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Cake day: July 22nd, 2024

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  • In Deutschland glaubt man, wenn etwas verboten ist, existiert es nicht

    Das ist ein Satz, der immer wieder aufkommt. Und der trifft auch hier zu. Gegen Drogenkonsum unter Jugendlichen gibt es viele sozialpolitisch bewährte Mittel. Die werden aber seit Jahren größtenteils unter GroKos zusammengestrichen.

    Auch bei KO Tropfen gibt es viele Mittel den Gebrauch zu verringern. Angefangen bei einer ordentlichen Opferbetreuung, die heutzutage auch stark variiert.

    Ich weiß das ist allgemein bekannt, aber auch hier sollte man betonen. Diese Parteien haben mit “Bürokratieabbau” und “Verbote verbieten” Wahlwerbung gemacht, trotzdem ist das Mittel was immer angewandt wird Verbote und Bürokratie. Und das obwohl es (zum Teil effektivere) Alternativen gibt.


  • Ist das nicht im Grunde auch bei Gefängnissen so? Die Leute werden gegen ihren Willen eingesperrt, […] bis sie ihr Fehlverhalten erkennen und ablegen.

    Nein das ist nicht im Grunde so. Ein Strafmaß richtet sich nach der Schwere der Tat. Nur sind Richter während der Findung des Strafmaßes dazu angehalten alle Auswirkungen auf den Täter zu berücksichtigen, nicht nur die im Gesetz festgehaltene Strafe. Lebenslang zu wissen, dass man etwas Falsches getan hat, gilt als Teil der Strafe, wodurch man u.U. durch das Zeigen von Reue die Gefängnisstrafe verkürzen kann. Die Schwere der Strafe für eine Tat bleibt jedoch gleich, unabhängig davon ob man sein Fehlverhalten einsieht oder nicht (zumindest theoretisch).

    Ein Umerziehungslager kommt dem ziemlich nah, da gebe ich dir recht. Der ich würde sagen, der Kernunterschied zu einem “freiheitlich-demokratischen” Gefängnis besteht darin, dass die Tatbestände und Strafen demokratisch legitimiert sind. Also dass nicht eine kleine Elite bestimmt, was Recht und was Unrecht ist, sondern (i.d.R. mittelbar durch ein gewähltes Gremium) die Gesellschaft selbst.

    Wat? Die Beurteilung, ob es sich um ein Gefängnis oder um ein Umerziehungslager handelt, lediglich an der Staatsform festzumachen ist schon ein wilder Take.


  • Meiner Meinung nach kann man aber nur mit Therapie oder therapieähnlichen Mitteln aus Menschen, die wegen schlechter Sozialisierung zu Straftätern geworden sind, wieder resozialisieren.

    Therapie wirkt nur, wenn intrinsische Motivation sich zu ändern vorhanden ist. Wenn du Menschen gegen ihren Willen “therapierst”, ist das “Umerziehung” und kennt man so eigentlich nur aus extremst autokratischen Systemen, wie China, Russland oder Nazi-Deutschland.

    Angebote machen - ja gerne, gibt es ja auch schon einige. Jeder Mensch der die Hilfe bekommt, die er braucht, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.

    Was du hier vorschlägst, ist Leute in Lager zu stecken bis sie die “richtige” Weltanschauung äußern. Das hat in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nichts verloren.






  • Das klingt ja noch wenigstens nach einem äquivalent zu LinkedIn. Im DB Intranet gibt es definitiv auch Ecken auf Facebook-Niveau.

    Das was ich im DB Intranet gesehen habe, ist der Beweis, dass eine Klarnamenpflicht absolut gar nichts bringt. Zumal die DB Accounts nochmal enger mit der natürlichen Person und deren Karrieren verknüpft sind.



  • I’m not given individual investment advice, since that could lead to legal trouble. An ETF based on this index could make sense in your portfolio.

    Generally speaking in- or excluding companies based on a single indicator is a bad idea (as an investment argument). Many businesses have multiple flows of revenue. A (theoretical) company that uses 1% of their earnings to explore the possibilities of AI would be excluded from this index. Even when AI crashes this company would only experience a 1% loss in earning, basically statistical noise. There core business could over perform markets 10-fold and you would still exclude them from your portfolio. This is why thematic ETFs are almost always a bad idea.

    An typical ETF usually tries to match market performance/ the average performance of a typical company. As I said reliably over performing this metric is near to impossible and needs a better argument, than 'AI is a bad investment ’



  • The big problem is, that you can’t cut AI out of your portfolio, only businesses. Big businesses have multiple business segments. Cutting such companies out reduces your diversification much more, than just the AI portion of businesses, just because they dabble in AI with 1% of there earnings. This is a fundamental problem with these type of indices/ETFs.

    You are basically betting, that you can predict better than other investors, which companies perform good in the future. Historically speaking very few people could do this reliably, and arguably they were just lucky and retired/died before they could loose.

    This index is not a good tool to hedge your portfolio against the AI-crash. It’s a way to cash in on the anti-ai sentiment. Fonds provider are going to license the name, because they think there are enough people out there, who want to exclude AI from there portfolio for ideological reasons, not because they have a solid financial argument against these businesses.







  • Hier geht es ja auch nicht um das jagen und versenken von Konvois im Stile von WWII. Das wäre staatlich sanktionierter Mord an den Seeleuten.

    Es geht um die Durchsetzung von Internationalem Recht, welches eine korrekte Beflaggung verlangt. Eine Nation darf die Kontrolle über ein Schiff übernehmen, wenn dieses nicht oder falsch beflaggt ist.

    Hierfür muss man die eigenen Sicherheitskräfte auf eben jenes Schiff bringen. Schau dir mal Videos von den Marinedrills dazu an. Das ist schon in den Übungssituationen ein sehr gewagtes Unternehmen. Da reicht eine kleine Truppe Bewaffneter aus um aus “Joa ab und an stürzt halt einer ab” ein “Wie viele Leben opfern wir im Optimalfall?” zu machen.

    Und das bleibt am Ende die Frage. Wie viele Soldatenleben wollen wir opfern, um die wirtschaftlichen Sanktionen aufrecht zu erhalten. Wie lange hält die öffentliche Meinung, wenn jede Woche in der Tagesschau über gefallene Soldaten berichtet wird?

    Ich kann voll verstehen, dass man da zögerlich agiert und bin froh in keinen Schuhen zu stecken, die das entscheiden müssen.


  • Du vermischt hier einen Haufen Dinge, und forderst dann, dass das unmöglich gemacht wird. Das finde ich bei Themen, die geschützte persönliche Räume und Altersvorsorge betreffen, halt problematisch.

    Mietnomadentum ist erstmal der Akt einen Mietvertrag einzugehen, ohne die Absicht zu haben, den Mietzins zu zahlen. Der Schaden, der dem Vermieter hierbei entsteht, ist lediglich der entgangene Mietzins.

    Was du jetzt hier beschreibst ist die Abnutzung der Wohnung über den üblichen Gebrauch hinaus. Das ist ein Risiko, was man mit jedem Mieter eingeht. Egal ob Mietnomade oder Mietzinszahler.

    Beides sind erstmal grundsätzliche Risiken, die bei allen Verträgen und Investments auftreten. Wenn du das Risiko nicht eingehen willst, dann gehe zu Sparkasse und lege dein Geld unter Inflation an.

    Eine fristlose Kündigung ist übrigens im Regelfall ab einem Rückstand von 2 vollen Monatsmieten möglich.