Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 3 Monaten
Überraschend taucht Willies Bruder Neal auf. Der Mann ist frisch geschieden und ziemlich unglücklich – schlimmer noch: Er ist total hilflos. Von Kindesbeinen an hatte Neal immer jemanden um sich, auf den er sich verlassen konnte. Bald wird klar, dass sich Neal bei seinem Bruder einnisten möchte, und die Familie ist darüber alles andere als glücklich. Besonders Alf versucht, den ungeliebten Besucher wieder loszuwerden. Dieser aber erweist sich als äußerst hartnäckig.

Kategorie

😹
Spaß
Transkript
00:00Ja, das weiß ich, Neil, aber jetzt ist es wichtig, etwas zu unternehmen.
00:11Mach endlich Schluss.
00:13Das verstehe ich gut, aber es hat keinen Sinn, rumzusitzen und deprimiert zu sein.
00:17Sag ihm, das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet. Und jetzt lass mich endlich ans Telefon.
00:23Sch, sch, lass meine Hose...
00:25Oh, ich sprach gerade mit Kate. Sie lässt grüßen.
00:33Aber ja, wann immer du mit mir reden willst, ich bin für dich da. Wozu ist dein Bruder sonst gut?
00:39Schon wieder Onkel Neil.
00:41Wer sonst? Der Kerl ist schlimmer als die Pest.
00:46Ich habe es satt, dass der Bursche dauernd anruft. Er ist eine Blähung, die an Telefonitis leidet.
00:51Du solltest etwas mehr Verständnis haben. Onkel Neil macht gerade eine ziemlich schwere Zeit durch.
00:59Ich weiß, ich weiß. Seine Frau hat ihn verlassen. Aber ich kann nur nicht verstehen, warum sie damit so lange gewartet hat.
01:06Lass das auf.
01:07Du musst damit aufhören, dich zu quälen. Es ist Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
01:11Du wirst sehen, wenn du die Dinge in die Hand nimmst, dann kannst du das Leben beim Schlawittchen packen und es dir zurechtdrücken.
01:19Welche Weisheit.
01:20Viele Leute lassen ihren Hund kastrieren, Neil. Das heißt doch nicht, dass Marke dich damit gemeint hat.
01:27Es hätte für ihn viel schlimmer kommen können, wenn sie geblieben wäre.
01:29Ha, ha!
01:30Ja!
02:00Ja!
02:30Na komm schon, Erik, schenk uns ein liebes Lächeln.
02:45Schenk uns ein freundliches Lächeln, du kannst das doch.
02:48Na los, lächle!
02:51Jetzt geht's los.
02:55Ein ganz lieber Junge, so Schluss, das war der letzte Löffel.
02:59In dem Alter sind sie noch halbwegs pflegeleicht.
03:04Ich geh ran.
03:05Wenn es Onkel Neil ist, sage mich, bin ich da.
03:08Dad, du willst doch nicht, dass ich lüge?
03:12Das ist keine Lüge, das ist was Verwandtes.
03:17So hat es mit Lissi Borden auch angefangen.
03:20Erst hat sie ihre Eltern belogen und dann hat sie sie in Stücke gehackt.
03:24Sah wahrscheinlich so ähnlich aus wie das hier, so wie etwas Verwandtes.
03:29Die Rechnung, bitte.
03:32Einen Moment, keine Sorge, Dad, das ist für mich.
03:35Ich geh ins andere Zimmer.
03:36Eigentlich merkwürdig, wir haben schon seit Tagen nichts mehr von deinem Bruder gehört.
03:40Vielleicht hat er sich meinen Rat zu Herzen genommen und gibt seinem neuen Leben ein bisschen Drive.
03:46Armer Kerl, da hat er zehn Jahre in einen einzigen Menschen investiert und so geht das nun zu Ende.
03:51Na ja, zumindest hat er sein Türen-Geschäft, das lenkt ihn ab.
03:55Das nenne ich die echt-tennersche Lebenslust-Philosophie.
03:58Morgen, Alf.
04:11Hat Dad den Ogmonix erlaubt, ihren Camper in unserer Einfahrt abzustellen?
04:15Das würde nicht passieren, wenn wir nicht in einer Gegend leben müssten, die ich als soziales Glasscherbengebiet bezeichnen möchte.
04:21Wer kann denn das sein um diese Zeit?
04:26Eine soziale Glasscherbenerscheinung.
04:31Das kann doch nicht sein, dass um sieben Uhr morgens schon jemand bei uns an der Tür klingelt.
04:36Das ist Neil.
04:38Neil, Überraschung!
04:39Das kann man wohl sagen. Schön, dass du da bist. Komm rein, komm rein.
04:46Ich hoffe, ich störe euch nicht so früh.
04:48Oh, aber nein, ich freue mich, dich mal wieder zu sehen.
04:52Hi, Neil!
04:53Oh, Lilly!
04:54Warum hast du es nicht bescheid gesagt, dass du kommst?
04:56Ganz einfach, weil der neue Neil Tanner spontan ist und impulsiv.
05:02Oh ja, das ist mein neuer Camper. Toll, was?
05:05Das ist deine?
05:06Ja, ein Schmuckstück.
05:08Dann sind das deine Boxershorts an der Antenne?
05:11Sieht so aus, als wärst du ein großer Batman-Fan.
05:14Meine Wäscheleine habe ich leider unterwegs verloren.
05:18Ich wusste gar nicht, dass du ein Campingfreund bist.
05:20Naja, ich stehe gar nicht so drauf.
05:23Das Ganze ist eigentlich eine Idee von dir gewesen. Weißt du nicht mehr?
05:28Hab ich dir gesagt, du sollst campen gehen?
05:30Nein, aber du hast gesagt, ich soll das Leben beim Schlawittchen packen und es mir zurechtdrücken. Stimmt's?
05:35Was so ein paar Worte doch anrichten können.
05:38Na, was sagst du?
05:40Ich höre eben auf dich.
05:42Mir wurde klar, dass ich in diesem winzig kleinen Loch lebe.
05:45Und nachdem Margaret abgehauen war, wurde das Loch noch winziger und mieser.
05:51Also habe ich auf dein Rad hin die Dinge in die Hand genommen.
05:53Erst habe ich meinen Job und dann meine Wohnung gekündigt.
05:56Dann habe ich meinen Wagen in Zahlung gegeben für den Camper und naja, da bin ich.
06:01Ein neuer Mensch.
06:04Ich habe dir diesen Flo nicht ins Ohr gesetzt.
06:07Naja, vielleicht nicht mit zu vielen Worten, aber ich habe es rausgehört.
06:11Entschuldigt bitte.
06:19Das ist ein besonderer Moment.
06:20Ich mache uns einen internationalen Kaffee.
06:22Wie wäre es mit irischen Mocker und Minze?
06:27Alf!
06:29Was?
06:30Ich suche nach einer Krabbengabel.
06:31Die sind alle zu groß.
06:33Sei vor allem leise.
06:34Onkel Neil ist da.
06:36Das weiß ich.
06:37Siehst du, es war eine Glasscherbenerscheinung.
06:38Ich muss schon sagen, dein Vater ist ein toller Ratgeber.
06:43Was passiert, wenn du das Leben beim Schlawittchen packst?
06:46Es verliert ein paar Schuppen und die kriegst du ab.
07:08Ich habe deinen Krempel verstaut.
07:13Vielen Dank.
07:14Also, du störst uns wirklich nicht.
07:16Du kannst gerne im Haus schlafen.
07:18Nein, nein, nein.
07:19Der neue unabhängige Neil Tanner kommt ganz gut allein zurecht.
07:22Ich danke dir.
07:24Ich freue mich wahnsinnig, dass du da bist.
07:27Wir haben uns lange nicht gesehen.
07:30Du weißt ja, was man sagt.
07:31Familien kommen nur bei Hochzeiten und Beerdigungen zusammen.
07:34Aber Scheidungen gehören wohl auch dazu.
07:38Irgendwie komisch.
07:41Du kommst schon klar an mir.
07:42Aber ja.
07:43Ich weiß, dass du es schaffst.
07:45Im Bettenbauen bist du jedenfalls absoluter Meister.
07:48Ja? Soll ich eure vielleicht auch machen?
07:50Nein.
07:51Nein, danke.
07:52Kate schläft schon.
07:53Ich kann es um sie rum machen, ohne dass sie es stört.
07:55Das habe ich bei Margaret reichlich geübt.
07:58Willst du damit vielleicht sagen, dass deine Margaret gar nicht aufstehen musste,
08:02wenn du ihr Bett gemacht hast?
08:03Wozu sollten wir denn beide aufstehen?
08:07Aber was?
08:09Das liegt alles hinter mir.
08:10Jetzt, wo ich das Leben endlich beim Schlawittchen gepackt habe.
08:13Dank deinem Rat.
08:17Naja.
08:19Dazu möchte ich sagen, was ich wirklich gemeint habe,
08:22das war, glaube ich, das war, setz dich hin, überleg in Ruhe,
08:28triff keine übereilten Entscheidungen
08:30und vor allem, krempel nicht dein ganzes Leben um
08:34und steuere nicht dein Lebensschiff oder deinen Camper in die falsche Richtung.
08:37Hast du Angst, dass ich euch zur Last falle?
08:40Nein.
08:41Ach, Neil.
08:43Ich frage mich nur, ob du dir das auch richtig überlegt hast.
08:46Was machst du ohne Job?
08:48Du hast gerne Türen verkauft und gut dran verdient.
08:50Ja, habe ich.
08:52Aber ich finde nicht, dass wir notwendigerweise nur eine bestimmte Sache tun sollen.
08:56Ich finde, es ist Zeit, ein kleines Risiko einzugehen.
08:58Ich habe mir überlegt, in Sonnendächer einzusteigen.
09:00Was meinst du?
09:01Kennst du jemanden in der Branche?
09:04Nein.
09:05Ich fürchte nicht.
09:07Naja.
09:08Es ist verdammt schwer reinzukommen ohne Beziehung.
09:11Ach was.
09:12Bei den Türen war es auch nicht so einfach.
09:14Sicher nicht.
09:16Und ich sage dir noch was.
09:17Ich schaffe es aus eigener Kraft.
09:18Vor dir steht ein nagelneuer Neil Tanner.
09:20Ich bin stark.
09:21Ich bin unbesiegbar.
09:24Weißt du nicht zufällig eine nette Frau für mich?
09:26Nur mal so ein bisschen.
09:28Ist du das alles?
09:42Nein, ich wollte es in der Backe für den Winterhamster.
09:46Es ist noch genug da, Brian.
09:48Wovon möchtest du den dritten Nachschlag?
09:49Von jedem etwas.
09:51Wo hast du denn bloß so gut kochen gelernt?
09:53Naja, das Frühstück war Margretes liebste Nachmittagsmahlzeit.
09:58Außer an Wochenenden, da hat sie richtig ausgeschlafen.
10:02Ach wisst ihr, manchmal frage ich mich, woher sie die Kraft genommen hat, mich zu verlassen.
10:08Guten Morgen.
10:09Morgen Willi.
10:09Was möchtest du denn zum Frühstück?
10:11Eier, Würstchen, Zimtörnchen, Waffeln?
10:14Oh, ein paar Eier und Toast.
10:17Das reicht mir dann schon.
10:17Okay, wie hättest du sie gern?
10:19Rühreier, gebraten, gekocht, Spiegeleier?
10:21Oh, gekocht.
10:23Eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten?
10:27Ich lass mich überraschen.
10:29Wird gleich serviert.
10:29Du weißt, wer ist nicht sehr glücklich über du weißt was?
10:37Gut, dann werden wir du weißt wem einfach sagen, er kann du weißt wohin gehen.
10:42Er hat mir gesagt, er hätte nach einem Bild von dir eine Voodoo-Puppe angefertigt.
10:47Hübscher Einfall.
11:04Subtil und es trifft den Punkt.
11:07Ich verstehe deine Gefühle, Alf, auch wenn du keinen Grund hast, dich als Geisel zu fühlen.
11:12Was ich allerdings nicht verstehe, das ist diese Notiz.
11:16Es ist deine Sprache, was verstehst du daran nicht?
11:20Lieber Neil, nimm einen Rat von einem, der dich liebt, wie ein Bruder.
11:25Bis Mittag verlässt dein Camper diese Stadt.
11:27Entweder du sitzt drin oder du liegst drunter, Gruß Anonymous.
11:31Ich liebe es, wenn du mir vorliest.
11:34Du hast es auf den Küchentisch gelegt.
11:36Neil sollte es finden und denken, es wäre von mir, nicht wahr?
11:39Lass ihn doch seine eigenen Schlüsse ziehen.
11:42Ich habe nicht geschrieben, dass es von seinem Bruder ist.
11:44Clever, was?
11:46Clever?
11:47Nein.
11:48Unsensibel, ja.
11:50Niederträchtig, absolut.
11:52Glücklicherweise hat es Neil nicht gefunden.
11:57Wenn mich mein Bruder für eine Weile besuchen will, ist er willkommen, Alf.
12:01Gut.
12:02Aber wenn du etwas energischer und weniger mitleidig mit solchen Nassauern wärst,
12:07würde er diesen Wink vielleicht verstehen.
12:08Unser Gespräch ist damit beendet.
12:12Aber vielleicht wäre es gut, wenn du dir mal Gedanken darüber machen würdest,
12:15was Härte gegen Nassau für ein anderes Mitglied unseres Haushalts bedeuten würde.
12:19Er hat recht.
12:24So gesehen wäre Kate schon lange weg vom Fenster.
12:26Was hat dein Gespräch mit Alf gebracht?
12:41Was hat dein Gespräch mit Alf jemals gebracht?
12:43Ich hole dir deine Magentabletten.
12:46Danke.
12:50Alf muss die Tatsache akzeptieren, dass Neil hier bleibt.
12:53Für eine Weile.
12:54Um Missverständnisse zu vermeiden, wie definierst du eine Weile?
13:01Also jetzt fang du nicht auch noch damit an.
13:03Er ist mein kleiner Bruder und zufällig braucht er mich im Augenblick.
13:07Ich mag Neil wirklich sehr gern, das weißt du.
13:10Aber er hat sich immer hinter dir vor der Wirklichkeit versteckt.
13:13Das stimmt so nicht.
13:15Du hast für ihn sogar seinen Heiratsantrag gemacht.
13:19Neil ist schüchtern und er hatte Gürtelrose.
13:22Was sollte ich denn machen?
13:23Er steht dir zu nahe, als dass du objektiv sein könntest.
13:27Ich bin objektiv.
13:28Nein, das bist du nicht, mein Schatz.
13:30Ich muss es eigentlich auch gar nicht sein.
13:32Er ist mein Bruder.
13:34Ich will damit nur eins sagen.
13:35Wenn es Neil nicht ernst damit ist, Ordnung in sein Leben zu bringen
13:38und Margaret hinter sich zu lassen, können wir ihm auch nicht helfen.
13:41Und wenn er auch noch so gut für uns kocht.
13:44Was schlägst du also vor?
13:47Schau, er muss lernen, sich selbst zu wehren.
13:49Vielleicht braucht er nur einen kleinen Schubs.
13:50Und die ganze Situation ist auch Alf gegenüber nicht sehr fair.
13:55Wenn man vom Teufel spricht.
13:57Was gibt es, Alf?
14:01Willi?
14:03Neil?
14:04Ich störe euch nicht gern so spät.
14:06Hi, Kate.
14:06Hi, Neil.
14:08Wer ist Alf?
14:12Alf?
14:14Willi hat mit mir gesprochen.
14:15Er nennt mich Alf, so ein Spitzname.
14:18Ich bin sein kleines Alf.
14:21Oh, das ist niedlich.
14:23Wisst ihr, ich habe Margaret immer mein kleines Taco-Hühnchen genannt.
14:27Das war ihr Lieblingsgericht.
14:31Das und alles andere vom Rind.
14:34Neil, können wir irgendwas für dich tun?
14:37Oh, äh, TP.
14:40TP?
14:41Toilettenpapier.
14:44Es ist mir ausgegangen.
14:45Ich habe schon alle Servietten verbraucht.
14:49Ich hole dir welches.
14:51Vielen Dank, Alf.
14:53Hm.
14:53Wisst ihr, wer schnell isst, kann mehr essen.
15:10Ja, das hebt die Stimmung und den Appetit.
15:13Ich weiß.
15:17Morgen, Dad.
15:17Morgen, Lynn.
15:18Brian.
15:19Alf.
15:21Alf?
15:21Was machst du denn hier unten?
15:23Ich verputze Haferflocken mit Muscheln.
15:27Geh sofort nach oben.
15:28Neil kann jeden Moment reinplatzen.
15:30Das glaube ich nicht.
15:31Er ist weg.
15:32Weg?
15:33Was heißt, er ist weg?
15:35Bleib ruhig.
15:36Das heißt nicht, er ist trot.
15:38Ich habe seine Boxershorts an meinem Fenster vorbeifahren sehen.
15:44Alf.
15:46Kate, Neil ist heute Morgen mit seinem Camper weggefahren.
15:49Das ist ja seltsam.
15:50Also, dann werde ich mich jetzt erst einmal in die Nähe des Fernsehers begeben, wenn niemand etwas dagegen hat.
15:57Bleib hier.
15:58Jemand hat was dagegen.
16:01Was weißt du darüber?
16:04Worüber?
16:05Ich wünsche, dass du mir in die Augen siehst.
16:07Und sagst, ob du wieder was geschrieben hast.
16:09Ich habe nichts weiter geschrieben.
16:16Du solltest nicht auf meine Ohren achten.
16:21Das ist unvermeidlich.
16:23Ich habe dir gesagt, das geht dich nichts an, oder?
16:27Habe ich dir nicht klar gemacht, dass du dich da raushalten sollst?
16:31Offenbar nicht klar genug.
16:34Was genau hast du ihm diesmal geschrieben, Alf?
16:37Ich erinnere mich nur vage und gebe es sehr frei wieder.
16:41Kratz die Kurve.
16:43Strapazier nicht unsere Geduld.
16:44Ach ja, und Zechpreller.
16:47Hochachtungsvoll.
16:48William Tanner.
16:49Unterschrieben mit meinem Namen?
16:52Das letzte Mal warst du wütend, weil ich mit Anonymous unterschrieben habe.
16:55Kann man dir denn überhaupt nichts recht machen?
16:57Also, wie nennt man einen nicht-jüdischen Außerirdischen aus den Melmacher Bergen?
17:12Ist doch ganz einfach.
17:14Einen Allgäu.
17:15Ha, ha, einen Allgäu.
17:17Ha, ha, ha.
17:22Ich lache mich tot.
17:24Dabei würde ich dir gern helfen.
17:25Was habe ich denn so Schreckliches gemacht?
17:29Du hast Onkel Nils Gefühle verletzt und ihn vertrieben.
17:32Bevor er das Abendessen fertig hatte.
17:35Du hast meinem Bruder das Gefühl gegeben, er wäre in unserem Hause nicht willkommen.
17:39Das Gefühl hast du mir in meinem Zuhause auch gegeben.
17:43Nil war schon lange mein Bruder.
17:44Da war noch gar nicht dran zu denken, dass du jemals mein...
17:47Was ist er überhaupt?
17:50Das frag mich lieber nicht.
17:54Alf?
17:55Ab in die Küche.
17:57Alf, ab in die Küche. Wieso?
17:59Alf, ab in die Küche.
18:02Sofort.
18:04Bitte sehr, drück dich nur klar aus.
18:11Nil, komm doch rein.
18:13Ich bin froh, dass du zurückgekommen bist.
18:15Es hat uns so leid getan, dass du weggefahren bist.
18:20Gib mir deine Jacke.
18:21Hast du Hunger?
18:22Mami hat...
18:23Was war das eigentlich?
18:25Essen.
18:27Jedenfalls ist noch eine Menge davon da.
18:29Kochst du morgen wieder was Feines für uns?
18:31Also, was für ein Empfang.
18:34Wenn ich's nicht besser wüsste, könnte ich schwören, ihr dachtet, ich wär für immer weg.
18:38Ja, vermutlich war das so.
18:40Hör zu, wegen dieser Nachricht.
18:44Ach, komm schon, Willi.
18:46Den alten Trick hab ich doch sofort durchschaut.
18:49Trick?
18:49Hat euch euer Dad nie die Marshall Ludwig-Story erzählt?
18:53Nein, die kennen wir nicht.
18:55Als euer Dad und ich noch klein waren, war Marshall Ludwig der unangenehmste Bursche auf der Schule.
19:01Er war der Einzige in der vierten Klasse, der ich liebe den Hass auf seine Finger tätowiert hatte.
19:05Das ist kein Witz.
19:06Und aus irgendeinem Grund war ich sein bevorzugtes Opfer.
19:10Oh, welche Überraschung.
19:14Eines Tages verfolgte mich dieser Marshall bis nach Hause und drohte mir,
19:18er würde mich am nächsten Tag in der Pause so verdreschen,
19:21dass ich meinen Kopf in einer Brotbüchse rumtragen könnte.
19:24Und mein großer Bruder hier hat etwas zu mir gesagt, was mir sehr plausibel erschien.
19:29Er sagte, Neil, weißt du, warum Marshall auf dir herumhackt?
19:33Weil du ein Schwächling bist.
19:35Hm, schon eins Kinder waren die beiden so trübe Tassen.
19:39Als ich diesen Angeber das nächste Mal sah, bin ich ihm entgegengetreten und hab gesagt,
19:43du willst meinen Kopf in eine Brotbüchse stopfen, also los, probier's.
19:45Ich werde mich keinesfalls wie ein Schwächling benehmen.
19:48Hm, das kenne ich doch aus irgendeinem Buch.
19:52Ich wusste sofort, dass Willi den Zettel heute Morgen nur geschrieben hat,
19:55damit, damit ich wütend werde und mein Selbstmitleid unterdrücke.
19:59Dass ich das Leben am Schlawittchen packe und es mir zurechtrücke.
20:03Neil.
20:05Ja?
20:07Sag diesen Satz nicht mehr.
20:08Nie wieder.
20:09Er ist unglaublich blöd und ich bedauere den Augenblick, wo ich ihn gesagt habe.
20:13Ah, ganz wie du meinst.
20:15Das solltest du auch nicht wieder sagen.
20:18Wo warst du den ganzen Tag? Wir haben uns Sorgen gemacht.
20:21Also, ich habe den Camper verkauft und hab mit dem Geld eine Wohnung angemietet, gar nicht weit weg von hier.
20:28Dann hab ich mich um einen Job beworben und dann hab ich Margaret angerufen und sofort wieder aufgelegt, als sie sich gemeldet hat.
20:36Das heißt also, du bleibst in unserer Nähe?
20:38Ganz wie du meinst.
20:40Es hat den Anschein.
20:45Hiermit taufe ich dich um auf den Namen Onkel Neil.
20:59Lieber Schwächling, ich weiß, wo du lebst und habe die Brotbüchse mit deinem Namen drauf.
21:05Alf, ich bin wegen eines Verfahrensfehlers wieder draußen und auf dem Weg zu dir.
21:11Weh.
21:13Verschwinde aus der Stadt. In alter Feindschaft Marschall Ludwig.
21:18He he he.
21:20Da, da.
21:23Alf.
21:25Willy!
21:27Gib das her.
21:29Oh, meine Einkaufsliste?
21:32Wie oft muss ich dir sagen?
21:34Warte, ich halte dir die Tür auf.
21:36Alf, rauf auf den Boden.
21:38Ja, ja, rauf auf den Boden.
21:39Rauf auf den Boden.
21:40Tach.
21:44Hi, Schatz.
21:45Hi.
21:46Neil, du gehst mit dem Kleinen fabelhaft um.
21:48Das muss ich dir schon sagen.
21:49Das freut mich aber.
21:50Ich hab noch nie erlebt, dass der Kleine so viel schlägt.
21:54Ja, danke, Vermittlung.
21:55Hallo?
22:05Marschall Ludwig?
22:06Oh, hi, Marschall.
22:09Ähm, Sie kennen mich nicht, aber ich habe vor, Sie zu einem sehr glücklichen Menschen zu machen.
22:14Ja, sicher.
22:15Hahaha.
22:16Hahaha.
22:16Hahaha.
22:17Musik
22:45Musik

Empfohlen