Von seinen Anfängen als Anwerber für Glee-Clubs des bekannten Bandleaders und Fernsehmoderators Fred Waring stieg Robert Shaw, damals Absolvent des Pomona College, zu Amerikas angesehenstem und bekanntestem Chorleiter auf.
Im Jahr 1941 gründete Shaw den Collegiate Chorale, einen sinfonischen Chor mit Sitz in New York, der noch heute existiert. In den 1940er Jahren wurde der Chor für seine liberale Politik der Rassenintegration bekannt und oft kritisiert. Als der italienische Dirigent und notorische musikalische Perfektionist Arturo Toscanini den Chor Beethovens "Neunte Symphonie" aufführen hörte, sagte er: "In Robert Shaw habe ich endlich den Maestro gefunden, den ich gesucht habe".
Shaw gründete daraufhin den Robert Shaw Chorale, der in seiner Blütezeit je nach Stück bis zu 60 Stimmen umfassen konnte. Der Chor machte einige denkwürdige Aufnahmen für RCA Victor, und seine 1957 veröffentlichte CD Christmas Hymns and Carols" erreichte Platz fünf der Billboard Pop Charts. Der Chor wurde zu einer internationalen Attraktion, bis er schließlich 1965 aufgelöst wurde. Shaw wurde anschließend musikalischer Leiter der San Diego Symphony und des Atlanta Symphony Orchestra und gründete während seiner Amtszeit in Atlanta einen Chor für das Orchester. Bis zu seinem Tod nach einem Schlaganfall im Jahr 1999 im Alter von 82 Jahren war Shaw eine Schlüsselfigur der amerikanischen klassischen Musik.