

Ungeachtet der validen Kritik übers “Alle über einen Kamm scheren” dürfen wir eines nicht vergessen: Erwachsen werden ist und war immer hart und hat diverse Randeffekte durch frühe Sozialisierungen. Je nach Umfeld und Kontext kommt ein anderer Mensch raus.
Als ehemaliger Jugendlicher kann ich nur dafür sprechen wie unglaublich schwer es ist sich in einer Welt zu orientieren in der die Erfahrungen der Eltern immer weniger nutzen haben. Ich bin zwar nur ca 8 Jahre jünger als du, aber ich behaupte ein wenig mehr vom Hockeystick der drastischen gesellschaftlichen Veränderungen in der Jugend abbekommen zu haben (Wiedervereinigung und Hyperglobalisierung waren halt Brandbeschleuniger).
Zwischen Gruppenzwang und sinkender Aufmerksamkeitsspanne kann ich nur erahnen wie schwer es für heutige Jugendliche sein muss, insbesondere wenn es genug Scharlatane gibt die auf deren Plattformen wegelagern.
Wenn dir niemand beibringt zuzuhören und man gefühlt nur Druck bekommt wie man zu sein hat, während vernünftige Beispiele als spießig, langweilig, uncool abgetan werden, dann orientiert man sich eben an den lauten Stimmen (man kann es halt nicht einordnen). Ich vermute dieses Verhalten schleicht sich nicht immer aus und bleibt dann auch später bestehen.
Der Spagat zwischen “Ich will der Welt zeigen was ich kann/weiß/geleistet hab” und "Ich nehme mich zurück und erkunde die Welten meiner Mitmenschen " ist leider oft zu einseitig belastet. Wenn zuhören nicht zur Stärke gehört wollen viele sich nicht die Blöße geben und scheitern während sie es lernen - insbesondere wenn man wie viele einen so starken Druck verspürt doch endlich mal “eine aber zu kriegen”







The Longest Johns sang “There is no bond like drivers of the same model car” and they are right. If I ever can buy my chosen model in the future I sure will feel a bond to others that had the same idea