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00:00Long mag sie ja sein, die Rallye Dakar auch in diesem Jahr wieder, aber langweilig wird sie mitnichten.
00:18Auch heute am 11. Veranstaltungstag haben sich wiederum die Ereignisse förmlich überschlagen.
00:24Und zwar in beiden Kategorien ging's ordentlich rund.
00:30Es passierte so einiges, womit keiner gerechnet hatte im Vorfeld der Rückkehr nach Argentinien.
00:43Die große Andenüberquerung, Teil 2 stand an.
00:57Bei den Motorrädern ein Richtungsstreit im wahrsten Sinne des Wortes.
01:01Und bei den Autos der nächste Teil, der großen Aufholjagd von VW-Fahrer Nasser Al-Attiyah.
01:12Die Teilnehmer mussten auf dem Weg von Santiago de Chile ins aretinische San Juan ordentlich Höhenmeter machen.
01:28Zunächst ging es steil bergauf bis an die Schneefalzgrenze auf 3000 Meter über Normal-Null.
01:33Und dann steil bergab auf der Etappe, auf der gezeiteten Prüfung über 220 Kilometer in Richtung San Juan am gleichnamigen Fluss.
01:42An der Spitze der Automobile nach wie vor VW mit einer Dreifachführung.
01:49Keine Überraschung, aber der Sieg, der ist auch so kurz vor der Zieleinfahrt noch immer nicht vergeben.
01:56Denn Nasser Al-Attiyah lässt einfach nicht nach.
01:59Der Araber schnappt weiter nach den Hacken von Carlos Sainz.
02:03Hat dem Gesamtführenden heute ordentlich Zeit abgenommen.
02:06Fünfeinhalb Minuten hat er weckere Putz vom Vorsprung des Spaniers.
02:12Jetzt sind es noch viereinhalb Minuten, die er hinten liegt.
02:19Vier Minuten und 28 Sekunden liegen wir jetzt noch hinten.
02:24Da ist noch alles drin zum Morgen, zumal morgen ein sehr langer Tag ist.
02:29Ich werde wieder alles geben, wie immer in den letzten Tagen.
02:31Jetzt gilt es, auf der morgigen langen Etappe vielleicht nochmal wieder Zeit gut zu machen.
02:37Und dann ist plötzlich alles wieder offen.
02:44Man balanciert natürlich immer auf einer sehr, sehr schmalen Grenze, einen Fehler zu machen.
02:52Auch ich bin heute nicht federfrei über die Distanz gekommen.
02:55Hatte Schwierigkeiten mit der Navigation.
02:56Aber irgendwie haben wir uns da wieder raus manövriert.
03:02Und der Zeitverlust hat sich in Grenzen gehalten.
03:04Am Auto ist nichts passiert.
03:06Und auch meine Position in der Gesamtwertung hat sich sogar noch einmal verbessert.
03:09Trotz meines Fehlers.
03:10Natürlich kommt immer noch der Vergleich mit Afrika auf.
03:18Aber es macht uns hier in Argentinien unglaublich viel Freude zu fahren.
03:24Abwechslungsreiche Strecken, aber auch ein gigantischer Zuschauerzuspruch.
03:28Davon kriegen wir als Fahrer natürlich auch was mit.
03:30Und es stachelt uns nochmal zusätzlich an.
03:32Also uns fehlt die afrikanische Version der Dakar überhaupt nicht.
03:36Danke.
03:36Schon als heute Morgen in San Jose die Aufbauarbeiten am Biwak begannen, standen die ersten Zuschauer in dreier Reihen.
04:04In freudiger Erwartung des abendlichen Einlaufens aller Teilnehmer.
04:09Da stand aber noch ordentlich Distanz zwischen Santiago und San Jose.
04:16Stefan Oran und François Beguez haben sich mit den Buggy heute nicht so gut zurechtgefunden, wie die Allradner das konnten.
04:25Denn die Buggy, die lieben es normalerweise zu driften, zu sliden, quer zu fahren.
04:29Dazu war allerdings auf den sehr, sehr engen Serpentinen heute schlicht nicht der Platz.
04:36Und deswegen die Buggy nicht so agil.
04:38Und wenn dann mal irgendein Nachfolger im Staub der Buggy gehangen hat, dann haben die Buggy nicht mal die Zeit gefunden,
04:44den Allradnerner von hinten kam wirklich ordentlich vorbeizulassen.
04:48Problem, sehr, sehr enge Serpentinen.
04:50Viele Kakteen am Wegesrand, die piksen, wenn man reinfährt.
04:53Vor allen Dingen aber steile abhängen.
04:55Und wenn man darunter purzelt, dann hat weder der Fahrer noch das Auto was zu lachen.
05:00Jean Azevedo und Youssef Haddad, einer derjenigen, die aufgehalten worden sind im Staub.
05:05Im Staub vom Stefan Oran im VW Tarek.
05:08Dem Urfliege sozusagen allen VW-Motorsports.
05:11Matthias Kade und Thomas Schönemann.
05:13Heute bereits der vierte Tagessieg in der Klasse der Benziner-Buggys.
05:18Trotzdem immer noch zweite in der Gesamtwertung hinter Bernhard Eran-Donéan.
05:21Obwohl der heute mit Problemen eine Stunde verloren hat.
05:25Kade und Schönemann im Fast and Speed Buggy des HS-Teams.
05:30Eine der fahrerischen Offenbarungen in der Dakar in diesem Jahr.
05:34Genauso wie in der Vergangenheit schon.
05:35Das ist der Akongarua.
05:38Der sieben Kilometer hohe Berg.
05:40Der höchste in den Anden.
05:42Und da sind die Teilnehmer, auch Robbie Gordon, heute vorbeigekommen.
05:46Gordon auf der siebten Position.
05:48Sein Hammer natürlich viel zu ausladend, um wirklich nach vorne reinfahren zu können.
05:53Die Mitsubishi, da schon deutlich kleiner, deutlich handlicher.
05:56Und vor allen Dingen mit dem hier so wertvollen Allradantrieb ausgestattet.
06:01Spinelli aus Brasilien liegt in der Gesamtwertung auf der achten Position.
06:07Und eine gigantische Prüfung bei der Rückkehr in seine argentinische Heimat.
06:11Die hat Orlando Terranova hingelegt.
06:13Und heute das beste Resultat seiner diesjährigen Dakar.
06:17Platz zwei in der Tageswertung.
06:20Rang neun in der Addition.
06:22Güller Schischerit und Tina Turner.
06:25Sie haben ihren Teamchef Sven Quandt förmlich angefleht, heute mal sie von der Kette zu lassen.
06:31Aber sie wussten, dass das hier nochmal eine gute Gelegenheit ist, sich prima in Szene zu setzen.
06:35Schischerit und Turner schlagen alle Vorsicht in den Wind.
06:40Mit dem Resultat, dass die beiden einen Tagessieg einheimsen.
06:44Den ersten auf ihrer Dakar in diesem Jahr.
06:46Auch Stefan Peter Hansel in einem weiteren BMW X3 war ganz, ganz schnell mit dabei bei den Zwischenzeiten.
06:53Dann aber ereilten den Franzosen zwei Reifenschäden.
06:56Und deswegen nur Sechster in der Prüfung.
06:59In der Tabelle auf Platz vier eine Position vor Tagessieger Schischerit.
07:05Bei Mark Miller und Ralf Pitchford aus dem VW-Lager herrschte im Vorfeld ein bisschen Rätselraten.
07:10Denn es gab nicht nur diese Serpentinen, sondern es gab hinten raus auch noch einen ordentlichen sandigen Abschnitt.
07:17Miller und Pitchford dachten es sei besser, ihren Touareg ein bisschen höher zu legen, ein bisschen weicher abzustimmen.
07:24Aber damit haben sie zu viel Zeit auf den Schotterpisten verloren.
07:27Deswegen nur Fünfte heute verteidigen die Rang 3 in der Gesamtwertung.
07:31Und irgendwann zwischendurch sogar mal an Carlos Sainz vorbeigekommen.
07:34Dazu später mehr.
07:35Genil de Villiers und Dirk von Zitzewitz.
07:38Nach den Problemen des gestrigen Tages heute spät losgefahren.
07:41Hat man sich deswegen in der Staubfahne von dem Mitsubishi verfangen und kam lange nicht vorbei.
07:47Carlos Sainz, der Gesamtführende.
07:48Er weiß natürlich, dass Nasser Alatia nach seinen Hacken schnappt.
07:54Und deswegen riskiert der ehemalige Rallye-Weltmeister aus Madrid eine ganze Menge.
08:00Und im Verlauf der Prüfung fährt er sich zwei schleichende Plattfüße ein.
08:03Er versucht zunächst noch weiter zu fahren.
08:06Realisiert dann aber der Druckverlust ist zu hoch.
08:09Muss anhalten, um die Reifen zu wechseln.
08:11Und irgendwann später baumelt dann plötzlich eine der Belüftungshutzen auf dem Dach seines Touareg.
08:17Dadurch atmet die Bremsanlage und dadurch wird auch die Dämpferkühlung mit Luft versorgt.
08:24Sainz zu knapp unter einem Baumwipfel durchgefahren, einer Baumkrone.
08:28Und dabei diese Hutze abgerissen.
08:30Durch die beiden Reifenwechsel hat er insgesamt ordentlich Zeit verloren.
08:34Zeit auf Nasser Al-Athia mit seinem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk.
08:41Und auch die beiden hatten eine Schrecksekunde, denn sie hingen lange im Staub von Carlos Sainz fest nach dessen Reifenwechsel.
08:47Sind dabei gegen einen kleinen Baum gerumpelt.
08:50Haben Glück gehabt, dass sie sich nicht dabei überschlagen haben.
08:53Und trotzdem haben sie fünfeinhalb Minuten auf Carlos Sainz gut gemacht.
08:58Al-Athia und Gottschalk jetzt nur noch gut vier Minuten hinter ihrem Teamkollegen.
09:03Und heute Abend sagte Nasser Al-Athia im Biwak, Carlos wird jetzt langsam nervös.
09:11Zwischendrin haben sich auch Gottschalk und Al-Athia mal ordentlich verfranst.
09:17Finden keinen richtigen Weg.
09:18Da geht es zu steil bergab.
09:20Da könnte es gehen.
09:20Da liegt dort aber ein Polirohr, mit dem irgendwelche Viehherden oder sonstige Tiere versorgt werden mit Wasser.
09:30Und deswegen muss auch Nasser Al-Athia seinen VW Touareg brutal wieder zurück auf den richtigen Weg knüppeln.
09:37Aber dann in der sächsischen Bolide ist robust genug, auch solche Einlagen zu überstehen.
09:42Bei der Rückkehr hätte dann fast noch einen Unfall mit Gilles Schicherit gehabt.
09:46Diese kleine Aus-Exkursion von Al-Athia erlaubt es schließlich Gilles Schicherit, die entscheidenden Sekunden zu machen, um den Tagessieg einzuheimsen.
09:56Ein überraschender Ausgang eines turbulenten Tages.
10:09Schicherit gewinnt vor Terranova und Chenille de Villiers.
10:13Al-Athia und Mark Miller.
10:16Dann auf den Plätzen, dahinter.
10:20Sainz und Cruz jetzt nur noch viereinhalb Minuten vor Al-Athia.
10:26Und dann Miller Pitchford dahinter.
10:27Zu Anfang schien die Prüfung ganz einfach zu sein, aber am Ende wurde sie doch nochmal so richtig schwierig.
10:37Viele Steine haben die Navigation ziemlich erschwert, aber das war eine unserer besseren Prüfungen.
10:42Zwei schleichende Plattfüße, keine Ahnung warum mir das wieder passieren musste.
10:46Wir mussten anhalten, um sie zu wechseln.
10:48Und danach lagen wir hinter Mark Miller und kamen im Staub nicht mehr näher.
10:51Ein Geheimnis des X-Raid-Erfolges heute war, dass man viel aggressiver vorgegangen ist bei der Höhenapplikation der Turbodieselmotoren als bei VW.
11:09VW hat ja viel Höhensimulation absolviert, um die Motoren genau auf die dünne Luft anzupassen.
11:16Unter der Leitung von Dr. Donatus Wichelhaus, dem Motorradchef von Volkswagen.
11:21Herr Wichelhaus, wir haben die Anden jetzt hinter uns und im Vorfeld der Dakar wurde viel über diese Höhenverträglichkeit der Motoren gesprochen.
11:27Was hat es denn damit auf sich und wie ist es denn für Sie gelaufen?
11:30Ja, bislang sehr, sehr gut. Das heißt, der hohe Aufwand, den wir getrieben haben in der Absicherung, der hat sich bislang ausgezahlt.
11:36Und mit der Höhe tatsächlich ist es so, dass durch die Luftmassenbegrenzer, die die Dakar-Motoren ja haben, auch R-Restriktor auf Neurdeutsch genannt,
11:43eben tatsächlich die Turbolader bei aufgeladenen Dieselmotoren in den Bereich kommen, in den sie Überdrehzahl bekommen und man dann deutlich die Leistung reduzieren muss.
11:52Und die Dakar war diesbezüglich etwas härter als die letztjährige.
11:55Wir sind sehr, sehr hoch hinausgegangen und sind auch jetzt froh, dass alles gut überstanden ist, im wahrsten Sinne des Wortes.
12:01Carlos Sainz hatte heute eine kleine Schrecksekunde, wenn man so sagen möchte.
12:04Er hat sich was im Auto kaputt gemacht, aber es hat im Endeffekt keine großen Auswirkungen gehabt.
12:09Ja, das stimmt. Also die Kühlung des Fahrzeugs, die Fahrzeugkühlung, wir haben da einen sehr hohen Aufwand getrieben.
12:14Auch im Federfalle, das heißt, wenn wir zum Beispiel Grasbewuchs vor die Kühler bekommen und so weiter,
12:20dass wir da ausreichende Kühlleistungen sicherstellen können.
12:22Und von daher, denke ich, war das heute nicht so gravierend, wie es vielleicht von außen aus gesehen hat.
12:26Alles klar, vielen Dank dafür.
12:28And we just found Gineau de Villiers, who has arrived in the BWAC finally.
12:32Hi, nice to meet you on the show.
12:33Gineau de Villiers, der Vorjahressieger.
12:36Einige Schwierigkeiten gehabt heute, im Verlauf der Rallye, heute allerdings alles glatt gelaufen, bei dem Südafrikaner.
12:42Ich muss da am Vortag auf meine Teamkollegen warten, deswegen konnte ich heute etwas schneller fahren als die,
12:57weil ich eine spätere Startposition gehabt habe, nämlich die Ärzte.
13:00Leider haben wir dadurch aber auch ein bisschen zu viel Staub getroffen, unterwegs in der Wettungsprüfung.
13:07Am Ende mussten wir auf Carlos Sainz warten, um zu gucken, ob wir dem vielleicht noch ein Reserverad abgeben müssen,
13:12denn dessen Vorrat an Ersatzrädern war nach seinen beiden Reifenwechsel bereits ausgegangen.
13:17Und als quasi fahrender Helfer, nach meinen Problemen, habe ich natürlich die Aufgabe, da jetzt gegebenenfalls einzugreifen.
13:26Überholen war heute sehr, sehr schwierig.
13:30Es lagen so viele große Geröllbrochen am Wegesrand, dass man wirklich ganz nah an den Vordermann ranfahren musste,
13:36um zu gucken, wo man gefahrlos ausscheren und überholen kann, um sich einen Reifenschaden zuzufahren.
13:47Konzentration war da gefragt, denn sobald man noch nur ein bisschen von der Ideallinie ab,
13:51vielleicht in die Bärme reinrutscht, kann man sich sofort an den großen Steinen einen Reifen kaputt machen.
14:00Der erste Tagessieg heute für Gillen Shicherit, der Marathon-Weltcup-Gesamtsieger, der selbst sagt,
14:22er ist noch in der Lernphase im Offroad-Sport und hätte in dieser Rallye unglaublich viel gelernt,
14:28was er dann künftig umsetzen und verbessern wollte.
14:30Heute war echt eine heiße Prüfung, ich lag viele Kilometer hinter Nasser Alatia,
14:38der wollte mich einfach nicht vorbeilassen, weil er natürlich keine Zeit verlieren wollte.
14:42Wir fuhren 100 Meter Tür an Tür und einmal bin ich an ihm vorbeigekommen, einmal er.
14:48Letztlich haben wir uns irgendwie aussortiert.
14:50In den letzten fünf Tagen hat mein Chef mir immer wieder gesagt,
14:53bleib bloß ruhig, bring das Auto in einem Stück ins Biwak.
14:56Und heute habe ich ihn gebeten, lass uns das doch heute mal vergessen, die Prüfung ist nur 200 Kilometer lang.
15:02Wenn ich also was riskiere, habe ich nur 200 Kilometer, auf denen was schief laufen kann.
15:06Irgendwie haben wir uns dann darauf geeinigt, dass ich heute ein bisschen mehr Gas geben darf.
15:10Und ich habe Tina Turner gleich gesagt, dass ich heute unbedingt gewinnen wollte.
15:13Und sobald ich den Staub von Nasser Alatia sah und wusste, dass er vor mir ist,
15:18da war mir klar, dass heute eine sehr, sehr gute Prüfung für mich werden würde.
15:21Die X-Rate BMW sind vom Speed her eindeutig in der Lage, den VW Touareg die Stirn zu bieten.
15:33Das hat sich heute wieder gezeigt mit dieser Bestzeit von Gilles Chichery.
15:37Trotzdem führen die Volkswagen insgesamt.
15:39Bei den Motorrädern gab es eine Geschichte, die so im Motorsport nur die Rallye Dakar schreiben kann.
15:52Nach 13 Kilometer der angesetzten Distanz entschied ein Polizist, ungewohnt entschlussfreudig,
15:59hier darf nicht rechts abgewogen werden.
16:02Dabei sah das Rotburg genau eine Rechtskurve vor an dieser Weggabelung.
16:05Marc Coma und eine ganze Menge anderer, ein knappes Dutzend Fahrer,
16:10wurde von diesem eifrigen Ordnungshüter schlichtweg daran gehindert,
16:14den Rotburg nachfahren zu dürfen.
16:16Coma knüppelte den falschen Weg runter, entschied irgendwann,
16:19jetzt langs, das kann überhaupt nicht richtig sein,
16:22machte auf den Absatz, kehrt und pirschte wieder zurück.
16:27Mit ihm ins Verderben eine ganze Menge anderer Akteure gerissen,
16:30beispielsweise auch Helder Rodríguez aus Portugal auf seiner Yamaha.
16:35Und Francisco López Contado, der Argentinier auf seiner Aprilia.
16:41Weil allerdings alle erst da reagiert haben, als Marc Coma ihnen entgegengekommen ist,
16:47hat Coma den längsten Weg aller zurückgelegt,
16:50hat am meisten irregelichtert und deswegen auch am meisten Zeit
16:53durch diesen übereifrigen Polizisten verloren.
16:56Irgendwann ist dann den Organisatoren aufgefallen,
17:01das auf ihrem IRI-Track, mit dem sie jeden Fahrer verfolgen,
17:05die ganze Corona in eine völlig falsche Richtung fährt, und zwar geschlossen.
17:10Und da wurde dann mal nachgefragt, was da eigentlich los ist,
17:13und der entsprechende Polizist zur Ordnung gerufen und abgezogen.
17:17Da allerdings war die gesamte Spitze bereits völlig schief gewickelt
17:21und musste einen neuen Anlauf nehmen.
17:25Die großen Nutzen dieser davon, diejenigen, die später gefahren sind,
17:29als der Polizist bereits wieder auf der Wache saß und sich kremte,
17:33beispielsweise Franz Werthuven aus Niederlanden, aus seiner BMW.
17:38Der kommt vorbei, als die Straßensperre gerade aufgehoben wird.
17:41Und das Resultat von Franz Werthuven landet einen überraschenden
17:47und durchaus auch ein bisschen glücklichen Etappensieg,
17:50den ersten beim Comeback von BMW mit dieser 450er Maschine.
17:56Auch Jonah Street aus den USA kommt klaglos an der Obrigkeit vorbei.
18:03Er beendet diese Etappe als zweiter hinter Franz Werthuven,
18:07liegt auf Platz 7 in der Gesamtwertung.
18:11Alain Duclos steckte dagegen ebenfalls im Konvoi der Irregeleiteten.
18:30Aber je weniger früh man in die Prüfung reingekommen ist,
18:35desto weniger Zeit verliert man auch im Vergleich zu Marc Coma,
18:39der den längsten falschen Weg fahren musste.
18:41Und alle anderen auf seiner Korrekturphase quasi wieder aufgelesen hat
18:45und mit auf den rechten Weg geführt hat.
18:49Alain Duclos deswegen heute auf Platz 3.
18:51Der Mann aus Mali auf Rang 5 in der Gesamtwertung.
18:57Glück hat auch gehabt Paul-Anders Ullewald-Setter, der ist ja gestern nicht so gut zurechtgekommen
19:02mit dem Dickschiff von KTM im Vergleich zu den kleinen 450ern.
19:08Und das hat sich heute zu seinem großen Glück erwiesen.
19:12Ullewald-Setter verliert im falschen Tal nur wenig Zeit, beendet die Etappe als vierter und manifestiert damit seine zweite Position.
19:21Francisco López Contado, einer derjenigen, der sich extrem ungerecht behandelt fühlt aufgrund des unfreiwilligen Ehrläufers.
19:29Nur fünfter, relativ viel Dampf rausgenommen aus seinem Anlauf auf Platz 2.
19:38Der Ullewald-Setter, genau wie auch Eldar Rodriguez, der es gar nur auf Platz 15 geschafft hat.
19:45Denn er war nach der Irrfahrt auch noch weiterhin irritiert.
19:48Rodriguez hat ja ebenfalls auf Platz 2 von Ullewald-Setter noch geschielt.
19:52Hat jetzt aber schon ordentlich Rückstand.
19:54Ein Geheimnis hat alleine heute 9 Minuten und 57 Sekunden verloren auf die Spitze.
19:59Die Lamas hören nicht auf eventuelle Polizisten.
20:10David Frittinier und Cyril Dupré mussten das dagegen sehr wohl.
20:13Frittinier 6. Dupré, der gesamtführende 7. in der Tageswertung.
20:20Die ganze Gruppe ist nachher geschlossen zu den Sportkommissaren, zur Rallyeleitung gestiefelt, um sich zu beklagen.
20:25Über die Exekutive. Eine Entscheidung steht derzeit noch aus.
20:34Sämtliche Umgeleiteten möchten eine Zeitgutschrift erwirken, weil sie ja nichts dafür konnten, dass der Polizist da überall frisch zu Werke gegangen ist.
20:42Aber wie die Rallyeleitung darüber befindet, das ist zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung dieser Sendung noch nicht klar.
20:49Vielleicht höre ich ja noch was, denn wir sind ja live drauf nachher wiederum im Biwak.
20:52Mal gucken, ob noch was rauskommt aus dem Zelt der Offiziellen.
20:57Vergessen Sie nicht, liebe Zuschauer, wir haben hier eine ordentliche Zeitverschiebung zwischen Argentinien und ihren Wohnzimmern.
21:04Deswegen fallen solche Entscheidungen erst am Abend.
21:09Marc Koma beim zweiten Mal hat er nicht mehr angehalten, um noch mit irgendwelchen Polizisten zu diskutieren.
21:22Da ist der ganze Tross, der in seinem Schlepptau gefahren kam, aus dem falschen Tal, einfach mit Karacho vorbeigefahren.
21:30Der Polizist hat sich schnell verkrümelt, als die Autourage kam und danach war dann auch Ruhe.
21:37Jakob Pritschegonski mit seiner 730er KTM auf der 10. Position und José Manuel Pellicé aus Spanien hat sich heute mit einem schweren Sturz verabschiedet.
21:47Allerdings keine schweren Verletzungen für Pellicé.
21:49Sebastian Halbherrn aus Argentinien gewinnt auf seinem Yamaha Raptors 100 heute die Quad-Wertung, liegt auf Platz 6 in der Gesamtwertung.
22:01Vorne nach wie vor Marcos Patronelli, ein weiterer Yamaha Raptor-Fahrer, heute Dritter auf der Prüfung, Erster bei den Quads.
22:07Ein völlig unerwartetes Ergebnis bei den Motorrädern, der erste Etappensieg für BMW seit langer, langer Zeit.
22:20Früher war ja mal der sauber Formel-1-Technik-Chef Willi Ramp verantwortlich für Siegfahrten von BMW in der Wüste.
22:26Jetzt knüpft Franz Werderhofen an diese Tradition wieder an in der Gesamtwertung.
22:29Cyril de Prey immer noch sicher in Führung.
22:32Und an das Öle-Walsette hat seinen Platz ein bisschen konsolidieren können.
22:37Im letzten ausgetrockneten Flussbett, da musste ich mich wirklich strecken, weil dort viele Steine und Felsen im Weg rannen.
22:46Aber sonst bin ich gut gefahren, habe mich auch mit der Navigation nicht verhauen.
22:52Plötzlich stand ein Polizist vor mir, der mich nicht mehr durchlassen wollte, weil er die Straße gesperrt hat.
22:57Er hat mich in eine andere Richtung geschickt und prompt habe ich mich hoffnungslos verfahren und viel, viel Zeit verloren.
23:02Danach haben wir uns mit mehreren zu einer Gruppe zusammengeschlossen und erst dann konnten wir den richtigen Weg und auch wieder ein bisschen Zeit zurückholen.
23:10Zum Glück habe ich das überstanden.
23:12Wahrscheinlich berät die Rallyeleitung immer noch, während Franz Werderhofen heute einen völlig überraschenden Sieg eingeheimst hat.
23:24Der Niederländer auf seiner BMW.
23:26Natürlich mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck bei unserem Interview bei der Live-Schaltung des Biwax.
23:31Letztes Jahr fuhr ich noch eine große KTM, da habe ich schon mal am Sieg geschmeckt, aber mit der neuen BMW, da muss man natürlich den Fahrstil umstellen.
23:43Das Motorrad war ganz neu entwickelt, wir sind damit also ziemlich ins kalte Wasser gesprungen.
23:47Mittlerweile haben wir alles unter Kontrolle, die Technik funktioniert, ich habe mich an den Fahrstil der 450er anpassen können.
23:53Und ja, ich bin wirklich froh, dass ich BMW den ersten Sieg bei der Dakar-Rückkehr mit den 450ern gegeben habe.
24:02Was haben Sie an dieser BMW während der Dakar verbessert?
24:05Well, während der Dakar haben wir einige kleinere Dinge, die wir verändern konnten.
24:11Es waren kleine Dinge, nicht große Dinge, aber...
24:14Bei der Dakar, im Verlauf der Rallye haben wir einige Kleinigkeiten herausgefunden, die wir mit diesem Motorrad noch verbessern mussten.
24:21Es waren aber alles Kleinigkeiten, die wir jetzt auch im Verlauf dieser Veranstaltung optimieren konnten.
24:26Nichts Konzeptionelles.
24:27Das Motorrad ist sehr leicht und das macht sich natürlich auf solchen Prüfungen ganz besonders bemerkbar.
24:33Mein Ziel ist natürlich, in Buenos Aires über die Zielranke zu kommen.
24:37Ein Platz in den Top Ten, das wäre es natürlich.
24:44Wenn ich morgen mit der Spitze mithalten kann, dann ist das vielleicht sogar noch drin.
24:47Danke, Franz.
24:51Und damit haben bei der diesjährigen Rallye Dakar alle neun Marken gewonnen.
24:59BMW, Sherco und auch Aprilia.
25:02Der Platz hier ist KTM, gerät in Bedrängnis.
25:05Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht alle heute auf den Wachtmeister besonders gut zu sprechen sind.
25:14Vor allen Dingen sicher nicht Helder Rodríguez.
25:16Der Portugiese aus dem Yamaha-Lager hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen, wegen der Umleitung, die ihm sehr viel Zeit gekostet hat.
25:24Platz zwei, damit jetzt wieder in weiter, weite Reichweite gerückt.
25:28Was hat denn genau passiert?
25:31Ja, heute Morgen hat ein Polizist die Straße gesperrt und hat mir verboten, da langzufahren, wo ich eigentlich hätte langfahren wollen.
25:41Auch Mark Homa war betroffen.
25:45Wir haben dem Folge geleistet.
25:47Anhand der Zwischenzeiten hätte ich durchaus auf Platz zwei oder drei landen können, da bin ich sicher.
25:58Aber diese Episode hat mich jetzt um den Lohn meiner Arbeit gebracht.
26:01Ich hoffe, dass die Rallyeleitung noch eingreift und mir wieder hilft, das gute und gerechte Resultat zurückzuerlangen.
26:14Momentan weiß ich das nicht.
26:16Man arbeitet zwei, drei, vier Jahre auf dieser Rallye-Dakar hin.
26:24Dann kämpft man gegen Werksmaschinen von KTM.
26:30Jetzt kämpfen wir mit dem 450er und haben plötzlich die Chance, ganz vorne reinzukommen.
26:35Wenn dann ein so kleines, unverschuldetes Problem einen um den Lohn der Arbeit bringt, dann ist das sehr, sehr enttäuschend.
26:41Stefan Aura und sein Beifahrer François Bücker im Gespräch.
27:00Wie hast du geschlafen?
27:01Nicht sehr gut, weil die Motorräder mich gleich aus dem Bett gekegelt haben.
27:04Etwa gegen vier Uhr in der Morgen.
27:08Nein, ich habe davon nichts gehört.
27:10Nein, nein, nein, nein, nein.
27:11Ich bin doch, ich bin doch, wir haben ein Baby.
27:13Das ist unglaublich.
27:14Das ist unglaublich.
27:20Ausgeschlafen sein ist wichtig bei diesen langen Etappen, wo man sich über Stunden hinweg hart konzentrieren muss.
27:27Deswegen wird auch schon mal gern mal früh zu Bett gegangen.
27:30Es kann sein, dass man um 8.30 Uhr schon ins Zelt geht, denn heute Morgen beispielsweise musste ich um halb drei aus dem Schlafsack, um halb vier in die Prüfung rein.
27:39Da muss man also schon um halb neun abends ins Bett gehen, sonst kriegt man nicht genug Schlaf.
27:43Manchmal nehme ich auch Schlaftabletten, damit ich einschlafen kann.
27:47Denn wenn es noch nicht dunkel ist oder wenn einem noch Gedanken im Kopf umspucken über eine vielleicht nicht ganz so gute Etappe, dann schläft man nicht von selbst ein.
27:55Da braucht man Hilfe.
28:02Bei der Dakar versuche ich jede Nacht sechs Stunden zu schlafen.
28:06Zu Hause schlafe ich deutlich mehr, aber hier reicht mir das Geld nicht.
28:09Sainz allerdings ist ja auch ein Werksfahrer. Entweder schlafen die Herren im Hotel oder in ihren LKW, dort wo sie lärmgeschützte Kabinen haben.
28:23Diesen Luxus haben längst nicht alle. Die Privatfahrer zelten im Biwak, wenn sie denn überhaupt ankommen.
28:29Und in diesen Zelten ist es natürlich laut, weil Generatoren und sonstige Werkzeuge die ganze Nacht betätigt werden müssen.
28:38Die Prüfungen sind unglaublich lang. Wir haben jetzt schon drei Nächte lang kein Auge zugetan.
28:46Wenn wir unterwegs sind, dann hält uns das Adrenalin so unter Strom, dass wir keinen Schlaf brauchen.
28:52Aber abends, wenn da die Arbeit getan ist oder wenn wir noch mitten bei der Arbeit drin sind sogar, dann übermannt einen durchaus schon mal die Möglichkeit.
29:01Der Geräuschpegel im Biwak erschreckend hoch, vor allen Dingen dann, wenn die Motorradfahrer frühmorgens ihre Maschinen warmlaufen lassen.
29:08Die LKW-Fahrer klagten heute Abend im Biwak alle darüber, dass die Prüfung für Hirngeschmack eine Spur zu langweilig gewesen sei.
29:37Kaum navigatorische, kaum orientierungstechnische Herausforderungen und außerdem sehr, sehr eng.
29:46Deswegen sei das alles schon viel zu schnell vorbei gewesen und nicht so richtig anspruchsvoll.
29:51Der Sieg des Tages ging an den Russen Fedor Skabirov auf seinem Kamas.
29:55Der dritte bei der diesjährigen Veranstaltung, der 32. in seiner Laufbahn.
30:04Wladimir Cagin liegt in der Gesamtwertung weiterhin in Führung.
30:12Eine Stunde und zwölf Minuten vor Kabirov und 9.21 vor Marcel van Vliet in seinem Chinaf.
30:20Wolfert von Rinkel heute Vierter in der Gesamtwertung bereits 13 Stunden hinter der Spitze.
30:29Von 24 Stunden hinter der Spitze liegt der elftplatzierte Josef Adouar auf seinem Biwak hoch.
30:35Johann von Elfrink, mit dem wir hier unterwegs sind, der Mercedes-Fahrer aus den Niederlanden, der ist zur Stunde noch nicht im Ziel.
30:57Irgendwo noch unterwegs mit Problemen, während Wolfert von Rinkel heute Viertschnellster auf Platz 5 im Gesamtklassmauer rangiert.
31:13Fedor Skabirov also der Tagessieger.
31:17Teamkollege Wladimir Cagine führt weiterhin in der Gesamtwertung.
31:27Unsere Reporter haben sich derweil aufgemacht ins Biwak der Lkw-Fahrer zu Wolfert van Rinkel, dem Niederländer, mit seinem Chinaf.
31:37Aus dem Van Vliet Großaufgebot hier.
31:47Für uns ist der Sand das Beste, dort kommen wir mit unserem Chinaf am besten klar.
31:53Strate, steinige Passagen dagegen, die liegen uns nicht so.
31:59Da wird man die ganze Zeit durchgeschüttelt und kann aus dem Truck gar nicht richtig ausfahren.
32:06Die ganzen Bewegungen von der Karosserie, von den Aufhängungen, die sind in einem Truck viel schwerer zu kontrollieren.
32:11Deswegen liegt uns das Sandige Geläuf viel mehr, wo man nicht so viele Schläge und Schlüsse abbekommt.
32:16Die Atmosphäre im Biwak bei uns Lkw-Fahren ist einzigartig.
32:24Wir kämpfen auf der Strecke alle gegeneinander.
32:27Aber im Biwak halten wir alle zusammen, helfen uns gerne auch mal gegenseitig, wenn es denn sein muss.
32:32Das ist noch Motorsport, wie er richtig Freude bereitet.
32:35Santiago und damit auch Chile liegen hinter uns.
32:48Wir sind wieder in Argentinien.
32:51Die mächtigen Anden überquert.
32:54Und auch dabei gibt es natürlich noch einiges mehr hinter den Kulissen aufzuarbeiten, als nur das Geschehen an der reinen Spitze.
33:05Erik van Loon und Erik Werthof beispielsweise mit ihrer Mitsubishi L200, ein früheres Werksauto.
33:25Sie schlagen sich als reine Privatfahrer äußerst beachtlich.
33:29Ballfahrer Werthof, ein früherer Dakar-Etappensieger auf einer KTM.
33:33Ballfahrer Werthof.
34:03Der KTM-Fahrer.
34:05Ihm ist der Benzinvorrat ausgegangen.
34:09Die Benzinleitung ist abgerissen.
34:13Ist mir vorher nicht aufgefallen, jetzt ist der Tank trocken.
34:16Wie so oft eilen emsige Einheimische zur Hilfe auf dem kurzen Dienstweg.
34:22Zum Kurios, das zweite Mal geht mir das Benzin aus.
34:24Und jedes Mal an einem Punkt wo auch gerade eine Fernsehkamera steht.
34:28Gonzalo Azurmendi aus Spanien, er liegt auf Platz 20 in der LKW-Wertung.
34:35Noch gestern gab es einige unfreiwillige Einlagen, einige Abstürze, einige Absteiger.
34:41Betroffen am Vortage war Martin Freynademetz aus Österreich.
34:45Der ist zwischenzeitlich wieder fit gemacht worden vom Physiotherapeuten rund um Marc Koma und dessen spanisches Team.
34:53Hat zunächst ein bisschen Dampf rausgenommen, weil er gemerkt hat, er wollte zu sehr dem spektakulären Stil von Heinz Kini Gartner nacheifern.
35:01Ist über die Dünen dann ein bisschen langsamer gefahren.
35:04Zwischen allerdings Freynademetz wieder hergestellt.
35:07Liegt heute auch Platz 51, 39 in der Gesamtwertung.
35:10Jürgen Wesely heute 63, Gesamt 65 und Tina Mayer 85 und 90.
35:16Philippe Boutron hat seinen Bowler abgelegt.
35:21Auf Rang 28 wird der Franzose geführt.
35:23Eine Position vor Stefan Schott und Holm Schmitt.
35:27Die sind am Vortag zweimal in einen Graben gerutscht und einmal verkehrt abgebogen,
35:31weil das Rotburg nicht exakt genug gefasst war.
35:33Heute allerdings Schott und Schmitt auf Platz 26 vorgestoßen in der Tageswertung.
35:4029.
35:42Im Gesamt-Tableau.
35:46Frédéric Chavigny mit seinem Nissan Pathfinder.
35:55Das war gestern eine ganz, ganz tückische Stelle.
35:57Dort sind reihenweise Autos abgebogen.
36:03Sogar Etienne Lawine hat sich extra zu dieser Stelle bemüht,
36:06um davor zu warnen, dass man dort nicht zu viel riskiert.
36:10Gilles Serené mit seinem Bowler muss sich ebenfalls auf fremde Hilfe verlassen.
36:15An der wohl größten Einzelmausefalle der Dakar.
36:27Das erwartet uns morgen.
36:29Die Fahrt durch die argentinischen Provinzen San Juan und San Rafael ist die längste der gesamten Rallye.
36:35476 gezeitete Kilometer.
36:38Da geht es noch einmal richtig rund.
36:40Und nicht nur Schotter, sondern auch ein ordentlicher Sandanteil.
36:45Es kann also noch einmal richtig spannend werden auf einer langen, harten und anspruchsvollen Etappe.
36:52Gerade im Kampf um die Autoführung, wo Timo Gottschalk hofft, mit Nasser Alatia doch noch was ausrichten zu können.
36:58In Richtung der Spitzenreiter von VW, in Richtung Carlos Sainz.
37:01Timo, ich glaube viele Leute meinen, dass die Dakar jetzt nach den großen Dünenwechseln schon vorbei ist.
37:07Was erwartet uns aber morgen auf der Zappel, jetzt nämlich noch einmal in sich?
37:10Ja, wir nähern uns zwar dem Ziel, aber es macht es keinesfalls leichter.
37:14Wir haben morgen die längste Etappe der ganzen Dakar.
37:18Und die Prüfung morgen ist zweigeteilt.
37:19Wir fangen an mit einer recht zügigen Bergprüfung.
37:22Schotterpisten, viele Dips und Senken.
37:25Der zweite Teil ist eigentlich komplett sandig, wo es viel geradeaus gehen wird.
37:28Aber auch extrem viele Wellen und Bumps drin haben wird.
37:30Also zwei völlig unterschiedliche Tagesetappen, aber doch sehr anspruchsvoll auf jeden Fall.
37:35Du könntest jetzt ein weiterer deutscher Beifahrer sein, der die Dakar gewinnt.
37:38Du hast einen schnellen Mann bei dir.
37:40Wie schwierig ist es, den denn im Zaum zu halten, dass er nicht zu viel Gas gibt?
37:44Ja, bei Nasser ist es nicht immer so einfach.
37:46Er ist ein sehr willensstarker Mensch.
37:49Und mal fällt es leicht, mal fällt es schwer.
37:51Man muss nur laut genug werden, energisch werden.
37:52Und dann weiß er auch, dass man es ernst meint.
37:54Und dann geht es schon irgendwie, ja.
37:56Dir ist heute was Lustiges passiert.
37:57Kannst du mal ganz kurz erklären, was es war?
37:59Ja, also wir haben so mehrere CPs auf den Prüfungen, wo man seine Bordkarte raushalten muss, um Stempel zu bekommen.
38:04Und ich habe die Bordkarte rausgehalten.
38:05Und der ASO-Mann war so eifrig, ich habe mir den Stempel voll auf die Finger geknallt.
38:08Ich habe gesagt, out.
38:09Aber ein bisschen farb war die Bordkarte auch noch abgekommen.
38:11Daher war es dann okay.
38:12Dann wollen wir mal hoffen, dass ein blaues Auto morgen vorne ist.
38:16Genauso wie dein Finger.
38:16Dankeschön.
38:17Dankeschön.
38:47Dankeschön.
38:49Dankeschön.
38:51Dankeschön.
38:55Dankeschön.
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