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00:00Welcome to the KTM-Fahrer.
00:30Der zwischenzeitlich mal Vierter in der Motorradwertung gewesen ist, ist heute bei der Ortschaft Maria Elena ganz, ganz böse gestürzt.
00:38Mittlerweile ist Luca Manka im Krankenhaus von Santiago de Chile und sein Mechaniker Mauro Sainz ist bei ihm.
00:48Allerdings nach wie vor liegt Luca Manka noch in einem künstlichen Koma und in einem kritischen bis lebensbedrohlichen Zustand.
00:56Das war geschehen. Der zweite Sturz bitt in acht Kilometer.
01:02Nachdem er das erste Mal abgestiegen war, hatten ihm Vorbeifahrende gesagt, bitte fahr nicht weiter.
01:07Trotzdem stürzte er heftig bei Kilometer zehn, also gerade mal kurz in die Wertungsprüfung hinein,
01:13und zog sich dabei nach jetzigem Stand einen Schädelbruch zu.
01:16Hier liegt im Koma. Florence Pomeri, die Chefärztin der Rallye Dakar, die diesen Tross konstant begleitet,
01:23gibt uns jetzt live ein Update über den Gesundheitszustand von Luca Manka.
01:26Ja, wie geht's, Luca Manka?
01:41Ja, er ist immer noch in kritischem Zustand.
01:43Also er ist bei sehr hoher Geschwindigkeit gestürzt
01:49und hat sich dabei schwere Schädelverletzungen zugezogen.
01:53Und die Schädeldecke ist gebrochen.
02:05Also er war beim Auffinden bewusstlos und hat seit diesem Zeitpunkt, die das Bewusstsein noch nicht zurückerlangt.
02:14Wir haben ihn ins Hospital gebracht und dort wird er weiter verfrachtet in ein Hospital,
02:18spezialisiert auf Schädelverletzungen.
02:21Er hat eine Schwellungen im Kopf und man versucht mit einem CT, wenn ich es richtig verstanden habe,
02:37ein genaueres Bild von den Verletzungen zu bekommen.
02:43Er musste an einem Punkt sogar reanimiert werden.
02:46Er war also am Unfallort überhaupt nicht stabil.
02:51Er war Gott sei Dank sehr schnell im Hospital, weil das sehr nahe am Flughafen auch dran ist, Gott sei Dank.
02:59Und dort geht es dann in das Vente-Santiago-de-Chile-Hospital.
03:10Also wir müssen die nächsten 24 Stunden auf jeden Fall abwarten und müssen auf den Innendruck in seinem Kopf achten
03:29und hoffen, dass sich dieser Druck langsam abbaut.
03:41Also wenn sich dieser Druck relativ schnell abbaut, dann haben wir auch sicherlich ein positives Resultat,
03:46was den Heilungsverlauf betrifft.
03:47Aber im Augenblick kann man weder etwas Negatives noch etwas Positives sagen.
03:52Klingt allerdings sehr, sehr alarmierend.
03:56Ein Hirnödem, hat sie gesagt.
03:59Und deswegen großes Bangen hier im Biwak, auch bei Helder Rodriguez, der jetzt als nächster Gesprächspartner bei uns steht.
04:05Ja, Helder, wir haben heute den schweren Umfall von Luca Manka verdauen müssen.
04:13Wie fühlst du dich jetzt im Augenblick?
04:18Also als ich heute ins Ziel gekommen bin und ich die Nachricht mitbekommen habe, war das eine sehr schwierige Situation für mich.
04:25Und ich bin im letzten Jahr viele Rennen mit ihm gefahren, er ist ein Freund von mir.
04:29Und es ist sehr hart für mich.
04:37Und für mich ist das Wichtigste jetzt im Augenblick in diesem Rennen, dass er okay ist.
04:44Wir haben nicht viele Bilder gesehen, aber kannst du dir vorstellen, was passiert ist?
04:49Also das Problem ist, er ist etwas weit hinten gestartet und der Staub und der war heute sehr schwierig.
05:01Und er hat ein großes Motorrad und leider auch nicht so viele Erforderungen hier bei der Dakar.
05:08Und wir haben immer gesagt, Luca, sei vorsichtig, du hast ein großes Motorrad, ist alles noch neu für dich.
05:13Und vielleicht hat er einfach nur einen Augenblick nicht aufgepasst.
05:16Und wir hoffen jetzt mal, dass es ihm bald wieder besser geht.
05:20Die Prüfung des heutigen Tages, los geht's in Koyasur, westlich der Stadt Kalama.
05:44Nach einer relativ kurzen Verbindungsetapie von 180 Kilometern dann in riesige 418 gewertete Kilometer.
05:53Schnelle Off-Pist-Passagen, berghohe Sandwelle und Dünenüberquerungen warten auf die Teilnehmer.
05:59Die gerade angesprochene Startposition von Luca Manka ist das, was gerade Mark Koma so nachdenklich macht.
06:12Denn nach den Top Ten sind die Intervalle, zwischen denen die einzelnen Fahrer losgelassen werden,
06:17auf die Etappe kürzer als unter den Top Ten mit zwei Minuten da.
06:20Und Manka hätte normalerweise in den Top Ten starten können, wenn er nicht ausgerechnet Mark Koma gestern,
06:29ohne dass er ein Teamkollege von ihm gewesen wäre, aus reiner sportlicher Geste sein Hinterrad vermacht hätte.
06:35Nur deswegen startete Luca Manka in der Staubzone, die ihm jetzt wohl zum Verhängnis geworden ist.
06:41Und Francesco Lopez, der Vortagessieger, hat die Prüfung eröffnet.
06:49Bei Kilometer 23 hat er sich verfahren und eine ganze Menge Kollegen mit ins Verderben gerissen,
06:55die mit ihm rechts abgebogen statt geradeaus gefahren sind.
06:58David Fretinier war unter denen, die sich geirrt haben oder in die Ehre leiten ließen.
07:02Alain Duclos ebenfalls, Paolo Gonsalves, Ruben Faria und Paul Anders Ullevalzette aus Norwegen.
07:12Diese ganze Corona musste eine Zusatzschleife von fünf Kilometern Länge drehen.
07:17Und das hat gleich einmal ordentlich Zeit gekostet zu Beginn.
07:24Gonsalves stürzte sogar noch auf dieser Extraschleife und heftete sich dann an die Fersen von David Fretinier.
07:31Und auch das sollte nicht ohne Folgen bleiben im weiteren Verlauf der Rallye.
07:35Cyril Dupré, der amtierende Marathon-Weltmeister, hat am Anfang mit Magenproblemen zu kämpfen.
07:42Ihm war richtig schlecht.
07:43Erst einige Pillen von französischen Landsleuten beruhigten seinen Magen wieder.
07:50Ja, das ist ein Teil der Rallye-Räte.
07:54Also du machst die Etappe auf und manchmal vergisst du einfach, dass du Rennen fährst.
07:59Das ist einfach so schön hier.
08:01Ich denke, meine Geschwindigkeit ist 158 Kilometer.
08:05Ja, also von der Geschwindigkeit her, der Helikopter 180 Sachen.
08:10Ich bin nur 158 gefahren.
08:12Beim zweiten Tankpunkt musste ich Dupré schwer wundern, warum so lange keiner kommt,
08:17warum er so lange der Einzige ist, der da steht.
08:19Der Grund dafür, dieses Verfahren, was ich gerade angesprochen hatte.
08:22Und irgendwann kamen dann David Frittinier und in seinem Schlepptau Gonsalves.
08:27Und Gonsalves übersieht im Staub, dass Frittinier einen kleinen Haken schlägt und überschlägt sich mit 120 kmh Vollgas über den Lenker hinweg.
08:35Ein Horrorunfall, den Dupré live sieht.
08:38Und Gott sei Dank, es bricht sich dabei ein Schlüsselball.
08:40Ich bin so traurig, dass meine Rallye hier zu Ende ist.
08:45Das ist die erste Dakar und ich werde sie nicht zu Ende fahren können.
08:49Ich bin total enttäuscht.
08:50Ich war so schnell, so nah dran an Frittinier und ich habe ihn einfach nicht gesehen und ich bin stumpf über den Lenker.
08:55Für Cyril Dupré war es, so hat er nachher erzählt, der schlimmste Unfall, den er jemals live vor seinen eigenen Augen gesehen hat.
09:09Und er habe sich entsetzt abgewandt, weil er ja noch weitere, gut 200 km zu fahren gehabt hätte.
09:14Und er wollte sich nicht irritieren lassen von diesen wirklich schlimmen Bildern.
09:18Quonsalves, den Portugiesen hat es aber im Vergleich zu Manka noch vergleichsweise harmlos erwischt.
09:23Und David Frittinier, dessen plötzlich hasenähnlicher Haken diesen Crash mit rauf provoziert hat, auf der dritten Position in der Gesamtwertung.
09:34Marc Comer hat heute wieder angegast, nachdem auch er sich zu Anfang verfahren hat, aber sehr schnell blitzartig reagierte und den richtigen Weg wieder fand.
09:43Zehn Minuten Vorsprung von Cyril Dupré konnte er wieder zusammenfahren und sogar noch in einen zehnminütigen Vorsprung seinerseits auf Cyril Dupré umwandeln.
09:51Denn Dupré hat sofort viel Dampf vom Kessel genommen, als er wusste, was los war, als er merkte, was da für Schwierigkeiten um ihn herum waren.
09:59Dupré fährt auf Nummer sicher, balanciert seine Geschwindigkeit so aus, dass er noch gerade so am Limit balanciert, um nicht unkonzentriert zu werden.
10:07Es reicht heute nicht zum Sieg, den holt sich Marc Comer.
10:10Dupré allerdings auf Platz zwei, trotz leichter Adduktorenprobleme auf den letzten Kilometern.
10:15Dupré verteidigt die Führung in der Gesamtwertung souverän.
10:18Der KTM-Fahrer aus Frankreich kann sich jetzt fast nur noch selbst schlagen, während sein Teamkolleg während Marc Comer Platz zwei schon wieder ins Auge gefasst hat.
10:43Dafür muss er aber zunächst noch an Helder Rodríguez aus Portugal vorbei.
10:46Der liegt auf der dritten Position in der Gesamtwertung, war heute auch dritter auf der Prüfung.
10:51Und Francisco Lopez hat sich wieder berappelt nach diesem Irrlichtern in der Anfangsphase.
10:56Vierter, heute im Ziel, Zweiter in der Gesamtwertung.
11:00Überhaupt kam der ganze Konvoi rund um Francisco Lopez relativ stark wieder auf in der Endphase.
11:10Auch Paul Anders Üle, weil Zetter hat sich noch wieder auf Rang fünf vorhangeln können.
11:14Liegt damit auch auf Platz fünf im Endklassement.
11:17Ivan Jakesch aus der Slowakei war heute eine der großen Überraschungen auf einer privaten 660er KTM.
11:28Zwischendurch dritter, begünstigt von dem Verfahren natürlich.
11:31Sechster letztlich im Ziel, neunter in der Gesamtwertung.
11:34Und Jakob Pritschegonski, De Pole, siebter heute, fünfzehnter.
11:39Ein ereignisreicher und ein trauriger Tag endet mit dem weiteren Etappensieg von Marc Coma vor Cyril de Prey und Helder Rodriguez.
12:00De Prey bleibt in der Gesamtwertung vorne.
12:04Coma auf der vierten Stelle.
12:06Und alle gehen heute Abend mit einem Ordnung.
12:09Und ich in Zittern ins Bett, auch Marc Coma.
12:12Ja, bei Kilometer 29, da war ein versteckter Wegpunkt und alle sind rechts abgebogen.
12:18Mit dem ganzen Staub war ich dann ein bisschen irritiert und auch verloren.
12:22Letztendlich habe ich aber nicht viel Zeit verloren.
12:23Ich habe einen guten Rhythmus gefunden.
12:25Und auch wenn es für mich relativ hart war, viele andere Kollegen zu überholen,
12:29es war schon ziemlich gefährlich.
12:32Ich habe einfach versucht, cool zu bleiben und bin froh, dass ich hier ohne Probleme angekommen bin.
12:35Gleich zu Beginn bin ich in ein Bachbett gefahren.
12:41Und als ich wieder rausgekommen bin, habe ich Cyril getroffen und all die anderen Jungs,
12:44Fredinier, Rodriguez, Oliver Setter und viele Fahrer mehr noch sogar.
12:49Wir haben dann eigentlich eine gute Route gefunden und sind miteinander gefahren.
12:53Und ich habe mich dann auf die Pace von Cyril versucht zu konzentrieren.
12:58Und dann sind wir eigentlich bei richtig guten Bedingungen hier im Zehn angekommen.
13:02Das ist das Lager des Führenden, der Spitzenreiter Cyril Dupré,
13:19der jetzt auf Kurs zum Dakar-Sieg ist und seine Taktik entsprechend angepasst hat.
13:24Bloß nichts mehr riskieren.
13:26Bloß nur auf Nummer sicher gehen.
13:27Ja, heute musstest du in der Lage sein zu navigieren.
13:38Und du musst heute wirklich alles rausfragenen lassen, was du als Rally-Rate-Fahrer drauf hast.
13:42Und hier in Chile, da siehst du einfach immer diese Riesen-Dünen und diese fantastischen Berge und die Canyons.
13:57Und letztens Jahr waren wir ja nicht hier.
14:01Oder zumindest nicht genau.
14:02Fühlst du dich noch wohl mit Komar, der jetzt so aufgehast?
14:16Also, heute musstest du wieder gut sein auf jedem Streckenabschnitt.
14:20Also, du konntest dir hier nicht viel erlauben.
14:22Und heute habe ich die Sachen eigentlich eher ruhig angehen lassen.
14:32Ich habe ein bisschen Vorteil und kann es mir leisten, ein bisschen langsamer zu machen.
14:37Aber ich bin so schnell, wie es trotzdem ging, gefahren.
14:40Zurück live im Biwak, im Camp einer Deutschen.
14:56Tina Mayer mit ihrer Yamaha vom HS-Team.
14:59Heute auf Platz 71 eingelaufen.
15:0186. in der Gesamtwertung.
15:04Eine tolle Leistung bis dato.
15:05Tina Mayer aus Hamburg bei uns.
15:06Tina, du fährst eine Dakar, weit hinten mit allen Amateuren.
15:10Wie ist es denn da hinten zu fahren?
15:12Ist es so, wie man sich es vorstellt, ist es das große Abenteuer?
15:15Na, auf jeden Fall.
15:16Das ist extrem staubig da hinten.
15:18Weil dann relativ zügig die Autos und die LKWs kommen und überholen.
15:22Und man also eigentlich permanent in einer Staubwolke fährt.
15:24Was das Ganze natürlich dann extrem anstrengend und gefährlich macht.
15:27Und auch langsamer.
15:28Also, das heißt, man hat noch längere Tage als die ganz vorne.
15:31Die fahren alle mit drei Minuten Abstand.
15:33Eigentlich haben alle frische Luft.
15:35Und ich stelle mir das zwar okay, die fahren schnell, aber ein bisschen angenehmer vor.
15:40Jetzt sind ja schon ein paar kuriose Sachen aus so einer Dakar passiert.
15:42Was denn zum Beispiel?
15:44Na, mein Motorrad ging nicht.
15:45Und mich hat natürlich gleich der Schock getroffen, weil ich dachte, das fällt aus wie im letzten Jahr.
15:49Und ich hatte angehalten bei so ein paar Cowboys mit Pferden, um nämlich um Wasser zu bitten.
15:55Und dann sagt er zu mir, ach, soll ich dich ins Biwak bringen?
15:58So, wieso?
15:59Ja, das ist da vorne gleich.
16:00Zwei Kilometer.
16:00Dann schwing dich mal auf den Gaul.
16:02Und dann bin ich also auf dem Pferd ins Biwak.
16:04Hab meinen Mechaniker geholt.
16:05Als wir wieder kamen, hatte sich das Motorrad so weit abgekühlt, dass es dann startete.
16:09Und insofern bin ich dann im Rennen geblieben.
16:12Das ist heute eine gute Etappe.
16:13Dann wollen wir hoffen, dass es weiter so gut läuft.
16:15Vielen Dank und alles Gute.
16:22Tina Mayer also auf Platz 86 in der Gesamtwertung.
16:26Bester Deutscher momentan Jan Wesely.
16:28Heute 71.
16:29Insgesamt auf Rang 78 geführt.
16:32Martin Freyn-Ademetz aus Österreich.
16:34Heute 41.
16:3533.
16:36In der Gesamtwertung.
16:42So sieht es aus in diesem Biwak in Iquike.
16:45Eine Stadt, die einen der größten Freihäfen in ganz Südamerika beherbergt.
16:50Und dort im Hintergrund sehen Sie eine riesige Düne, 750 Meter hoch.
16:54Blick vom Biwak.
16:55Man schaut genau auf eine spektakuläre Abfahrt.
16:58Da fahren Autos und Motorräder über drei Kilometer schräg voll Gas runter.
17:03Ein atemberaubendes Bild.
17:04Zunächst müssen wir nochmal ein bisschen zurückschauen auf das, was gestern passiert ist, liebe Zuschauer.
17:17Ich konnte zwischenzeitlich mit Sven Quandt, dem Teamchef von Stefan Peter Hansel und dem X-Ray BMW sprechen.
17:24Gestern Abend herrschte dort große Enttäuschung, großer Frust, nachdem Peter Hansel dieses Problem hatte.
17:31Es stellte sich jetzt im Gespräch mit Sven Quandt heraus.
17:34Es war eine Kardanwelle und eben nicht eine Antriebswelle, die abgeschert war.
17:37Kardanwelle rausgerissen.
17:39Daraufhin musste Jean-Paul Cotterie das Mitteldifferential locken, also sperren.
17:46Und entsprechend viel Zeit hat man verloren.
17:48Zunächst lange bei der Reparatur.
17:49Dann noch einmal auf einem Stein aufgesessen später, wo man zwar mit Allradantrieb runtergekommen wäre,
17:54aber mit dem Frontantrieb, den Peter Hansel nur zur Verfügung hatte, eben nicht mehr.
17:58Als man sich einmal ans freie Fahren gewöhnt hatte, da konnte Stefan Peter Hansel mit ordentlich Zauberei am Lenkrad in Rückstand sogar noch minimieren.
18:06Trotz des Kardanwelle-Schadens und des Frontantriebs.
18:08Mittlerweile ist der BMW X3 natürlich wieder komplett hergestellt.
18:12Stefan Peter Hansel und Jean-Paul Cotterie starten aber sehr weit hinten.
18:16Nur auf den letzten 100 Kilometern haben sie freien Durchblick, vollen Durchblick ohne Staub vor sich.
18:22Und wie schnell der X3 ist, von dem Sven Quandt mir sagte, es ist momentan wohl das schnellste Auto überhaupt,
18:28das zeigt das heutige Resultat.
18:30Peter Hansel gewinnt diese Etappe, schiebt sich in der Gesamtwertung auf Platz 8 nach vorne.
18:34Der Frust ist verdaut und umgewandelt in eine ordentliche Portion Wut im Bauch.
18:39Jetzt geht es darum, möglichst viele Einzelsiege einzufahren.
18:42Ganz ähnlich wie auch bei Mark Koma in der Motorradfahrt.
18:46Carlos Sainz ist der alte und neue Spitzenreiter.
18:50Der VW-Werksfahrer aus Madrid, heute Zweiter in der Etappe hinter Stefan Peter Hansel.
18:54Und das, obwohl er viel, viel Zeit im Staub seines VW-Teamkollegen Mark Miller aus Arizona verloren hat.
19:02Erst unmittelbar vor dem Ziel konnte Carlos Sainz sich irgendwie an Mark Miller vorbeiarbeiten.
19:10Über weite Strecken hinweg sind die beiden Race to Arec 2 entweder im Parallelflug oder auf den engeren Wegen hintereinander gefahren.
19:19Und Sainz fehlte da entsprechend der rechte Durchblick.
19:22Mark Miller, dessen Beifahrer Ralf Pitchford, beklagte sich darüber, dass das Rotburg heute nicht ganz so akkurat und nicht ganz so präzise ausformuliert gewesen sei.
19:32Deswegen führte Ralf Pitchford Mark Miller einmal in die Irre.
19:37Trotzdem dieses Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Carlos Sainz.
19:41Miller letztlich nur knapp überholt von Carlos Sainz, nämlich genau in dieser Szene.
19:46Und der US-Amerikaner damit Dritter im Ziel und auch Dritter in der Gesamtwertung.
19:53Nasser Al-Attiyah und sein Beifahrer Timo Gottschalk sind ebenfalls einmal Opfer der Navigation geworden.
20:00Gottschalk hat sich einmal desorientiert.
20:02Zwischendurch sah es mal so aus, als könnte Al-Attiyah sich auf Platz 2 nach vorne arbeiten in der Gesamtwertung.
20:08Vorbeigehen ein Mark Miller.
20:09Da wurde nichts raus nach dem Navigationsfehler.
20:11Aber Robby Gordon hat viel Zeit verloren heute.
20:15Er hat ein automatisches System zur Anpassung der Reifendrücke im Auto.
20:19Hatte dann einen Plattfuß.
20:21Und der Computer dachte, huch, mit so wenig Luftdruck kann man hier fahren.
20:25Da müssen wir gleich mal die Luft aus den anderen drei Reifen auch noch rauslassen und entsprechend anpassen.
20:30Das allerdings ein Trugschluss.
20:32Gordon musste anhalten.
20:33Das System neu starten.
20:35Reifen komplett wieder aufpumpen.
20:36Das Ganze kostete etwa 50 Minuten.
20:39Nach diesem kleinen Denkfehler von gefatter Computer an Bord des mächtigen Hammer.
20:44Staub ein Riesenthema, auch für Maurizio Neves, der einen schweren Abflug hingelegt hat im fünften VW Race Touareg.
20:59Der Brasilianer aus Curitiba hat sich mehrere Male überschlagen.
21:05Genil de Velliers, der gemeinsam mit Dirk von Zitzewitz nach dem versammelten Pech mittlerweile als rasendes Ersatzteillager unterwegs ist,
21:11kommt zur Unfallstelle von Maurizio Neves.
21:15Muss den von schweren Rippenschmerzen geplagten Brasilianer aus dem Cockpit rausziehen
21:20und wartet dann so lange, bis der Rettungshubschrauber kommt.
21:23Neves ins Krankenhaus nach Antifa-Gasta geflogen.
21:27Dort wurden Rippenbrüche diagnostiziert.
21:29Mit Morphium wurden die Schmerzen eingestellt.
21:31Schlimmeres ist allerdings nicht passiert.
21:34Carlos Sousa, der beste Mitsubishi-Pilot aus Portugal,
21:37liegt auf Platz 4 in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 1 Stunde und 34 Minuten bereits.
21:44Ebenfalls ein Mitsubishi fährt Guilherme Spinelli, der Brasilianer, heute Zwölfter, Neunter in der Gesamtwertung.
21:52Spinelli fährt einen unrestriktierten V6-Motor in diesem Mitsubishi,
22:02weil er nicht auf der Liste der sogenannten Superfahrer geführt ist.
22:04Deswegen darf er auch mit 6, statt den sonst für Profis vorgeschriebenen 5 Gängen nur fahren.
22:13Einer der Amateure, die sich hier solide in Szene setzen.
22:17Im ehemaligen Werksmaterial, das allerdings als Stammzuschauer, wissen Sie das,
22:20von dem Turbodieselstand des Vorjahres wieder zurückgerüstet wurde,
22:24auf die alte V6-Benzinertechnik.
22:25Eingesetzt die Autos vom JMB-Team.
22:36Nikola Müssler, den großen Ferrari-Händler aus Marseille,
22:40der die Restposten vom Werk aufgekauft hat.
22:42Viele Werksmechaniker, Werksteamchef Dominik Serrier ist ebenfalls mit dabei.
22:46Leonid Nowitzki aus Russland, gemeinsam mit seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz.
22:52Heute prima unterwegs im X-Rate BMW.
22:54Der Russe, der letztes Jahr schon einige Male hat glänzen können.
22:57Fünfter heute, Zehnter in der Gesamtwertung.
23:00Und Bob Baldwin, er fährt einen privaten Hammer.
23:03Das dritte Auto aus dem Gordon-Großaufgebot, ist heute der beste Hammer gewesen.
23:07Zwischendurch mal Fünfter, letztlich 15. und 31. in der Gesamtwertung.
23:16Stefan Peter-Honsel und Jean-Paul Cotteret melden sich also an der Spitze zurück.
23:27Gerade mal 47 Sekunden sind sie nur schneller als Carlos Sainz und Lucas Cruz.
23:31Dann Marc Miller und Ralph Pitchford.
23:33Sainz und Cruz verteidigen ihre Führung in der Gesamtwertung.
23:37Vor Alatia und Miller.
23:39Ja, ich bin ein bisschen überrascht, dass wir so eine gute Zeit gefahren sind.
23:48Wir waren also im Staub von einigen langsameren Fahrzeugen die ersten 200 Kilometer.
23:52Dabei haben wir Zeit verloren und die letzten 150 Kilometer haben wir dann nochmal ein bisschen Zeit verloren.
23:56Also letztendlich bin ich eigentlich schon überrascht, dass ich gewonnen habe.
24:00Also da waren große Lücken zwischen den Kontrollpunkten.
24:09Und das ist schon ein bisschen frustrierend, wenn du niemals so genau weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist.
24:13Also wir haben gekämpft, muss ich zugeben.
24:16Und die letzten 125 bis 150 Kilometer waren wir bei Carlos.
24:20Und mal bin ich vorne gewesen, mal ist er vorne gewesen.
24:22Es war schön, war spaßig.
24:24Und ja, zumindest waren wir zwei Teamkollegen, die unterwegs waren für den Fall, dass sich einer verfranst.
24:30Ich bin schnell gestartet und bei Kilometer 25 habe ich mich dann verfahren und knapp 15 bis 20 Minuten verloren.
24:37Wir hatten danach sehr viel Staub und zum Ende hin habe ich dann meine Teammates eingefangen und mit denen dann gekämpft.
24:43Das war dann schon spaßig.
24:44Zurück live jetzt im Biwak in der Hafenstadt am Pazifik.
24:55Carlos Sainz und Nasser Al-Athia, der erste und der zweite der Zwischenwertung.
25:01Aber liebe Zuschauer, das will noch gar nicht allzu viel heißen, denn wir haben ja noch nicht mal den Ruhetag erreicht.
25:06Morgen steht jetzt einmal die härteste Etappe der ersten Rallye-Halbzeit an, danach dann ein Tag Pause.
25:11Und erst dann geht es überhaupt in die zweite Halbzeit rein.
25:13Und Carlos Sainz, der momentane Spitzenreiter aus dem VW-Werkstil.
25:17Also heute auf der Etappe hast du, glaube ich, wichtige Zeit gut gemacht.
25:28Die Etappe lief gut für uns, am Anfang war es ein bisschen schwierig.
25:31Wir sind ein bisschen vom Weg abgekommen, aber da haben wir nicht so viel Zeit verloren.
25:36Danach lief es eigentlich recht gut und danach war es dann technisch recht anspruchsvoll.
25:43Und zum Schluss war es wirklich wunderschön.
25:47Diese sensationelle Düne da in der Nähe des VW-Waxen, da geht es richtig steil runter.
25:51Das ist garantiert eine der verrücktesten Dinge, die ich jemals erlebt habe.
26:00Das war absolut fantastisch.
26:03Da geht es im fünften Gang richtig steil runter und du fährst volles Rohr.
26:07Und wenn da nur ein Hügel drin ist, habe ich mir gedacht, dann rollst du ins VW-Waxen.
26:14Also du kommst oben auf dieser Düne an und siehst nur Sand und dann siehst du runter und siehst das VW-Waxen und denkst dir,
26:29ja, jetzt geht es nur noch bergab und dann gibst du Gas und merkst, du kannst eigentlich immer schneller fahren,
26:36aber dann wird es dann schon komisch.
26:41Ja, bis jetzt warst du ja immer ein bisschen unglücklich in der Dakar.
26:45Wie ist das jetzt für dich?
26:46Also fährst du hier ein bisschen vorsichtig oder gibst du Gas?
26:48Also jeder weiß, dass in der Dakar immer alles passieren kann.
27:00Also wir sind jetzt in der Mitte der Dakar und vor uns sind noch sehr, sehr schwierige Tage.
27:06Und du kannst hängen bleiben, dir kann technischer Defekt passieren, das kann jedem passieren.
27:12Also man muss wirklich bis zum Schluss konzentriert sein.
27:14Dankeschön.
27:15Jetzt suchen wir mal nach Chris Nissen, dem Teamchef von VW Motorsport, der auch eine zufriedene Zwischenbilanz ziehen dürfte.
27:27Also wie geht's Mauricio Neves?
27:31Also es ist schon ein gutes Gefühl, dass ich euch sagen kann, dass es ihm eigentlich recht gut geht mittlerweile.
27:37Also er hat sich an den Rippen verletzt, er ist absolut stabil und es gibt keine schlimmere Nachrichten.
27:45Ja, ihr müsst fünf Autos betreuen, es ist eine sehr lange Etappe.
27:51Also wie bleibt ihr in Kontakt mit den Autos?
27:56Also das dürfen wir gar nicht.
27:58Wir besprechen uns vor der Etappe, was wir tun wollen, wie der Plan aussieht.
28:04Und bis jetzt haben die Fahrer und auch die Mechaniker eine absolut klasse Arbeit gemacht.
28:08Und auch die Co-Fahrer haben einen absolut guten Job abgeliefert und das Resultat bestätigt unsere Strategie.
28:15Drei Volkswagen vorne.
28:17Die Strategie für die Zukunft oder für die nächsten Etappen.
28:21Ja, wir hoffen, wir bleiben vorne.
28:23Morgen haben wir weitere 600 harte Kilometer.
28:25Und die Fahrer und die Beifahrer brauchen definitiv zum Ruhetag.
28:33Und wir, die Mechaniker, müssen das Auto komplett zerlegen oder die Autos zerlegen und alles durchsehen, damit auch wirklich alles passt für den Rest der Rallye.
28:43Und hoffentlich morgen keine weiteren Umfälle. Danke.
28:45Bis zur heutigen Etappe war Robbie Gordon der Einzige, der VW noch in die Suppe hätte spucken können.
29:04Mit seinem Hammer, mit diesem Exoten, der das ganze Fahrzeugkonzept in der Rallye-Version auf den Kopf stellt.
29:10Das normale Auto hat einen Frontmotor und Allradantrieb, zumindest für die Version der amerikanischen Armee.
29:16Dieser Hammer von Robbie Gordon und Konsorten allerdings, da ist eine reine Heckschleuder.
29:21Der LS7 Chevrolet Corvette Motor im Heck verbaut.
29:24Und der Hammer hat auch nur Heckantrieb mit Freiheiten bei den Federwegen, von denen die Allradler nur träumen können.
29:31Ein ganz anderes technisches Konzept und auch eine ganz andere Teamphilosophie dahinter bei den Amis.
29:40Denn wie bei Amerikanern üblich, ist hier auch viel Pathos, viel Show und viel Drumherumgetue mit dem Spiel bei Robbie Gordon.
30:00Und seiner Mannschaft, Robbie Gordon, bekanntlich ein Tausendsasser des US-amerikanischen Motorsports, hat bereits Nascar gefahren, hat bereits die IRL bestritten.
30:11Sein Vater hat den Bacher Sport in den USA populär gemacht und gewonnen.
30:15Und sein Sohn, der Sohn von Bob Gordon, nämlich Robbie Gordon, folgt in seinen Spurrilen.
30:19Die Jungs machen einfach einen klassen Job. Die arbeiten die ganze Nacht und das ist schon mal anders als das normale Rennenfahren bei uns.
30:27Und sie schlafen tagsüber, also das bedeutet, dass einer fährt und die anderen Jungs schlafen.
30:31Und dann arbeiten sie wieder die ganze Nacht und dann habe ich am nächsten Tag im Prinzip wieder einen völlig brandneuen Hammer.
30:37Und damit geht es für mich wieder auf die Piste und ja, das ist eigentlich der Plan.
30:40Die Mannschaft von Robbie Gordon ist kein GM-Werksteam, wie auch bei der derzeitigen finanziellen Lage rund um die Marke Hammer, sondern ein reiner Privateinsatz.
30:50Trotzdem steht die US-amerikanische Truppe der Professionalität von VW in nichts nach.
30:57Der Aufwand ist genauso groß wie bei anderen auch.
31:03Ja, das ist also Raum für drei Leute hier.
31:06Hier kann man relaxed sitzen und gepflegt die Straße entlang cruisen.
31:10Also ich denke mal, unser Support-Truck ist wahrscheinlich der beste und schönste im ganzen Biwak.
31:16Und da geht es ein bisschen weiter nach hinten.
31:18Also hier können sich die Jungs umziehen und frisch machen.
31:21Da ist eine kleine Küche und durch die geht es dann durch nach hinten ins Badezimmer.
31:27Ja, und hier in dieser Schublade, da gibt es neue Träger, Querlenker und Lagerschalen.
31:33Und das ganze Zeug, das ist dann ungefähr eine Million Dollar wert.
31:37Braucht man das alles oder ist das nur Show?
31:40Ja, ich denke nicht, dass wir hier zum Posen da sind.
31:57Also wir sind hier, um gegen die Leute zu kämpfen.
31:59Und in Amerika machen wir halt ein paar Sachen ein kleines bisschen anders als die Leute hier.
32:04Und ich denke, der Hammer, den kennt jeder.
32:05Und das sage ich nicht bloß, weil ich einen fahre, sondern den fährt das Militär in Amerika.
32:10Also, um ehrlich zu sein, ist eigentlich wurscht.
32:18Siegen ist wichtig, richtig, oder?
32:20Denn wenn du nicht gewinnst, was hast du dann?
32:22Dann bist du der erste Verlierer.
32:23Gleichwohl, es gibt tatsächlich noch dickere Autos bei der Rallye Dakar als diesen schon gigantischen Hammer.
32:50Die wuchtbrummende LKW-Wertung, wo sich heute wenig überraschend die russische, die tartarische Dominanz vorgesetzt hat.
32:59Fedor Skabirov auf seinem Kamas ist heute Zweiter geworden auf der Etappe.
33:04Zwölf Minuten hat er eingebüßt auf den erneut draufgängerisch und deswegen überlegenden Teamkollegen Wladimir Chagin.
33:12Chagin hat jetzt bereits einen Vorsprung von 38 Minuten und 11 Sekunden rauf, fährt aus Skabirov.
33:21Und alles andere, was noch mitfährt im Feld der LKW, das fährt ohnehin in einer anderen Liga.
33:31Marcel van Vliet im Chinaf hat heute die dritte Position übernommen, denn Joseph Adouard, der Franzose aus Perpignan, hat technische Probleme erfahren.
33:49Joseph Adouard war der Nachfolger von Gérald de Roy, nachdem der bei der Seitenstraßenrallye einen ganz, ganz bösen Abflug hingelegt hat.
33:57Adouard hat den Chinaf von Van Vliet übernommen, diese Buchspromme hier, auf Platz 3 nach vorne gefahren.
34:05Gestern einige sehr gewagte Manöver gezeigt, die im Biwak für Kopfschütteln sogar gesorgt haben.
34:12Heute hat er die Kürtel bekommen, Joseph Adouard nicht mehr mit dabei.
34:14Johann Elfrink aus den Niederlanden mit seiner Mercedes 6er in der Gesamtwertung, Ford Wulford van Rynkel mit einem weiteren Chinaf.
34:27Und so sieht's aus im Lager von Kamaas.
34:50Kamaas, eine Marke, die sich in den letzten Jahren als die große Messlatte im Marathon-Rallysport etabliert hat.
34:59Gemeinsam mit Tatra und auch mit Lias, die einzige Übermacht von Darf, ist gebrochen.
35:05Das MAN-Werksteam in diesem Jahr ebenfalls nicht mehr mit dabei.
35:09MAN konnte in den letzten Jahren mit deutschen und österreichischen Fahrern immer wieder die Russen ärgern.
35:13Und jetzt ohne die roten Riesen von MAN hat Kamaas endgültig keine Gegner mehr.
35:23Weiter geht's in Iquique, in diesem spektakulär gelegenen Biwak, direkt am Pazifik-Strand.
35:35Wir haben noch ein bisschen Zeit, um einige Ereignisse des Vortages aufzuarbeiten.
35:38Und zu schauen, wie es den Akteuren dort so ergangen ist, die gestern in Probleme geschlittert sind.
35:44Allen voran natürlich Elphi Cox mit Jürgen Schröder.
35:48Auch für Robbie Gordon lief gestern längst nicht alles rund.
36:01Der hat da schon mehr Zeit eingebüßt, als er sich das eigentlich ertraumt hätte, auf dem Wake von Copiaco nach Anta-Fagasta.
36:08Der Hammer hat zwar ordentliche Sprung-Einlagen hingelegt, ist aber auch einmal kurz in einem Graben gelandet.
36:18Hat sich dabei einen Radträger ramponiert.
36:21Sechs Minuten hat das Ganze gekostet.
36:23Wenig später ist nochmal ein Riemen von der Servolenkung abgesprungen.
36:29Das hat weitere vier Minuten gekostet in der Addition.
36:31Robbie Gordon, das Auto nicht so zuverlässig wie die VW Race Tour Rack.
36:35Das ist wohl der Unterschied, der in diesem Jahr zugunsten von VW den Ausschlag geben dürfte.
36:41Zumindest vom derzeitigen Rallyeverlauf.
36:45Die Motorradetappe so anstrengend, dass sogar Christian Califano völlig fertig mit der Welt im Ziel ankommt.
36:52Der ist einiges gewohnt.
36:53Er ist nämlich der Kapitän der früheren französischen Rugby-Nationalmannschaft.
36:59Auf wie Kochs und Jürgen Schröder, letztere aus Sieke bei Bremen,
37:06haben sich gestern in ein kleines trockenes Flussbett hinein manövriert.
37:09Und dabei den Kühler in Richtung des Motorblocks und des Turboladers verfrachtet,
37:18sodass der Motor kaputt gegangen ist.
37:19Jean-Pierre Strugot mit seinem Nissan Pathfinder hat die Warnungen von Schröder in den Wind geschlagen
37:25und hat sich ebenfalls eingegraben.
37:27Ebenfalls dieselbe Schlucht runtergestürzt.
37:29Das wird dann von Olivier Potter, von Patrick Sirajol, dem Boulder Wildcat, aus der Bredouille gerettet.
37:38Dann kommen Olivier Poitier und Philipp Gossner mit ihrem französischen Buggy,
37:42orientieren sich mal kurz an derselben Unglücksstelle und sagen dann,
37:48was soll's, wir haben so viel Federweg, wir kommen da locker durch.
37:51In der Tat schaukelt sich der Buggy.
37:53Der französische Manufaktur MD, problemlos über die Klippe,
37:58an der Alfie Cox, Jürgen Schröder und Jean-Pierre Strugot hängen geblieben sind.
38:02Nix fürs Auto, oder?
38:04Naja, ein paar Kilometern vielleicht.
38:07Dann kommt gleich der nächste, Pierre Valentine aus Schweden mit seinem Isuzu.
38:13Und der schafft es tatsächlich, der ganze Sache noch einen draufzusetzen.
38:15Matthias Kahle und Thomas Schülemann heute, liebe Zuschauer, auf Platz 20.
38:25Jetzt wieder 24. vor Stefan Schott und Holm Schmitt.
38:28Kahle und Schülemann damit Tagessieger der Benziner Buggy Wertung.
38:34Und bestes deutsch platziertes Auto.
38:36Morgen, zumindest von Fahrerseiten natürlich,
38:39Morgen dann die längste Etappe vor dem Ruhetag.
38:42600 gezeitete Kilometer zurück nach Antofagasta von Iquique wieder südwärts.
38:48Auf ebenfalls noch nie befahrenes, extrem anspruchsvolles Terrain.
38:51Mit viel Geröll, mit viel Sand in der Atacama-Wüste.
38:56Der härteste Tag der Rallye bislang.
38:57Bislang.
39:01Wieder der Blick auf die Flotte der VW Amorok, dieser ganz neuen Autos,
39:06die die gleiche Motorentechnik verbaut haben.
39:082,5 Liter Registeraufladung, wie die Autos in der Rallye Dakar, wie die Race Touareg.
39:14Die Amorok, sehr wichtig für VW, gerade auf dem südamerikanischen Markt.
39:18Morgen geht's von Iquique runter nach Antofagusta über Tocopila hinweg.
39:36Mit sehr viel wechselhaftem, abwechslungsreichen Geläuf.
39:39Und wie immer in alter Rallye-Tradition, Melderkart-Tradition,
39:42die härteste Etappe vor dem Ruhetag.
39:43Once in a while, it doesn't work. Sorry for that, but we'll be back with a lot more action here in Eurosport.
39:48Thank you. Enjoy your night.
40:13Mikrofon. Bis später. Vielen Dank fürs Zugucken.
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