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Cake day: August 5th, 2024

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  • Ungeachtet der validen Kritik übers “Alle über einen Kamm scheren” dürfen wir eines nicht vergessen: Erwachsen werden ist und war immer hart und hat diverse Randeffekte durch frühe Sozialisierungen. Je nach Umfeld und Kontext kommt ein anderer Mensch raus.

    Als ehemaliger Jugendlicher kann ich nur dafür sprechen wie unglaublich schwer es ist sich in einer Welt zu orientieren in der die Erfahrungen der Eltern immer weniger nutzen haben. Ich bin zwar nur ca 8 Jahre jünger als du, aber ich behaupte ein wenig mehr vom Hockeystick der drastischen gesellschaftlichen Veränderungen in der Jugend abbekommen zu haben (Wiedervereinigung und Hyperglobalisierung waren halt Brandbeschleuniger).

    Zwischen Gruppenzwang und sinkender Aufmerksamkeitsspanne kann ich nur erahnen wie schwer es für heutige Jugendliche sein muss, insbesondere wenn es genug Scharlatane gibt die auf deren Plattformen wegelagern.

    Wenn dir niemand beibringt zuzuhören und man gefühlt nur Druck bekommt wie man zu sein hat, während vernünftige Beispiele als spießig, langweilig, uncool abgetan werden, dann orientiert man sich eben an den lauten Stimmen (man kann es halt nicht einordnen). Ich vermute dieses Verhalten schleicht sich nicht immer aus und bleibt dann auch später bestehen.

    Der Spagat zwischen “Ich will der Welt zeigen was ich kann/weiß/geleistet hab” und "Ich nehme mich zurück und erkunde die Welten meiner Mitmenschen " ist leider oft zu einseitig belastet. Wenn zuhören nicht zur Stärke gehört wollen viele sich nicht die Blöße geben und scheitern während sie es lernen - insbesondere wenn man wie viele einen so starken Druck verspürt doch endlich mal “eine aber zu kriegen”




  • Ich kenne diesen Ausweg persönlich noch ziemlich gut, weil das im Jugendalter sehr oft eine sehr wirksame Ablenkung fpr verwirrte Machohalbstarke war. Mit dem Alter wird man aber auch reflektierter und heute würde ich einer solchen Erzählung damit begegnen, das in Kontext zu setzen. Zu erklären, dass trotz mancher uninformierten Meinung das nichts erwähnenswertes ist, niemand sucht sich aus wer attraktiv für eine:n erscheint, nur wie man damit umgeht. Und ich hoffe mir fiele dann auch ein wie man solche Ablenkungsmanöver startet, ohne etwas zu benutzen wo niemand Einfluss drauf hat


  • Ich bin der Meinung Unternehmen und Privatpersonen sollten im ersten Moment anders behandelt werden. Unternehmen haben i.d.R. einen spezifischeren Mobilitätsbedarf als Privatpersonen (bspw. Handwerker mit dem Bastelmobil), während diese i.d.R. nur zum Betrieb kommen müssen (wer die Arbeit von daheim erledigen kann soll das gefälligst auch ermöglicht kriegen). Da sollten Status Quo erhaltende Maßnahmen eher auf die Betriebe (vorerst) angewandt werden, während massiv ÖPNV gefördert werden sollte. Alle die einen Bus fahren können ranholen zu Sonderkonditionen. Von mir aus auch Soldaten mit dem entsprechenden Führerschein einsetzen und Sprinter fahren lassen. Im Besten Fall fährt dann nur ein Auto zum Oberzentrum statt 6. Wäre sinniger als die Gießkanne für alle.

    Disclaimer: Mir ist sehr wohl bewusst selbst wenn die Personale und Fahrzeuge kurzfristig organisiert werden könnten würde es sicher an der Organisation oder Bürokratie scheitern




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    15 days ago

    Ich verstehe ja irgendwo das “Mir was bewusst aussuchen ist zu anstrengend” Argument. Halt der Bedarf nach linearem TV mit besserem Programm. Wenn jetzt eine werbefreie Variante eine Schnittstelle für eigene Empfehlungsalgorithmen oder so anböte (“Zeig mir Dinge an die mit meinen abonnierten Kanälen so und so in Verbindung stehen” bspw) wäre zumindest bei mir daheim viel geklärt





  • Abwasser. Viele Geschäftsräume haben entweder keine oder eine zu klein dimensionierte Abwasserleitung, weil dort in der Regel niemand duscht, wäscht oder kocht.

    Aber selbst wenn Raum geschaffen werden soll für Startups ist vielerorts das Mietniveau so hoch, dass halt nur die immer selben Ketten sich dss leisten können. Oft ist es auch so, dass selbst wenn eine Verringerung für neue Geschäfte ausgehandelt wird, so gelten die maximal ein paar Jahre bevor wieder aufs alte Level angehoben wird. Entweder hast du dann genug Umsatz, dass du die Kälte schluckst und dafür auf weitere Mitarbeitende verzichtest, ziehst an einen anderen Ort (mit meist ganz anderen Bedingungen) oder gibst das Geschäft auf