute wieder raus?
17:46Nein.
17:49Die See ist nicht bereit.
17:52Wir wollen doch
17:52unser Glück nicht herausfordern.
17:55Und?
17:56Was machen wir
18:02mit dem angefangenen Tag?
18:09Hier fällt doch bestimmt was ein.
18:13Heinrich Schwedler.
18:14Hey, guten Morgen.
18:35Moin.
18:35Du bist ja schon wieder
18:36ganz schön spät dran.
18:37Ich hab die ganze Nacht
18:38versucht in Norwegen anzurufen,
18:39weil weder Sonja
18:40noch Emma rufen zurück.
18:41Moin.
18:42Was ist denn da los?
18:43Ich hab den zig Nachrichten
18:44hinterlassen.
18:45Sie melden sich aber nicht.
18:47Jetzt mach dir mal
18:48nicht so einen Kopf.
18:48Dafür gibt's bestimmt
18:49eine ganz einfache Erklärung.
18:50Ach ja?
18:51Welche denn?
18:52Mensch, ich hab...
18:54Ich...
18:55Mach mir Sorgen,
18:56verstehst du?
18:57Ich kann nicht einfach
18:57hier rumsitzen
18:58und nichts tun.
18:59Am liebsten würde ich mich
19:00sofort ins Auto setzen
19:01und losfahren.
19:03War da schon kurz davor.
19:04Martin,
19:05jetzt mach mal halblang.
19:06Merkst du nicht,
19:07wie sehr du dich
19:07da hineinsteigerst?
19:08Moin.
19:09Du weißt selbst,
19:10dass zu dieser Jahreszeit
19:11gar nichts Besonderes ist,
19:12wenn der Ome Norwegen
19:12mal Strom und Telefon ausfallen.
19:14Ich kam neulich auch
19:14eine Ewigkeit nicht durch,
19:15als ich eine Kollegin
19:16in Trondheim erreichen wollte.
19:17Ja.
19:18Wahrscheinlich hast du recht.
19:21Ordentlich.
19:24Danke.
19:25Kleinwalls Tauchpartner
19:26ist vorbestraft
19:27wegen schweren Betrugs.
19:28Er saß in der JVA
19:29Neumünster ein.
19:31Neumünster hat Kleinwall
19:33da auch gearbeitet.
19:33Ja.
19:33Erkennen die beiden sich.
19:36Nochmal,
19:37Köster hat mir nichts erzählt.
19:38Der Leiter der JVA sagt,
19:40dass dank Kleinwalls Therapie
19:42Köster geradezu
19:43zu einem Musterhäftling geworden ist.
19:46Ja.
19:46Musterhäftling.
19:48Besonderlachte.
19:49Schon gemacht.
19:51Kapitän,
19:52diese Maria Schwedler
19:53ist komplett durchgeknallt.
19:55Sie nennt sich selbst
19:55die Bernsteinhexe
19:56und glaubt,
19:57dass das Meer ihr
19:58die Fundorte
19:59in mystischen Zeichen offenbar.
20:01Außerdem waren sie
20:01vor einem Fluch,
20:02der all diejenigen
20:03heimsuchen wird,
20:03die nur aus Gier
20:04das Gold der Ostsee suchen.
20:06Ja, das ist doch
20:07wie die Bernsteinhexe
20:08aus der Legende.
20:10Also, wenn ihr mich fragt,
20:11die spinnt einfach.
20:11Die hat schon mal
20:12ein paar Fischer
20:12wegen Störung
20:13der Totenruhe angezeigt.
20:15Vielleicht wollte sie
20:16Kleinwall und Köster
20:17eine Lektion erteilen.
20:18Ist ja im Vorher
20:19schon mal
20:19an einer Unfallstelle
20:20aufgetaucht.
20:21Das checke ich gleich.
20:25Ach, Henderson.
20:26Sie und Frau Cornelius
20:29nehmen sich
20:30diese Schwedler
20:31mal vor.
20:33Ach, Frau Cornelius,
20:34kann ich Sie
20:34vorher noch mal sprechen?
20:35Sicher.
20:43Was gibt's denn, Kapitän?
20:46Es geht um Feddersen.
20:48Vielleicht könnten Sie
20:49mal ein bisschen
20:50Auge auf ihn werfen.
20:51Ein Auge auf ihn werfen?
20:52Ja.
20:53Sie wissen,
20:54was ich meine.
20:55Ich kann ihn
20:56zur Zeit
20:56auf keinen Fall freistellen
20:57und er macht sich
20:58große Sorgen
20:58um seine Tochter.
21:00Schließlich ist er
21:00mal schon mal
21:01entführt worden.
21:02Klar, Kapitän.
21:03Sie können sich
21:03auf mich verlassen.
21:04Sie können sich
21:09unter anderem
21:10anschauen.
21:11Ich bin
21:24zuh,
21:25sie sind
21:26über
21:27die
21:27verstanden.
21:28Emma?
21:35Nee, klingelt anders.
21:37Sonja, bist du's?
21:38Na, Benni.
21:42Okay.
21:44Nee, alles super.
21:47Deine Frau wird sich schon noch bei dir melden, hm?
21:49Ex.
21:50Hm?
21:51Ex-Frau.
21:52Sonja ist meine Ex-Frau.
21:54Ach so.
21:55Ja.
21:56Was freute Benni denn?
21:57Keine Ahnung.
22:00Wenn halt die GPS-Daten ausgewertet.
22:02Maria Schwedler war in den letzten Tagen ziemlich oft an der Stelle des Anschlags.
22:18Hallo?
22:18Hallo?
22:27Ich kann Ihnen helfen.
22:34Ja.
22:36Frau Schwedler?
22:38Sie machen sich gerade große Sorgen.
22:42Wie bitte?
22:45Steine haben heilende Kräfte.
22:48Der Opa heilt zum Beispiel.
22:49Er nimmt die Sorgen von der Seele.
23:00Deswegen sind wir aber nicht hier.
23:05Kennen Sie den?
23:06Nein.
23:08Nein.
23:09Sein Name ist Hermann Kleinwald.
23:11Meinhard Köster, Kleinwalds Tauchpartner.
23:13Kennen Sie den?
23:14Tut mir leid.
23:16Köster?
23:17Moment.
23:19Ist das nicht der Mann, dem wir das Buch über die Bernsteinhexe verkauft haben?
23:22Der Schatzsucher?
23:23Von letzter Woche?
23:27Warum suchen Sie ihn?
23:28Was?
23:29Machu.
23:30Du hast es nicht.
23:31Du hast es nicht.
23:33Du hast es nicht.
23:34Am Mann, die du nicht stimmst.
23:39Meine Frau?
23:42Wenn du siehst, hast du siehst.
23:49Beideg es.
23:55Wie ist es?
23:55Sie waren in den letzten Tagen oft an der Tonne Bredgrund Süd unterwegs.
24:17Was haben Sie dort gemacht?
24:18Das ist einfach ein guter Platz zum Bernsteinstechen.
24:21Und diesen Tipp, haben Sie den auch Meinhard Köster gegeben?
24:25Ja.
24:25Warum?
24:28Weil er und Kleinwald dort keinen Bernstein gefunden haben,
24:31sondern eine ziemlich große Menge Gelmphosphor, der sich selbst entzündet hat.
24:34Kleinwald starb noch am Unfallort und Köster liegt mit einer Vergiftung im Krankenhaus.
24:38Nein.
24:43Ich habe ihm gesagt, er darf den Schatz nicht einfach so suchen.
24:47Er muss erst die Seeumerlaubnis fragen.
24:48Ihr gehören der Bernstein und die Schätze.
24:51Beim Bernstein suchen muss man einfach aufpassen.
24:53Wenn man Phosphor findet, muss man ihn nass oder zumindest feucht halten.
24:57Deshalb passieren ja immer wieder solche schrecklichen Unfälle.
25:00Wir gehen aber nicht von einem Unfall aus.
25:04Finden Sie nicht auch immer wieder Gelmphosphor bei Ihrer Suchung?
25:07Doch, doch.
25:08Natürlich.
25:09Aber wir lagen ihn ordnungsgemäß und wir entsorgen ihn von Zeit zu Zeit bei der Feuerwehr.
25:15Nicht wahr?
25:16Ja, ja.
25:17Das könnt ihr auch gerne nachprüfen.
25:19Das werden wir auch.
25:20Mein Kollege und ich werden gleich mal bei der Feuerwehr nachfragen.
25:23Ja, gut.
25:23Danke.
25:25Danke, das wäre es fürs Erste.
25:26Die Akte Köster ist gekommen.
25:34Die Versicherung konnte ihm damals schweren Betrug nachweisen.
25:37Aber jetzt kommt's.
25:38Er saß nicht nur in Neumünster ein, er war auch Zellengenosse von Kohlmann.
25:42Dem Mann, der kleinen Waldrache geschworen hat.
25:45Dann war es also doch kein Zufall, dass er zu spät gekommen ist.
25:50Er könnte den Gelmphosphor seinem Tauchpartner im Auftrag von Kohlmann untergeübelt haben.
25:56Und neben der Belohnung auch noch die Versicherungssumme für die Yacht kassieren.
26:00Gut kombiniert, Sherlock.
26:01Wäre auch nicht das erste Mal.
26:02Nach dem Brand seiner Eigentumswohnung hat er versucht, sich auf Kosten der Hausratsversicherung fürstlich zu sanieren.
26:07Er hat den Wert seiner Einrichtung viel zu hoch angegeben.
26:09Dinge auf die Liste geschrieben, die er nie besessen hat.
26:11Aber der Versicherungsdetektiv hat alles lückenlos dokumentiert.
26:15Maricester?
26:19Haben Sie die Hexe festgenommen?
26:22Schauen Sie mal, was die gemacht hat.
26:27Hier.
26:30Die Tarotkarte.
26:32Das ist eine Todesdrohung.
26:36Da ist nichts drin.
26:39Die war aber eben noch da.
26:43Die Hexe hat die versteckt.
26:45Könnte es sein, dass Sie uns mit dem ganzen Hexengerede nur von den Tatsachen ablenken wollen?
26:56Sie haben mit Arendt Kohlmann in einer Zelle gesessen.
27:00Wie ist Ihr Verhältnis zu Kohlmann?
27:04Kohlmann.
27:07Haben Sie auch Kontakt zu ihm?
27:08Sie glauben, der steckt dahinter.
27:10Stimmt.
27:13Hermann hatte ganz schön Stress mit ihm.
27:15Aber der sitzt doch.
27:17Vielleicht hat er jemanden beauftragt, der Kleinwald nahe stand.
27:20Jemanden wie Sie.
27:21Mich?
27:24Sie glauben also, ich hätte Hermann umgebracht.
27:28Kohlmann hat ein Kopfgeld auf Kleinwald ausgesetzt.
27:32Das ist doch Wahnsinn.
27:33Ich habe mit dem Tod von Hermann nichts zu tun.
27:36Hermann hat mir immer geholfen.
27:37Ohne ihn wäre ich nichts.
27:40War auch damit einverstanden, dass Sie die Yachten viel zu hoch versichert hatten?
27:43Zu hoch?
27:44Das ist Ermessenssache.
27:52Ich habe doch versucht, Hermann zu helfen.
27:59Vielleicht hat er mit der Yacht denselben Trick versucht wie damals mit seiner Wohnung.
28:02Halten Sie bei der Versicherung nach, die ihn angezeigt hat.
28:05Ja, mache ich.
28:05Aber was ist mit der Tarotkarte?
28:08Ich meine die Hexe.
28:10Mein lieber Norge, Sie glauben doch wohl nicht etwa an den Blödsinn, von dem Köster gefaselt hat.
28:14Ah, Kapitän.
28:18Maria Schwedler hat gelogen.
28:20Sie hat behauptet, ihren Phosphor entsorgt zu haben.
28:22Ja, wir haben bei der Feuerwehr nachgefragt.
28:23Weder Sie noch ihr Mann waren in den letzten Wochen dort.
28:27Stellen Sie Maria Schwedler her.
28:44Nein, ist das hier dicht oder was?
28:52Jedenfalls war sie doch noch da.
28:53Ja.
28:53Kester, der Phosphoranfall.
29:11Wo liegt er?
29:17Schwester, er braucht jemanden, der ihn erlöst.
29:22Danke, dass Sie uns angerufen haben.
29:24Maria Schwedler ist im Krankenhaus aufgetaucht und hat sich gerade nach Köster erkundigt.
29:27Norge.
29:47Lachen Sie da stehen?
29:48Nein, was machen Sie denn da?
29:51Ich wollte doch nicht...
29:52Kommen Sie mit.
29:54Ich kann das erfahren.
29:57Keine Panik. Es brennt noch nicht.
30:00Wir müssen den Vorsporn nur feucht halten.
30:09Ich habe ja gesagt, ich bleibe keine Sekunde länger hier.
30:14Nein, du hörst mich an.
30:16Ich bin auch ein Polizistiker und ich...
30:19Ja, und ich möchte, dass Sie eine Polizistik an meine Daughter senden.
30:24Ich habe nicht von ihr von mehr als 24 Stunden gehört.
30:29Nein, ich will nicht die deutsche Embassy erstellen.
30:31Du hast...
30:32Hallo?
30:35Scheiße, Mann!
30:38Das kann alles wie wahr sein.
30:40Das ist jetzt das vierte Mal, dass ich da oben anrufe und keine Sau will mir helfen.
30:43Ich fahre jetzt hin.
30:46Fängst du schon wieder damit an? Das sind mindestens 900 Kilometer.
30:49Das ist mir scheißegal. Ich muss so wissen, was da los ist.
30:51Verlassen, reißen Sie sich zusammen.
30:54Kapitän?
30:56Ich brauche Urlaub.
30:57Sofort.
30:58Kommen Sie mal mit.
31:08Ich muss nach Oslo. Jetzt. Sofort.
31:11Erstmal beruhigen Sie sich, Verlassen.
31:13Es ist nichts passiert.
31:14Sie bekommen gerade keine Telefonverbindung nach Norwegen.
31:17Das ist alles.
31:19Versuchen Sie, etwas Ruhe zu bewahren.
31:21Ich kann aber keine Ruhe bewahren.
31:24Es geht um meine Tochter.
31:25Was weiß ich, wie viele Psychopathen da draußen rumlaufen, die meinen noch eine Rechnung mit mir offen zu haben.
31:30Ich weiß, wie Sie sich fühlen.
31:34Aber ich kann Sie nicht gehen lassen.
31:36Ich kann im Moment einfach nicht auf Sie verzichten.
31:39Kapitän.
31:42Sie können es sich nicht vorstellen, was da in meinem Kopf gerade abgeht.
31:45Ich kann es mir sehr wohl vorstellen.
31:47Ich kann es mir sehr wohl vorstellen.
31:51Ich kenne einen Kollegen bei der norwegischen Küstenware.
31:53Ich werde ihn gleich anrufen und ihm sagen, ob er jemanden vorbeischicken kann und dann nach ihrer Tochter sehen.
32:00Aber Sie bleiben hier.
32:01Das ist ein Befehl.
32:05Ja.
32:07Und ich möchte, dass Sie beim Verhör von Maria Schwedler dabei sind.
32:13Was?
32:13Schöne Grüße aus dem Zauberwald, Watson.
32:21Was ist los?
32:23Die gelben Brocken aus dem Krankenhaus.
32:24Lupen, Rainer, Bernstein.
32:26Kein Fosfor.
32:28Werden wir das denn wissen sollen?
32:30Das kannst du doch mit bloßem Auge überhaupt nicht erkennen.
32:33Die Jungs von der Entschärfungsgruppe lassen euch aber herzlich grüßen.
32:36Danke, grüß zurück.
32:37Trotzdem hat Maria Schwedler uns angelungen.
32:39Und wir wissen immer noch nicht, was mit dem Fosfor geschehen ist.
32:41Du vielleicht nicht.
32:42Ich schon.
32:44Das ist der Stoffbotte, den Maria Schwedler im Krankenhaus dabei hatte.
32:49Dasselbe Muster.
32:59Frau Schwedler, was wollten Sie mit dem Bernstein?
33:06Bernstein wärmt.
33:06An der keinen Wunden heilen.
33:11Ich wollte dem Mann helfen, schneller wieder gesund zu werden.
33:15Der Beutel, mit dem Sie den Bernstein ins Krankenhaus gebracht haben, sieht aus wie selbst gemacht.
33:20Haben Sie den genäht?
33:22Ich nähe doch alles selbst.
33:26Beide Beutel wurden aus genau demselben Material hergestellt.
33:30Den Stoff gibt es tausendfach.
33:37Ja.
33:37Aber nicht Ihre Naht.
33:41Die mikroskopischen Spuren der Fäden, denen die Beutel genäht wurden, stimmen exakt überein.
33:49Sie haben den gelben Phosphor in dem Beutel deponiert.
33:52Nein, das habe ich nicht.
33:54Wir haben uns angelogen.
33:56Nein.
33:57Doch.
33:57Nein.
33:58Sie haben Ihren Phosphor nicht bei der Feuerwehr ins Auge.
34:00Wo ist denn der geblieben?
34:05Frau Schwedler?
34:05Das ist ja interessant.
34:11Würden Sie mir das per Mail mal so rüberschieben, so von Kollege zu Kollege?
34:16Danke.
34:17Das wird uns sehr weiterhelfen.
34:20Ich dachte, zur Abwechslung koche ich mal Kaffee.
34:26Der duftet aber.
34:29Na, sag schon, Watson.
34:31Was hast du rausgefunden?
34:31Ich habe gerade mit dem Detektiv der Versicherungsgesellschaft telefoniert, der Kösthofs Wohnungsbrand damals bearbeitet hat.
34:39Er hat ziemlich tief wühlen müssen, bis er ihm den Versicherungsbetrug nachweisen konnte.
34:44Und?
34:49Das gibt's doch nicht.
34:53Was denn?
34:55Wer denn?
34:55Sag schon.
34:58Die haben die Wirkung des Phosphors einfach unterschätzt.
35:01Jetzt hätte es hier leid.
35:04Und haben Sie gedacht, mit ein bisschen Bernstein zauber wird alles wieder gut.
35:10Ich steche seit fast 20 Jahren Bernstein in der Ostsee.
35:14Und auch für mich ist es nicht immer einfach, ihn von Phosphor zu unterscheiden.
35:17Glauben Sie mir, ich weiß, was das Teufelszeug anrichten kann.
35:24Kapitän, Sie sollten sich mal was ansehen.
35:26Als Kösthofs Wohnung damals ausbrannte, beriet eine Nachbarin durch den Rauch im Treppenhaus in Panik, die alte Frau Ross.
35:50Sie stürzte und fiel die Treppe runter.
35:51Und warum wurde ja dafür nicht belangt?
35:53Weder Polizei noch Feuerwehr haben damals eine Brandstiftung erkennen können.
35:57Es war ein tragischer Unfall durch eine defekte Gasleitung.
36:00Doch der Sohn der Toten lief fast amok.
36:02Ja.
36:03Er schwor bittere Rache für den Tod seiner Mutter.
36:05Hier ist ein Foto von ihm.
36:06Heinrich Schwedler, Geburtsname Ross.
36:08Er kam vor fünf Jahren nach Neustadt, hat Maria Schwedler geheiratet und ihren Namen angenommen.
36:12Dann ging's gar nicht um den Kleinwald, sondern um dessen Tauchpartner, Meinhard Köster.
36:16Heinrich Schwedler muss ihn im Laden wiedererkannt haben.
36:18Geben Sie eine Fahndung nach Schwedler aus.
36:21Danach konnte er den Phosphor gezielt am Rätgrund deponieren.
36:24Ein perfider Racheplan.
36:25Ja, aber er wüsste den Falschen.
36:28Köster ist immer noch in Gefahr.
36:29Wir müssen Schwedler finden, bevor der Köster findet.
36:33Geh ran, geh ran, geh ran.
36:34Geh ran, geh ran, geh ran.
37:05Köster, wir haben ihn.
37:07Schwedler wurde am Hafen gesichtet, in der Nähe von Küsters Jagdverleih.
37:10Kommen Sie mit.
37:11Irgendwie riecht's hier nach Benzin.
37:26Sie sind der Mann aus dem Bernsteinladen.
37:38Der Mann von diesem Hexenweib.
37:40Lass meine Frau aus dem Spiel.
37:42Es geht hier nur um uns.
37:44Um uns?
37:45Ich kenn sie nicht.
37:46Und ob du mich kennst, früher hieß ich Ross, Heinrich Ross.
37:59Siehst du?
38:00Jetzt erinnerst du dich.
38:05Glauben Sie mir, ich kann mich sehr gut erinnern.
38:07Aber wir wissen beide, es war nicht meine Schuld, was mit ihrer Mutter passiert ist.
38:10Halt's Maul.
38:11Du hast eine alte Frau auf dem Gewissen.
38:15Du hast eine alte Frau auf dem Gewissen.
38:45So sehr ich's mir auch wünschte, ich kann das, was passiert ist, doch nicht rückgängig machen.
38:48Das tut mir auch richtig leid.
38:50Dir auch.
38:50Mach doch keinen Blüten.
38:51Hey!
38:51Ohh!
39:08Weck mit den Engels Händen hoch!
39:38Hör sie auf damit! Sie kommen hier nicht mehr weg! Stehen bleiben, sonst fliegt alles in die Luft.
39:48Schwimmer, denken Sie an Ihre Frau. Sie liebt sie!
39:53Stehen bleiben! Ich geh nicht ins Gefängnis. Auf keinen Fall.
40:03Emma! Mein Schatz, geht's dir gut?
40:08Was? Netzausfall! So lange!
40:14Ich kann mir vorstellen, dass deine Muttersau auf der Telefonfirma ist.
40:18Da war jemand von der Christenbache aus Norwegen bei euch? Das ist ja super!
40:27Ja? Ja, das ist nett! Gib sie mir mal bitte!
40:38Ich dachte nicht mehr, dass ich sie erfinde.
40:40Ich dachte nicht mehr, dass ich sie erfinde.
40:44Die Kette war ein Hochzeitsgeschenk für Heinrich.
40:48Ich dachte nicht mehr, dass ich sie erfinde.
40:50Ich dachte nicht mehr, dass ich sie erfinde.
40:54Die Kette war ein Hochzeitsgeschenk für Heinrich.
40:56Der Bernstein zieht den Hass aus den Herzen der Menschen.
41:00Und bei Ihrem Mann wohl nicht funktioniert.
41:02Wer hat sie nie getragen?
41:04Warum?
41:05Ich...
41:06Ich...
41:07Ich...
41:08Ich...
41:09Ich würde ihn gerne behalten.
41:10Was wollen Sie dafür haben?
41:11Was wollen Sie dafür haben?
41:12Ich...
41:13Ich...
41:14Ich...
41:15Ich würde ihn gerne behalten.
41:16Was wollen Sie dafür haben?
41:17Dann hat er geholfen.
41:18Es soll ein Geschenk werden.
41:19Es soll ein Geschenk werden.
41:20Für Ihre Tochter?
41:21Das haben wohl nicht funktioniert.
41:25Wer hat sie nie getragen?
41:31Warum nicht?
41:34Ich würde ihn gern behalten.
41:37Was wollen Sie dafür haben?
41:41Dann hat er geholfen.
41:45Das soll ein Geschenk werden.
41:49Für Ihre Tochter?
41:51Das können Sie doch gar nicht wissen.
42:00Er ist unbezahlbar.
42:10Er hat auf Ihre Tochter gewartet.
42:21Er ist nicht so schlimm.
42:22Ich werde es nicht so schlimm.
42:23Er hat einen Sprachfluss aufgerissen.
42:24Er hat einen Sprachfluss.
42:25Er hat einen Sprachfluss aufgerissen.
42:26Er hat einen Sprachfluss.
42:27Untertitelung des ZDF, 2020
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