Als verschollene Helden der psychedelischen Rockszene der 1960er Jahre erlangten The Seeds in den letzten Jahren dank eines Revivals der Garagenbands und ihres Platzes auf dem einflussreichen Compilation-Album Nuggets (einer Sammlung von Obskuritäten, die bei Plattensammlern und besessenen Musikjournalisten sehr beliebt ist) Kultstatus. Angeführt von Frontmann Sky Saxon gehörten sie zu einer Welle von Westküstenbands, die sich von der britischen Invasion der Rhythm-and-Blues-Bands inspirieren ließen, aber einfach zu seltsam waren, um in die Pop-Charts einzudringen. Stattdessen landete die Band mit ihren Singles Pushin' Too Hard, Mr Farmer und Can't Seem To Make You Mine lokale Radiohits. Das Debütalbum The Seeds (1966) inspirierte später die Ramones und gilt als einer der Vorläufer des Punk. Das Nachfolgealbum A Web Of Sound (1966) ging noch weiter in Richtung hypnotischer Acid-Rock, erwies sich aber erneut als wichtiger Einfluss, diesmal auf Iggy And The Stooges, Velvet Underground und Love. 1972 löste sich die Band auf und Saxon ging in eine religiöse Kommune in den Hollywood Hills, bevor er mit einer Reihe lokaler Bands wieder auftauchte und im Video Superchrist der Smashing Pumpkins mitspielte. Er starb 2009 plötzlich an Nierenversagen, aber der Ruf von The Seeds als eine der großen Underground-Rockbands von L.A. inspiriert weiterhin neue Generationen von Bands, darunter The Horrors, Django Django und Black Lips.