Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 5 Monaten

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Die Küsten eines Landes sind offene Grenzen. Offen für Handel und Tourismus, aber auch für Verbrechen.
00:07Um die Sicherheit auf dem Meer zu wahren, haben sich die Bundespolizei, der Zoll und andere Behörden zu einer Polizei auf See zusammengeschlossen.
00:16Sie sind die Küstenwache.
00:30Lasker, sag mal, bist du sicher, dass wir in den richtigen Koordinaten sind?
00:35Position östlich, Tonne E 71. Tore, ich schicke dich schon nicht irgendwo hin, wo du nicht sein sollst.
00:42Ja.
00:44Du bist auf irgendeiner Hochzeit am Arsch der Welt.
00:46Auf irgendeiner Hochzeit? Oh, das kenne ich.
00:50Rucklige Verwandtschaft, Tanzspielchen. Das ist wirklich nicht mein Ding.
00:54Was man hier alles für die Liebe tut, hm?
01:00Ja, Lars, danke für's bringen.
01:12Bist irgendwann dann vielleicht.
01:17Morgen.
01:19Morgen, Frau Bender.
01:24Seit wann arbeiten Sie jetzt bei mir?
01:27Ein Monat, oder?
01:30Das war jetzt der fünfte Mann, wenn ich richtig gezählt hab.
01:34Ja, und?
01:35Ich verbinde das Angenehme mit dem Praktischen.
01:37Ich zahlte Abendessen, danach ein paar teure Drinks und wenn ich will, gibt's sogar noch Frühstück ans Bett und ein Taxi zur Arbeit.
01:43Ja gut, das gibt's in einer festen Erziehung so natürlich nicht.
01:46Nee.
01:48Also am Anfang vielleicht.
01:50Aber am Ende wird man sowieso nur beschissen.
01:52Ohne mich. Danke.
01:53Ja.
01:53Soll ja auch Ausnahmen geben.
01:55Leute, die es ernst meinen.
01:56So einer wie Sie?
01:57Danke für's Anwohnen.
02:00Ist ja nicht.
02:01Aber don't shit, will ich nicht.
02:18Oh, da.
02:19Steuerhof.
02:20Das sieht nicht am Baumstamm aus.
02:24Mehr wie ein Bootsteil.
02:33Wir haben das Treibgut gefunden.
02:36Na bitte.
02:37Dann sichert es mal.
02:39Sind dabei.
02:40Scheint von dem Schiff zu stammen.
02:41Ach du Scheißer.
02:50Ach du Scheißer.
02:50Ich bin da.
02:52Ich bin da.
02:54Ich bin da.
03:02Ich bin da.
03:09Kein.
03:10Bis zum nächsten Mal.
03:40Was ist los? Tore?
03:46Vorsicht. Saskia, an dem Tal hängt eine skeletierte Hand mit einem Ring dran.
03:57Das Internibus auf der Albatross. Wir kommen zurück.
04:10Tja, leider keine Initialen oder sowas. Irgendeine Idee?
04:20Das ist Pulu. Besser bekannt als die Friedenstauber. Gibt's seit 1974.
04:25Wie gut, dass du ein alter Revoluzzer bist.
04:29Bleib also noch Pulusbesitzer. Das ist eine rechte Hand, ziemlich groß. Das ist wahrscheinlich von einem Mann.
04:36Können wir vielleicht anhand des geborgenen Wracktals rausfinden, wer er war?
04:41Das ist schwierig. Aber ich kümmere mich drum.
04:45Spontan würde ich erstmal sagen, dass es Teil des Decks ist. Komisch bloß, dass es komplett schwarz lackiert ist. Das ist ja eher unüblich.
04:52Mal schauen, ob wir es datiert kriegen und einen passenden Schiffstyp finden. Das kann aber dauern.
04:56Okay. Asmus, geben Sie eine Suchmeldung an alle Schiffe raus. Sie sollen die Augen offen halten, ob die noch mehr Wrackteile finden.
05:02Hi, Käpt'n. Ich hab ja heute viel Zeit. Tschüss.
05:07Ciao. Bleibst du hier?
05:08Jo. Nachtschicht.
05:12Am Funk.
05:12Ich dachte, Pia.
05:14Ja, ich hab mit dir gewettet. Ich dachte, Barbara, Papa wäre dieses Orangene fähig.
05:18Er ist Drogosa.
05:19Das weiß ich jetzt auch. Danke.
05:22Ich hab gut vorgesorgt.
05:24Na dann. Halt durch.
05:32For a moment
05:34I felt the strength of your love
05:39It was lightning
05:42It was lightning
05:46Strike down
05:51On me
05:54SOS
05:55SOS
05:57Save our souls
05:59SOS
05:59SOS
06:01Hier spricht die Küstenwache. Wie ist Ihr Status?
06:06Wir werden alles verlieren. Die Turanga geht unter.
06:10Ihr Küstenwache, wie ist Ihre Position?
06:12Position 5429-1215.
06:19Turanga für Küstenwache, ich kann Ihre Position nicht bestätigen. Was ist passiert?
06:23Der Sturm. Schwere See. Rettet unsere See. Rettet unsere See.
06:28Ihr Küstenwache, Unwetter sind nicht gemeldet. Weder an Ihrer Position noch sonst wo auf der Ostsee.
06:35Wie ist Ihr Name?
06:40Wenn das ein Witz sein soll. Falsche Mayday-Rufe werden strafrechtlich verfolgt. Haben Sie mich verstanden?
06:47Hallo?
06:52Hier, Küstenwache, melden Sie sich.
06:58Turanga.
07:12Ich habe gerade mit Österreich telefoniert. Wir freuen sich schon so auf uns.
07:17Eine burgenländische Hochzeit ist immer was Besonderes.
07:20Da wird tagelang gefeiert, Wochen vorher gebacken.
07:23Und da gibt es Punschkrapfen. So viele, dass du drin baden kannst.
07:30Was ist?
07:32Nichts.
07:35Tore.
07:38Naja, ich bin einfach nicht so ein Riesenfan von Familienfesten.
07:42Noch dazu, wenn Sie über mehrere Tage gehen.
07:45Entschuldigung.
07:46Es ist aber nicht irgendeine Familie, sondern meine.
07:52Ja, natürlich. Aber ich weiß ja nicht mehr, ob ich freikriege.
07:56Tore, wenn du keinen Bock hast, dann sag es ganz einfach. Aber rechtzeitig, damit ich mich darauf einstellen kann.
08:02Ah, moin, moin. Und Hare Krishna.
08:13Okay, jetzt bin ich definitiv wach.
08:17Ich habe gestern mal spontan meine alten Krams durchgeschaut.
08:20Wegen Pulo.
08:21Wüsste gar nicht, dass ich die Sachen noch habe.
08:24Oder ist die überhaupt passend?
08:25War vielleicht ganz gut so.
08:26Ey, das habe ich selbst gemacht damals.
08:29Und?
08:30Wie war dein freier Abendton?
08:33Öde.
08:34Ich wusste nicht so recht, was ich machen sollte. Und dann bin ich früh ins Bett.
08:37Tja, siehst du mal.
08:40Im Gegensatz zu dir habe ich mich richtig gut amüsiert.
08:43Mhm.
08:52Alles gut.
08:55Danke.
08:55Und, ruhige Nacht gehört?
09:01Am Anfang ja. Aber dann kam dieser Funkspruch. Ich dachte, es ist ein Fake, weil es gab kein Schiff und es gab auch keinen Sturm.
09:06Die Toranga. Ich habe es recherchiert. Dieses Schiff. Und siehe da...
09:11Sagen Sie mal, wie viel haben Sie von den Dingern da getrunken?
09:15Die Toranga ist 1988 in Seenot geraten und gesunken. Von der zweiköpfigen Besatzung hat nur ein Mann überlebt.
09:22Hubert Kroka. Und der lebt immer noch. Und zwar als erfolgreicher Reeder in Neustadt.
09:27Ja, kenne ich. Kroka-Werft. Der hat doch damals eine alte Werft gekauft und aufgemübelt. Und jetzt gehören die drei Größen an der Küste.
09:34Ja, also Moment mal. Erst bin wir gestern Traktal mit einer Skelettern dran. Und dann in derselben Nacht meldet jemand den Untergang von dem Schiff, das eigentlich schon in 1988 untergegangen ist.
09:43Bist du sicher, dass du das nicht nur geträumt hast?
09:46Ich war voll da.
09:47Ja. Der hat gelogen und außerdem wollte er sich nicht identifizieren.
09:511988. Das ist lang genug her, damit von einer Hand nur noch Knochen übrig sind. Was da einen Zusammenhang gibt.
09:58Ja, also die Turanga wurde jedenfalls nie geborgen. So ein bisschen schräg, ne?
10:04Dann werden wir das mal gerade bogen.
10:08Hier, kommst du.
10:11Ja, die Farbe passt. Aber der Rest? Die Turanga. Sind Sie sich ganz sicher, dass dieser Funker Turanga gesagt hat?
10:20Das war 1988. Ich war mit Konrad Branningmann auf See fischen. Der Himmel war eben noch blau und plötzlich komplett schwarz.
10:33Das ging so schnell. Aber wenn das Wasser kommt, da kann man ja nichts machen.
10:36Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich habe die Rettungsinsel geöffnet, habe nach Konrad gerufen, habe nichts gesehen.
10:42Da kippt die Turanga auch schon um und ist weg. Dass ein Schiff einfach so verschwinden kann. Und Mensch.
10:48Herr Kroger, da ist noch etwas. An dem Wrackteil hing eine skelettierte Hand.
10:55Von Konrad?
10:56Das wissen wir leider noch nicht.
10:57Dann wäre er doch noch an Bord gewesen. Wieso macht er sowas?
11:01Vielleicht war er eingeklemmt.
11:02Ja, der hat nicht aufgepasst. Der stand den ganzen Tag sowieso schon neben sich.
11:05Warum?
11:07Keine Ahnung. Vielleicht hat ihn irgendwas besch... Ich weiß es nicht.
11:11Ach, das ist ein Tart. Ich fand mich verdrängt.
11:16Sander?
11:17Biene, hey.
11:21Okay. Ja, gern bei dir.
11:23Soll ich irgendwas mitbringen?
11:27Okay. Ja, freu mich. Bis dann. Ciao.
11:30Ich habe eine Nachricht vom BKA. Die haben eine Übereinstimmung beim DNA-Abgleich.
11:36Zumindest fast.
11:38Der obere Strang gehört zu der geborgenen Hand. Der untere ist von einer Leila Bender.
11:44Sie wurde vor einem Jahr wegen Einbruchs erkennungsdienstlich erfasst.
11:47Die beiden Stränge sind zwar nicht identisch, aber einige Abschnitte in den Chromosomen überschneiden sich.
11:51Das heißt, die beiden sind verwandt?
11:53Ja. Leila Bender ist mit höchster Wahrscheinlichkeit die Tochter des Togen.
11:56Ich hoffe, dass Sie dieses Mal wenigstens Beweise haben, dass ich es gewesen bin. Oder bin ich wieder mal nur hier, weil es einfach passt?
12:06Nein, nein. Keine Sorge. Setzen wir uns.
12:08Wow. Ein höflicher Polizist ist immer ganz was Neues.
12:15Frau Bender, wir interessieren uns für Ihren Vater.
12:18Warum?
12:18Das erkläre ich Ihnen noch.
12:19Na, da bin ich aber mal gespannt.
12:22Also, mein Vater.
12:24Vorname Johann, geboren 1964, hat mit mir und meiner Mutter in Rostock gelebt und ist kurz vor der Wende abgehauen.
12:31Mit abgehauen, meinen Sie in den Westen geflüchtet?
12:33Nee, einfach die Familie verlassen. Ich denke mal, er hat eine andere.
12:38Wie auch immer, wir haben auf jeden Fall nie wieder was von ihm gehört.
12:41Und dann ist meine Mutter später an Brustkrebs verreckt und hat wirklich bis zum Schluss geglaubt, dass er wenigstens deswegen zurückkommt.
12:49Ist er aber nicht.
13:00Gehörte der vielleicht Ihrem Vater?
13:02Das ist ja eine Friedenstaube.
13:04Mein Vater hat immer gesagt, das wäre ein Falke.
13:07Das war ein Geschenk von meiner Mutter.
13:08Wo haben Sie den her?
13:12Wir haben an einem Wrackteil auf der Ostsee die Überrest einer Hand geborgen.
13:15Und über einen DNA-Abgleich sind wir auf See gekommen.
13:19Wir gehen davon aus, dass die Hand von Ihrem Vater stammt.
13:24Haben Sie auch den Rest gefunden?
13:27Ich meine, vielleicht hat er ja nur irgendwie seine Hand verloren, oder?
13:29Ja, das ist theoretisch möglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering.
13:34Es tut mir leid.
13:35Okay.
13:37Aber wir wollen natürlich herausfinden, was genau mit Ihrem Vater passiert ist.
13:41Von mir aus?
13:42Aber Sie rufen mich jetzt nicht jedes Mal, wenn Sie ein Stück von ihm rausgefischt haben, oder?
13:46Und was ist mit dem Ringen?
13:48Kann ich den mitnehmen?
13:49Wäre das Einzige, was ich von meiner Mutter hätte.
13:51Den kann ich leider noch nicht freigeben.
13:54War's das?
13:54Ich muss dann wieder zur Arbeit.
13:56Natürlich.
14:04Darf ich Sie noch was Persönliches fragen?
14:07Sie scheint nicht besonders interessiert am Tote Ihres Vaters.
14:10Für mich war er tot, als er damals abgehauen ist.
14:18Also, Kroker behauptet, dass nur er und sein Fischerkumpel Konrad an Bord waren.
14:22Die Hand stammt aber nicht von Konrad Branningmann, sondern von Johann Bender.
14:25Also war doch nur ein Dritter an Bord, oder was?
14:27Der aber nur, wenn das Wracktal wirklich von der Turanga ist.
14:30Ja, warum sonst sollte sich plötzlich jemand über Funk melden und von der Turanga erzählen,
14:34kurz nachdem wir das Wracktal geborgen haben?
14:37Der muss mehr wissen.
14:38Also, ich glaube nicht, dass der sich nochmal meldet.
14:40Ich hab's letzte Nacht noch ein paar Mal probiert, mit uns spricht er nicht mehr.
14:43Also, wenn er etwas über die Turanga weiß und über Johann Bender.
14:46Mit dessen Tochter würde er ja vielleicht reden wollen.
14:48Wenn sie für uns den Lockvogel spielen würde, wer kann trotzdem jederzeit die Verbindung abbrechen?
14:53Naja, außer wir triangulieren das Signal und finden heraus, wann wo er funkt.
14:58Das geht aber nur, wenn er eine Weile im Äther hängt.
15:01Also, ich glaube nicht, dass wir Lala Bender nochmal dazu kriegen, hierher zu kommen.
15:04Mir war das Ganze ziemlich egal.
15:05Das Einzige, was sie interessierte, war...
15:07Der Ring ihrer Mutter.
15:15Wenn man sich die eigene Hand abhacken möchte, würde es doch gehen, wenn man sich vorher den Arm abbindet, oder?
15:22Wie kommen Sie denn jetzt darauf?
15:24Nur so?
15:28Ist aber alles in Ordnung, ja?
15:30Klar.
15:33Ach, Schösser.
15:34Ich verstehe das nicht.
15:37Sie machen extra Dreck, müssen es nachher selber wegräumen.
15:41Solange ich am Ende alles wieder sauber kriege, ist es doch verschissen nochmal egal, wie es vorher aussah.
15:45Für mich und für Sie, oder?
15:46Also, habe ich Ihnen was getan?
15:48Dann sagen Sie es mir.
15:49Ich brauche nur keinen, der mir Papa Ratschläge gibt.
15:51Und jetzt gehe ich rein und putze die Klos.
15:53Und mal sehen, vielleicht benutze ich sogar noch eins davor.
15:58Ja, Mann, was wollen Sie denn noch?
15:59Frau Bender!
16:09Wollen Sie einen Kaffee?
16:11Danke, nein, nur den Ring, bitte. Ich muss gleich wieder los.
16:13Gut, ähm, ich habe mit meinem Vorgesetzten gesprochen.
16:16Ihr es wollt ja nicht, aber dann habe ich ein gutes Wort für Sie eingelegt.
16:18Nett von Ihnen.
16:20Ja, im Gegenzug können Sie mir vielleicht auch einen kleinen Gefallen tun.
16:23Folgendes, wir sind auf der Suche nach jemandem, die uns mehr über Ihren Vater sagen kann.
16:27Das Problem ist leider nur, dass dieser Mann nicht mit uns reden will.
16:30Und da dachte ich, vielleicht redet er mit Ihnen als Tochter.
16:34Dafür habe ich keine Zeit. Das habe ich Ihnen doch schon gesagt. Sorry.
16:37Na gut, Sie würden mir aber einen sehr, sehr großen Gefallen tun.
16:46Ganz ehrlich, mich interessiert es einfach nicht.
16:48Kriegen Sie es schon ohne mich hin.
16:49Ich bringe Sie raus.
16:55Bitte schön.
16:57Sie müssen ja einen tollen Job haben, dass Sie da sofort zurück wollen.
17:00Nicht wirklich.
17:01Ich kann verstehen, dass Sie mit der Bullerei nichts zu tun haben wollen.
17:06Wissen Sie, meine Kollegen glauben, ich habe mir den Funkspruch nur eingebildet?
17:10Die denken, Sie hören Stimmen?
17:11Ja.
17:13Und ich kann das Gegenteil nicht beweisen.
17:16Also werden Sie mir das die nächsten Wochen schön unter die Nase reiben.
17:18Das ist aber eine hübsche Nase.
17:20Danke.
17:23Wenn Sie es schon nicht für meinen Chef tun wollen, dann vielleicht für mich.
17:27Was fährst du für ein Auto?
17:29Sportwagen.
17:30Cabrio.
17:34Wenn du mich da mal zum Essen ausführst, bin ich dabei.
17:37Gern.
17:45Gut, wir wären dann soweit.
17:46Danke, Cornelius.
17:47Also sagen Sie nicht, wo Sie sind und versuchen Sie, ihn hinzuhalten.
17:51Schon kapiert.
17:54Rauchen ist hier nicht gestattet.
17:56Na, da bin ich ja mal gespannt, wie lange ich hier meine gute Laune behalte.
17:59Hallo?
18:08Hallo?
18:10Hallo, Turanga.
18:15Achso.
18:19Schiff Turanga?
18:21Bitte melden Sie sich.
18:22Ich weiß, dass Sie zuhören.
18:24Ich weiß, dass Sie zuhören.
18:25Ich weiß, dass Sie zuhören.
18:30Ich will doch nur mit Ihnen reden.
18:31Wo ist mein Vater?
18:31Hier.
18:32Ich weiß, dass Sie zuhören.
18:33Ich will doch nur mit Ihnen reden.
18:33Wo ist mein Vater?
18:34Hallo, Schiff Turanga.
18:35Hallo, Schiff Turanga.
18:37Bitte melden.
18:39Hier ist die Tochter von Johann Bender.
18:42Weiß jemand, was mit meinem Vater passiert ist?
18:48Verdammte Scheiße, jetzt melden Sie sich einfach.
18:51Ich weiß, dass Sie zuhören.
18:52Ich will doch nur mit Ihnen reden.
18:55Wo ist mein Vater?
18:59Hier.
19:02Hier ist die Turanga.
19:05Erst ran, fahren Sie los.
19:10Hallo?
19:12Ich bin Layla.
19:14Wer ist da?
19:17Was sagt schon ein Name?
19:18Nicht unser Name ist das, was uns definiert.
19:23Sondern unser Schicksal.
19:26Was ist denn das für ein Schwachsinn?
19:28Schicksal ist eine Entschuldigung für Menschen, die nichts ändern wollen und stattdessen jammern.
19:33Ja.
19:35Das eigene vielleicht.
19:38Aber nicht das der Welt.
19:41Das der anderen.
19:42Die Welt interessiert mich nicht.
19:44Ich bin auf der Suche nach meinem Vater.
19:45Und nach seinem Schicksal, wenn Sie so wollen.
19:50Ich will wissen, warum ausgerechnet der Mann abgehauen ist, der früher immer bei mir geblieben ist, wenn ich nachts nicht schlafen konnte.
19:57Der mir
19:57seinen Ring mit der Taube gegeben hat, die nachts im Dunkeln leuchtet.
20:02Und dabei geflüstert hat.
20:05Waldtaube saß am Gitter.
20:07Kuru.
20:09Ein Vögelein.
20:10Da kam ein blauer Ritter, ein Falke an ihr Gitter.
20:17Und bist du auch gefangen?
20:19Meine Liebe zerbricht die Stangen.
20:21Zu dir will ich gelangen.
20:22Das ist
20:27eine schöne Erinnerung.
20:30Ja.
20:31Bis ich rausgefunden habe, dass es aus dem Gedichtband ist.
20:34Königskind von Paula Demel.
20:37Und ich habe
20:38immer geglaubt, dass er das extra für mich erfunden hat.
20:40Schön blöd.
20:41Aber er hat die Worte ausgesucht.
20:44Ist das nichts?
20:45Erinnert nichts daran, dass er mich und meine Mutter am Stich gelassen hat.
20:48Wir waren Falke.
20:49Wenn man eine Entscheidung trifft,
20:54weiß man nie, was dadurch in Gang gesetzt wird.
20:57Manchmal trifft man sie, um andere zu schützen oder sich selbst.
21:01Ich glaube nicht,
21:02dass dein Vater das so wollte.
21:06Er war
21:06kein Feigling.
21:11Haben Sie ihn gekannt?
21:14Ich habe mal in Rostock in einer Kneipe neben meinem Johann gesessen.
21:19Er war betrunken und hat mir erzählt, dass er flüchten will.
21:23Raus aus der DDR,
21:24übers Meer.
21:26Danach, wenn er es rüber geschafft hat,
21:29danach wollte er seine Frau
21:31und seine Tochter holen.
21:34Wir können das Signal langsam eingrenzen.
21:37Ein bisschen Zeit brauchen wir noch.
21:38Ist er jemals im Westen angekommen?
21:51Der Schicksal ist ein Boomerang.
21:55Man wirft ihn los und irgendwann kommt er zurück.
21:58Und dann entscheidet man.
21:59Hebe ich die Hand
22:02und fange ihn auf.
22:05Oder schließe ich die Augen
22:06und warte,
22:11bis er mich
22:12am Kopf trifft.
22:16Jetzt hören Sie doch mal auf mit diesem Schicksalsdreck.
22:18War mein Vater auf der Turanga.
22:22Ist er da gestorben?
22:25Hat ihn jemand umgebracht?
22:26Waren Sie das?
22:48Das Signal ist weg.
22:49Ja, ich weiß.
22:50Was soll denn der Scheiß?
22:51Was legt denn da einfach auf?
22:52Vielen Dank.
22:54Die beiden sind östlich von Siggen
22:55am Strand.
22:57Das war eine Klatsche, ey.
22:58Bummerang, geht's noch?
22:59Frau Bender,
23:01es klingt jetzt vielleicht komisch,
23:02aber kann das sein,
23:03dass das eben ihr Vater war?
23:05Keine Ahnung.
23:06Scheiß Zeitverschwendung.
23:07Lass mich zur Arbeit.
23:11Trotzdem, vielen Dank nochmal.
23:12Peter.
23:25Peter.
23:36Kann ja noch was ausgekommen sein.
23:38Ansonsten ist ja ja nix.
23:50Tag.
23:51Peter Cornelius von der Küstenwache.
23:52Das ist mein Kollege Martin Fördersen.
23:53Herr Frey?
23:55Was wollen Sie?
23:56Besitzen Sie ein Funkgerät?
23:59Nein.
24:00Aha.
24:02Dann können wir uns doch bestimmt mal kurz zum Umschau, oder?
24:04Nein.
24:09Gibt's ja gar nicht.
24:11Hallo?
24:13Verschwinden Sie.
24:15Was soll das denn jetzt?
24:17Wir machen ja so einen Aufriss.
24:18Und das war's jetzt?
24:19Wir haben keinen Durchsuchungsbeschluss.
24:20Der muss nicht mit uns reden.
24:22Noch nicht.
24:23Den holen wir uns.
24:23Oder sowas von.
24:24So, da wären wir.
24:31Alles okay bei dir?
24:34Das mit dem Abendessen verschieben wir lieber.
24:37Okay.
24:39Danke, dass du uns geholfen hast.
24:42Kroker Werft?
24:43Hier arbeitest du bei Hubert Kroker.
24:45Das ist mein Chef.
24:46Warum?
24:46Na ja, das ist ja...
24:47Hubert Kroker war auch auf der Turanga, als sie untergegangen ist.
24:50Das...
24:50Das ist doch...
24:55Irgendwie komisch.
24:57Sehr komisch.
25:03Sorry, Barbarella.
25:05Rauchverbot.
25:06Ich weiß.
25:07Kommt nicht wieder vor.
25:11Wenn Sie nicht fertig werden, wissen Sie, was wir vereinbart haben, ja?
25:14Ne, ich schlage Überstunden vor.
25:17Außer...
25:17Ey!
25:18Was ist auf der Turanga passiert?
25:20War mein Vater auch an Bord?
25:24So, jetzt setzen Sie sich erstmal, ja?
25:26Nein, danke.
25:28Also?
25:29Ich höre.
25:37Ich...
25:38Ich war Fluchthelfer damals.
25:41Zusammen mit einem anderen Mann, Konrad.
25:44Das waren ja ganz andere Zeiten.
25:45Das können Sie sich gar nicht mehr vorstellen.
25:46Jedenfalls sollten wir von Ostok jemanden mit der Turanga holen.
25:49Ich war die ganze Zeit unter Deck, seekrank.
25:52Und dann sind wir in den Sturm geraten.
25:54Irgendwann bin ich hoch, aber da war nur noch Konrad und er sagte, dass eine Welle den Mann über Bord gespült hat.
26:02Die Turanga war ja kurz vorm Kentern, ich hab's grad noch so in der Rettungsinsel geschafft, aber Konrad, ich hab keine Ahnung, weiß bis heute nicht, wie der Mann hieß, wer er war.
26:16Johann Bender.
26:17Johann Bender.
26:19Ihr Vater.
26:24Waren Sie bei der Küstenwache?
26:27Ja.
26:28Die wollten, dass ich mit irgendeinem Spinner aus Siggen funke.
26:32Angeblich weiß der was von der Turanga.
26:33Und dann haben Sie noch die Hand von meinem Vater gefunden.
26:37Als Skelett.
26:38Ja.
26:40Weiß ich.
26:42Also nicht, dass das die Hand Ihres Vaters.
26:47Mein Beileid.
26:49Okay.
26:52Ich muss dann mal wieder arbeiten.
26:53Worüber wollte ich mit Ihnen überhaupt sprechen?
26:55Schon klar, ich bin gefeuert, ist ja nichts Neues.
26:56Jetzt hört Sie mir doch was zu, verdammt nochmal!
26:58Ich suche für eine neue Werft in Dänemark, eine Assistentin.
27:05Habe ich an Sie gedacht.
27:07Putzen, das ist unter Ihrem Niveau, das wissen wir doch beide.
27:09Machen Sie was aus Ihrem Leben.
27:10Ich biete Ihnen hier eine Chance, Sie müssen nur zugreifen.
27:13So habe ich das auch gemacht, sonst wäre ich nicht hier.
27:15Ich brauche keinen Mitleidsjob.
27:17Von niemandem.
27:18Und ich brauche erst recht keinen, der meint, er müsse sich um mich kümmern.
27:28Wo warst du eigentlich gestern? Ich habe fünfmal versucht, dich anzurufen.
27:50Ich war noch joggen.
27:53Trainierst du für den Marathon? Vier Stunden joggen?
27:55Also, ich brauche jetzt einen Kaffee.
27:58Du auch?
28:05Kapitän, ich glaube, ich habe da was.
28:09Das ist ein Plan vom gleichen Schiffstyp wie die Touranga.
28:11Ich bin mit dem Marsmann unser Wrackteil rangegangen.
28:14Passform und die Verarbeitung der Klampen passen perfekt. Auch das Alter.
28:17Tja, dann war Johann Bender wohl tatsächlich an Bord der Touranga.
28:19Ja, fragt sich nur, ob Kroker wirklich nichts davon wusste.
28:22Tja, aber entschuldige mal. Das Ausgleichende, wenn das Tochter für Kroker arbeitet, ist das auch ziemlich seltsam, oder?
28:27Vielleicht war da ja auch ein vierter Mann an Bord.
28:30Philipp Frey. Der weiß einfach zu viel, als dass er da nicht irgendwie mit drin steckt.
28:34Das ist kein Zufall, dass der sich gemeldet hat.
28:35Ich glaube, der hat unseren Funk die ganze Zeit abgehört.
28:37Schon als wir die Hand gefunden haben.
28:39Tja, das ist schon möglich. Aber wie sollen wir das beweisen?
28:41Dafür kriegen wir keinen Durchsuchungsbeschluss.
28:42Da haben Sie wohl den schlafenden Bären geweckt.
28:49Ihre DNA-Analyse der Hand hat das LKA aktiviert.
28:53Dieser Johann Bender steht immer noch auf einer alten Fahndungsliste.
28:58Bender steht im Verdacht, in einen Raub auf dem Rostocker Museum verwickelt gewesen zu sein.
29:02Er war dort als Wächter angestellt.
29:05Kurz vor der Wende wurden dort zehn wertvolle Gemälde und Schmuckstücke gestohlen.
29:10Als man Bender vernehmen wollte, war er plötzlich verschwunden.
29:12Und die Beute?
29:13Ja, er ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
29:15Bender wollte sie aus der Lande schmordeln.
29:17Tja, und hier habe ich noch Benders Stasi-Akte.
29:21Er wurde überwacht, Verdachte für Republikflucht.
29:24Das ist ja...
29:26Was macht der in Benders Akte?
29:28Ey, diese Stasi-Schweine, die waren wirklich überall.
29:42Was hatte die Stasi denn gegen Sie?
29:44Wir, Konrad und ich, wir waren Fluchthelfer.
29:46Das habe ich Ihren Kollegen Ihnen nicht erzählt.
29:48Tut mir leid.
29:50Wir haben einige Gesetze gedrochen damals.
29:52Ah, wie zum Beispiel?
29:53Ja, Konrad hatte das Schiff extra schwarz gemalt zur Tarnung und das nautische Wissen.
29:58Und ich habe mich um die nötigen Papiere gekümmert.
30:00Dafür musste ich natürlich die entsprechenden Leute auch treffen.
30:05Der Mann da bei Ihnen ist Johann Bender.
30:07Leila Benders Vater.
30:08Ja.
30:09Hat sie mir gestern erzählt.
30:10Das war mehr als eine Überraschung.
30:13Wir kannten die Leute ja nicht.
30:14Also die richtigen Namen.
30:16Es ging uns ja nichts an.
30:16Ja.
30:18Und, ähm, dass Leila ausgerechnet bei Ihnen arbeitet, ist purer Zufall.
30:22Verrückt, oder?
30:25Naja, aber man sagt ja, über fünf Ecken kennt man jeden.
30:28Ja, trotzdem.
30:31Na gut, wie ging das damals weiter nach dem Treffen mit Johann Bender?
30:35Ja, die Flucht war für den nächsten Tag geplant.
30:37Alles vorbereitet.
30:38Ich war unten unter Deck.
30:41Auf einmal kommt Konrad rein, sagt, der Mann ist nicht zum vereinbarten Zeitpunkt aufgetaucht.
30:45und dann sind wir wieder zurück im Westen und mitten rein in diesen Sturm.
30:50Die Hand, die wir gefunden haben, gehört zu Johann Bender.
30:53Wie kann das denn sein, wenn er gar nicht auf der Turanga war?
30:58Keine Ahnung.
31:15Unser Bumerang-Bunker ist ein Phantom.
31:23Zu einem Philipp Frey konnte ich nichts finden.
31:25Kein Eintrag im Melderegister, kein Konto, keine Versicherung.
31:28Nein.
31:29Okay.
31:30Dann fahrt ihr beide jetzt nochmal dahin und macht diesmal Gebrauch von der Ausweispflicht.
31:34Mal sehen, was er dann macht.
31:35Mit dem größten Vergnügen.
31:36Nee, wenn der jetzt die Flatter gemacht hat.
31:46Was ist denn hier los?
31:47Wurden Sie überfallen?
31:49Nein, nein, nein.
31:50Das war ich selbst.
31:51Ich hab was getrunken und dann bin ich wiekend geworden.
31:56Und dann bin ich gestolpert, blöd.
31:59Ist nicht Ihr Ernst, oder?
32:00Ich krieg einmal im Jahr einen Rappel.
32:02Das Dach fällt mir auf den Kopf.
32:04Aber das wird eng und dann mach ich mir etwas Luft.
32:07Wahrscheinlich die Einsamkeit.
32:09Lassen Sie das.
32:10Gut, wir hätten jetzt mal gerne Ihren Ausweis, bitte.
32:14Der ist weg, den gibt's nicht mehr.
32:15Ich hab irgendwann alle Papiere verbrannt.
32:18Ich bin raus aus der Gesellschaft und ich hab nichts zurückgelassen.
32:21Das Meer weiß, wer ich bin.
32:24Das reicht.
32:25Einmischen tun Sie sich aber trotzdem noch, oder?
32:28Damit haben Sie doch gestern mit Leila Bender gesprochen.
32:30Das ist kaputt.
32:32Damit kann man nicht mehr funken.
32:33Das sieht man doch.
32:36So, Sie kommen jetzt mal mit uns mit.
32:38Sie können mich nicht verhaften.
32:39Warum? Es gibt keinen Grund.
32:41Ich hab nichts getan.
32:43Aber Sie wollen verhaftet?
32:44Sie wollen Ihre Personalien aufnehmen.
32:46Und Sie ärztlich behandeln.
32:48Dienst am Bürger.
32:49Das gehört sich so als guter Polizist.
32:53Danke, Ferdersen.
32:54Philipp Frey ist auf dem Weg hierher.
32:56Der bleibt so lange hier, bis ich weiß, wer wirklich ist.
32:58Also wer untertaucht, hat meistens auch was ausgefressen.
33:00Naja, Konrad Brandingmanns Leiche wurde nie gefunden.
33:04Ein Mann, dessen Beruf es war,
33:05anderen Leuten eine neue Identität zu besorgen.
33:07Vielleicht hat er seinen Tod ja nur vorgetäuscht.
33:09Und ist nach dem Untergang der Turanga mit der Beute abgehauen.
33:12Ja, aber wenn Konrad Brandingmann zu Philipp frei geworden ist,
33:14dann verstehe ich nicht ganz,
33:16wieso er sich jetzt plötzlich bei uns meldet
33:17und damit riskiert aufzufliegen.
33:19Ja, das kriegen wir nur raus, wenn wir ihn festnageln.
33:21Ich weiß ja schon, wie er uns dabei helfen wird.
33:23Sie waren an Bord der Turanga, zusammen mit Johann Bender.
33:30Und er hatte Diebesgut bei sich.
33:32Was ist mit ihm passiert?
33:37Glauben Sie nicht, dass Leila ein Recht darauf hätte,
33:39zu erfahren, was mit ihrem Vater geschehen ist?
33:41Das sind Sie ihr schuldig.
33:44Was würden Sie an Ihrer Stelle tun?
33:45Ich würde den schuldigen bestrafen.
33:55Und der sind Sie.
33:57Konrad Brandingmann, richtig?
34:03Das ist nicht Konrad.
34:06Sind Sie sicher?
34:09Ganz sicher.
34:10Sie waren das.
34:20Ich habe so lange gewartet.
34:23Und jetzt ist es soweit.
34:26Danke.
34:29Leila.
34:37Ein Kapitän.
34:40Verlässt immer als Letzter das sinkende Schiff.
34:45Immer.
34:48Immer.
34:50Immer.
34:52Wenn er kein Feigling ist.
34:56Und hier
34:57ist er.
35:03Der Feigling.
35:08Wir waren zu dritt.
35:10Und in der Rettungsinsel nur Platz für zwei.
35:14Ich habe Deinem Vater
35:16den Platz weggenommen.
35:21Jeden Tag denke ich daran.
35:23Jeden verdammten Tag.
35:27Der Kapitän
35:28bleibt auf dem sinkenden Schiff.
35:30Hey!
35:30Wenn ich da geblieben wäre,
35:32wäre Dein Vater noch am Leben.
35:33Was haben Sie mit ihm gemacht?
35:36Dein Vater
35:37war mutig.
35:39Er hat dieses Museum nur für euch ausgeraubt.
35:42Für seine Familie.
35:43Und ohne diesen Sturm wäre alles anders gewesen.
35:45Dein Vater war ein Dieb?
35:46Ich habe es erst in der Rettungsinsel gesehen,
35:52dass Hubert
35:52das ganze geklaute Zeug
35:54von Deinem Vater mitgenommen hat.
35:56Und dann hat er mich rausgetreten.
35:59Ich wollte zurückschwimmen,
36:00nach Deinem Vater suchen,
36:01aber da war nichts.
36:02nur eine Schwimmbäste
36:05und die Wellen.
36:10Die Wellen
36:11haben mich von der Turanga weggetrieben.
36:16Hubert Krucke
36:17hat meinen Vater bestohlen.
36:19Ich kann es nicht mehr rückgängig machen.
36:24Aber du,
36:26du kannst es wieder richtig machen.
36:32Du kannst einem Feigling
36:34das geben,
36:36was er verdient.
36:40Für deinen Vater.
36:45Mit dem Geld
36:46hätte es meine Mutter
36:47vielleicht geschafft.
36:49Du musst mich zuhören.
36:51Ich bin schuld,
36:54dass du deinen Vater verloren hast.
36:56Ich.
36:57Und ich soll sie dafür bestrafen?
37:04Das ist der Plan hier?
37:05Der Schicksal hat ihn falsch getroffen.
37:06Verstehst du das nicht?
37:08Du musst das ändern.
37:10Keine Chance.
37:12Wenn du damit nicht leben kannst,
37:14nimm dir doch ein Küchenmesser.
37:17Aber längst schneiden,
37:19damit es funktioniert.
37:20Das hast du vor.
37:22Geh nicht weg.
37:22Bleib hier.
37:23Du darfst nicht weggehen.
37:24Krucke ist gefährlich.
37:25Komm her.
37:25Komm, komm.
37:28Komm.
37:31Bring mich zu Ende.
37:35Na, das lief ja ganz wunderbar.
37:37Komm schon.
37:38Kroker hat gelogen.
37:39Da hat er bestimmt
37:39einen guten Grund,
37:40seinen alten Kumpel
37:40nicht zu verraten.
37:42Und andersrum genauso.
37:43Weil beide was vertuschen wollen.
37:46Erst ist Kroker Fluchthelfer
37:48und kurz danach
37:49kauft er einfach so eine Werft.
37:51Wo hat er bitte
37:51das Geld dafür her?
37:52Naja, die aus dem Museum
37:53gestohlenen Gegenstände
37:54sind nie wieder aufgetaucht
37:55und Branningmann
37:56alias Frey
37:57liebt in einer Euenbaracke
37:58statt in einer Villa am Meer.
37:59Kroker hat die Beute
38:00zu Geld gemacht.
38:01Ja, dann werdet ihr
38:02zwei mal schön damit konfrontieren.
38:03Bin gespannt,
38:04was ihr dazu seid.
38:04Ich will das Geld,
38:10das Sie meinem Vater gestohlen haben.
38:12Das steht mir zu.
38:15Ich habe heute ein Meeting
38:16in Dänemark.
38:17Haben Sie sich das
38:17mit dem Jobangebot überlegt?
38:19Scheiß auf den Job.
38:21Ich weiß jetzt genau,
38:22was auf der Drönger
38:22passiert ist.
38:23Sie haben ihn abgezogen.
38:25Ich will das Geld.
38:26Ja, manchmal ist das Leben
38:29so ungerecht.
38:33Kann man nur akzeptieren
38:34und weitermachen.
38:36Alles andere bringt nichts.
38:37Sollten Sie auch tun.
38:39Bringt nichts?
38:41Okay.
38:43Dann gehe ich zur Polizei.
38:45Schauen Sie mir einmal
38:46ganz gut zu.
38:46Ja?
38:47Ja?
38:47Ich sage es noch einmal
38:48ganz ruhig
38:49und ich hoffe,
38:49das kommt an.
38:50Wer mir drohen will,
38:51der sollte sich das
38:51ganz genau überlegen.
38:53Hubert!
38:54Oh, ein Gespenst!
38:56Was ist los?
38:56Oh, der Onkel Conrad
38:57möchte Held spielen.
38:58Ist ja niedlich,
38:59das wusste doch gar nicht.
39:01Wir haben uns ein bisschen
39:01unterhalten.
39:03Du siehst ja ganz schön
39:04ramponiert aus.
39:04Mann, Mann, Mann.
39:06Dass du deine Leute schickst,
39:08anstatt selber zu kommen.
39:09Ja, das war ein Fehler.
39:12Offensichtlich hast du
39:12den kleinen Wink ja nicht kapiert,
39:14aber nächstes Mal
39:14versprochen.
39:15Jetzt rechts!
39:16Gib mir das Geld
39:17oder ich stehe dich ab!
39:18Das gibt doch eine Riesensauerei,
39:23das musst du aufputzen.
39:24Leila, mach das nicht.
39:26Ich mach was,
39:26das ist nochmal,
39:27was ich will!
39:27Ich will doch nur,
39:28dass du keinen Fehler machst.
39:29Wenn ich tot bin,
39:29kriegst du aber kein Geld,
39:30das ist dir hoffentlich klar.
39:32Sei still, Hubert.
39:33Ach, sie macht das
39:33sowieso nichts.
39:34Sie erinnert mich
39:35ein bisschen an ihren Vater.
39:36Kannst du dich erinnern,
39:36wie...
39:37Oh!
39:39Du lernst es nie.
39:41Messer runter, sofort!
39:43Wir unterhalten uns nur.
39:45Leila, bitte.
39:46Nehmen Sie das Messer runter
39:48und wir kümmern uns um alles.
39:54Und bist du auch gefangen?
39:57Zu dir muss ich gelangen.
39:59Kuh, mein Vöglein.
40:03Mit seinen starken Fängen
40:06tat er das Gitter aufzwängen.
40:11Kuh, mein Vöglein.
40:15Sie bereiteten aus.
40:18Die Flügel
40:18flogen weithin
40:21über die Hügel.
40:25Gerade in die Sonne hinein.
40:30Lass einfach los,
40:32Leila.
40:32Sie kommen nicht wieder zurück.
40:49Nein.
40:51Aber jetzt
40:52sind Sie zusammen.
40:54bei der Werft,
41:13das habt ihr ganz toll gemacht.
41:15Okay, Saskia.
41:21Hör mal, ich, ähm...
41:22Ich war gestern nicht joggen.
41:24Zu einer Babine.
41:26Ja.
41:29Ich hab mit dir geübt.
41:33Geübt?
41:33Hm.
41:35Wirst du, ich denke,
41:35damit werden wir diese
41:36burgenländische Hochzeit
41:37ein bisschen durcheinanderwirbeln.
41:38Geübt.
41:39Vielen Dank.
42:09Vielen Dank.
Schreibe den ersten Kommentar
Kommentar hinzufügen

Empfohlen