Das europäische Industriekonsortium um den Cloud-Anbieter Nextcloud und den Hosting-Dienstleister Ionos hat kürzlich das Projekt Euro-Office vorgestellt. Ziel ist eine europäische Alternative zu Microsoft Office für Behörden und große Unternehmen, die im Sommer 2026 starten soll. Die Entwickler nutzen dafür einen Fork der quelloffenen Software OnlyOffice. Doch nun wirft OnlyOffice-Entwickler Ascensio System SIA dem Konsortium vor, gegen geltendes Urheberrecht zu verstoßen.
Als direkte Konsequenz beendete OnlyOffice die achtjährige Partnerschaft mit Nextcloud mit sofortiger Wirkung. Zuvor konnten Anwender von Nextcloud die Textverarbeitung nahtlos in ihrer eigenen Cloud-Umgebung nutzen. Das wurde besonders wegen der hohen Kompatibilität zu Dateiformaten wie Docx oder Xlsx geschätzt. Die Initiatoren von Euro-Office rechtfertigen die Abspaltung mit der ursprünglich russischen Herkunft von OnlyOffice, da diese den Einsatz bei sensiblen staatlichen Projekten erschwere.
Zudem bemängeln die europäischen Entwickler eine fehlende Transparenz bei der bisherigen Entwicklung und ignorierte Code-Vorschläge. Doch wie das Unternehmen in einem OnlyOffice-Blogbeitrag schreibt, stellt das Vorgehen des Konsortiums jedoch eine Verletzung der Lizenzbedingungen dar. Die Software steht unter der GNU Affero General Public License in der Version 3, kurz AGPLv3. Diese Lizenz erlaubt Modifikationen, ist aber an strenge Auflagen geknüpft.



Ich hoffe, dass die das noch irgendwie gewuppt bekommen.
Möglicherweise, wird sich die entsprechende Klausel in ihrer Lizenz als unwirksam erweisen. (Siehe Kommentare an anderen Stellen 1 2).